• Sprit-Preise explodieren in Deutschland
  • 5 Tipps, wie du Sprit sparen kannst
  • Mit Spritsparen den Geldbeutel schonen

Das Entsetzen ist groß: die Sprit-Preise in Deutschland explodieren derzeit, Autofahrer*innen sind wütend. Viele sind aufs Auto angewiesen, sei es, um auf die Arbeit zu kommen, Einkäufe zu erledigen oder die Kinder zum Sporttraining zu fahren. Weniger Autofahren, um Sprit zu sparen, ist da nicht immer möglich. Rainer Zeltwanger, Vorsitzender des Bundesverbandes deutscher Fahrschulunternehmen (BDFU) und erfahrener Fahrlehrer gibt Tipps, wie Sprit sparen dennoch möglich ist.

Sprit sparen, Geldbeutel schonen: Mit diesen Tipps klappt es

Ballast abwerfen - Rainer Zeltwangers erster Tipp lautet: "Die physikalischen Gesetze beachten. Je mehr Masse ich beschleunige, umso mehr Sprit verbrauche ich." Wer 100 Kilogramm mehr geladen habe, der verbrauche auf 100 Kilometern circa einen Liter mehr. Es sei ratsam, etwa leere Getränkekisten und sonstigen Ballast aus dem Kofferraum zu nehmen. Auch Dachträger und Skiständer kosten wegen des erhöhten Luftwiderstandes mehr Kraftstoff. "Wenn das nicht gebraucht wird, sollte es abmontiert werden", empfiehlt er.

Mit Physik hat auch der zweite Tipp zu tun. "Auf den richtigen Reifendruck achten", rät Herbert Engelmohr, Sprecher beim Automobilclub von Deutschland (AvD). Denn ist der Luftdruck zu niedrig, erhöhe sich auch der Rollwiderstand und somit der Spritverbrauch. "Um das zu minimieren, sollte der Reifendruck um 0,1 oder 0,2 bar über das Soll erhöht werden", so Engelmohr.

"Bei gleichmäßiger Fahrweise und moderatem Tempo lasse sich der Verbrauch deutlich senken", erklärt Engelmohr Tipp drei. "Das bedeutet vorausschauendes Fahren und sich dabei flüssig ohne plötzliche Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge im Verkehr bewegen." Der Verkehrsexperte rät, frühzeitig zu schalten, statt den Wagen hochtourig zu fahren. Rainer Zeltwanger ergänzt auf die Fahrweise auf Autobahnen: "120 und 130 km/h sind noch spritsparend. Danach geht der Verbrauch drastisch nach oben."

130 km/h auf der Autobahn noch spritsparend - danach drastischer Verbrauch

Man sollte die Hinweise auf dem Display neben oder rund um den Tacho beachten, die zum Gangwechsel auffordern und die jeweiligen Durchschnittsverbräuche anzeigen, so Engelmohr. Entgegen althergebrachten Meinungen müsse man einen Motor nicht mehr minutenlang warmlaufen lassen, sondern könne gleich aus dem Stand losfahren. "Die aktuell verbauten Einspritzsysteme sorgen für ein störungsfreies Startverhalten, in dessen Folge der Motor innerhalb weniger Minuten auf Betriebstemperatur kommt."

Zudem sei es sinnfrei, sich ohne Gang, also im Leerlauf an eine rote Ampel rollen zu lassen. Es werde hierbei dennoch Kraftstoff verbraucht. Er rät stattdessen: "Lassen Sie sich mit Gang an die Ampel oder bergab rollen. Nutzen Sie die Schubabschaltung." Diese unterbricht die Kraftstoffzufuhr zum Motor. "Es wird kein Sprit, sondern nur Luft eingespritzt", ergänzt er zu Tipp vier.

Wer ein "Start-Stopp-System" hat, sollte dies auch nutzen, lautet Tipp fünf. Dabei geht der Motor aus, wenn man länger steht, und wieder an, wenn man weiterfährt. "Zum Beispiel an der Ampel. Das ist eine sinnvolle Sache. Aber man muss es auch nutzen, indem man die Kupplung herausnimmt", so Zeltwanger.

Fazit

Wer Sprit sparen und den Geldbeutel schonen möchte, sollte so leicht wie möglich von A nach B fahren, auf der Autobahn nur bis 130 Kilometer pro Stunde beschleunigen, den Reifendruck optimieren und entsprechende Systeme im Auto nutzen.