• Beliebte Erdnüsse im Öko-Test
  • 21 gesalzene und geröstete Erdnüsse getestet
  • 16 Produkte sind "sehr gut"
  • Einige weisen jedoch Spuren von Mineralöl auf

Neben Chips und Salzstangen gehören in vielen Haushalten Erdnüsse zu den beliebtesten Knabbereien am Abend auf dem Sofa. Dabei vergessen viele Menschen, dass es sich bei den Nüssen um richtige Kalorienbomben handelt. 100 Gramm Nüsse bringen es auf rund 600 Kalorien. Im Gegensatz zu Chips und Salzstangen könne die Erdnüsse jedoch mit Mineralstoffen, wie Magnesium, und einem hohen Eiweißgehalt punkten. Solange der kalorienreiche Snack in Maßen genossen wird, ist er also gesund.  Sofern er nicht mit Schadstoffen belastet ist.

Erdnüsse im Ökotest: 16 Produkte sind "sehr gut"

Im neusten Öko-Test wurden 21 gesalzene und geröstete Erdnüsse geprüft, 16 aus konventionellem Anbau und fünf Bio-Produkte. Neben Markenprodukten von Ültje, Pittjes oder Lorenz sind auch Eigenmarken von Rewe, Edeka, Kaufland und Penny vertreten.

Auch mit einem sehr guten Testergebnis: Jeden Tag Erdnüsse gesalzen

Insgesamt 16 Produkte erhielten die Note "sehr gut", drei die Note "gut", die Erdnüsse von XOX Gebäck wurden nur mit "befriedigend" bewertet und die Bio-Nüsse von Alnatura hielten überraschenderweise die schlechteste Bewertung mit "ausreichend".  Die Snacks kosten zwischen 76 Cent und 3,49 Euro pro 200 Gramm. Die "Happy Nuts Peanuts Roasted & Salted" von der Marke Kunz sind mit der Bewertung "sehr gut" und den Preis von 76 Cent das Produkt mit dem besten Preis/Leistungs-Verhältnis.

Ein Hauptgrund für die schlechte Bewertung vom Alnatura-Produkt waren die hohen Werte bei den Mineralölbestandteilen.  Die in der Fachsprache bezeichneten gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) überschritten mit ihrem Anteil bei den Alnatura Erdnüssen den Orientierungswert, den Lebensmittelproduzenten und Überwachungsbehörden vereinbart haben. Einen  gesetzlichen Grenzwert für MOSH gibt es aber nicht.

Mineralöl in Erdnüssen mit möglicherweise langfristigen Folgen

Bei dem Eigenmarkenprodukt "Ja! Erdnüsse geröstet und gesalzen" von Rewe und den "XOX Erdnüssen geröstet" konnten leicht erhöhte Werte nachgewiesen werden. Alle anderen Produkten wiesen allenfalls Spuren von Mineralölbestandteile auf.

Laut Ökotest sind zur Reduktion von MOSH im Produkt vor allem die Hersteller zuständig. Sie sind in der Verantwortung Kontaminationsquellen während der Ernte, Produktion oder Transport ausfindig zu machen und sie bestenfalls zu beseitigen. Welche langfristigen Folgen Mineralöl für die Gesundheit des Menschen hat, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch, dass sich MOSH in menschlichen Organen wie der Leber ansammelt. 

Schimmelpilzgifte oder Schwermetalle, wie Blei und Cadmium, konnten in keinem der 21 Erdnuss-Produkte nachgewiesen werden. Für vier Produkte hat Ökotest noch ein Kritikpunkt: Bei ihnen allen fehlt ein Warnhinweis zur Erstickungsgefahr. Was sich im ersten Moment vielleicht lustig anhört, birgt eine reale Gefahr.

Verpackungsinformationen zum Teil verbesserungswürdig

Und obwohl bei Spielzeug mit kleinen verschluckbaren Teilen für Kinder unter drei Jahren ein solcher Hinweis schon seit mehreren Jahren verpflichtend ist, verursachen Erdnüsse in der Praxis deutlich mehr Erstickungsanfälle als das Spielzeug.

Auch wenn der Hinweis nicht für Erdnussverpackungen gesetzlich verpflichtend ist, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Herstellern bereits seit 2009, auf den Produkten über eine solche Gefahr zu informieren.

Zuletzt untersuchte Ökotest verschiedene Sorten Tomatenmark: Das Ergebnis war beunruhigend. 

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