• Wann Erdbeeren Saison haben
  • Fakten und Zahlen: Importiere Früchte
  • Tipps zum Erdbeer-Kauf
  • Fazit

Erdbeeren: Die roten, süßen Früchte können vielseitig eingesetzt werden und werden von vielen geliebt. Neben den regionalen Produkten findest du auch importierte Beeren aus Spanien oder Mexiko im Supermarkt oder Discounter. Doch sind auch diese gesund und qualitativ hochwertig?

Erdbeeren sind nicht immer gesund

Allgemein sind Erdbeeren als sehr gesund bekannt. Sie enthalten viel Vitamin C, nur wenige Kalorien sowie einen hohen Gehalt an den Mineralstoffen Kalium, Eisen, Magnesium und Kalzium. Aufgrund ihrer natürlichen Süße sind sie bei vielen beliebt und werden beispielsweise zum Backen, in einem Obstsalat oder in Smoothies verarbeitet.

In Deutschland ist die Erdbeer-Saison von Ende April bis Ende September. Während dieses Zeitraums kannst du frische Beeren aus der Region im Supermarkt finden. Innerhalb und außerhalb der Saison gibt es im Supermarkt auch Erdbeeren zu kaufen, die allerdings nicht aus Deutschland kommen. Statistiken zeigen, dass allein im Jahr 2021 129 Tonnen Erdbeeren nach Deutschland importiert wurden; den größten Anteil hatten Importe aus Spanien.

Damit die Erdbeeren in solch großen Mengen wachsen und von den Exportländern verkauft werden können, arbeiten diese häufig mit Kunstdünger, Chemikalien, Plastiktunneln und Pestiziden. Stichproben des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) im Jahr 2019 zeigten, dass von 85 Erdbeer-Proben ganze 79 Rückstände von Spritzmitteln aufzeigten. Außerdem benötigen die roten Früchte zum Wachsen literweise Wasser, wodurch mehr und tiefere Brunnen gebohrt werden müssen. Langfristig kann dies eine Absenkung des Grundwasserspiegels verursachen. Erdbeeren, die beispielsweise aus Spanien kommen, haben zudem einen langen Transportweg vor sich: Sie benötigen eine permanente Kühlung während des Transports, sodass sehr viel Energie verbraucht und der Umwelt nichts Gutes getan wird. Aber auch in Deutschland kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Erdbeeren behandelt sind; immerhin sollen Krankheiten und Fäule bestmöglich bekämpft werden. Insbesondere bei Erdbeeren aus regionalem Anbau, die außerhalb der Saison verkauft werden, solltest du achtsam sein: Damit die roten Früchte auch in der Zeit in einem Gewächshaus wachsen, ist ein hoher Energieaufwand vonnöten. Tiefkühl-Erdbeeren zeigen dabei meist keinen Vorteil bei der Nachhaltigkeit: Das Herkunftsland ist oft "unbekannt". Eine Nachforschung der Verbraucherzentrale Bayern zeigte, dass auch diese Früchte einen langen Importweg aus Marokko, der Türkei, Polen, Ägypten oder Bulgarien hinter sich haben.

Tipps zum Erdbeer-Kauf

Früchte, die einen langen Transportweg vor sich haben, werden überwiegend grün geerntet und sind damit alles andere als natürlich gereift. Erdbeeren sollten grundsätzlich also am besten nur saisonal gekauft werden. Durch einen Kauf von regional angebauten Früchten kannst du zudem Bauern und Bäuerinnen unterstützen.

Du solltest immer auf eine Bio-Kennzeichnung achten; sowohl bei regionalen als auch bei importierten Früchten. Denn auch, wenn du im Hinblick auf die Umweltbelastung von importierten Erdbeeren absehen solltest, sichern die Kriterien eines Bio-Anbaus, dass auf chemische Pflanzenmittel und die Verwendung von Grundwasser verzichtet wurde.

Alternativ könntest du Erdbeeren auch einfach im eigenen Garten anbauen und so während der Saison deine eigene Ernte genießen. Das Anbauen im eigenen Garten funktioniert unkompliziert und versorgt dich mit frischen Früchten, bei denen du genau weißt, wie sie gepflanzt, gepflegt und geerntet wurden.

Lesetipp: Erdbeeren pflanzen - eine genaue Anleitung

Fazit

Möchtest du Erdbeeren kaufen, solltest du immer einen Blick auf das Herkunftsland werfen. Haben die Erdbeeren einen weiten Transportweg hinter sich, bedeutet dies auch eine starke Umwelt- und Klimabelastung. Damit die Früchte dort in großen Mengen wachsen, werden oft synthetische Pflanzenmittel verwendet, sowie das Grundwasser zum Bewässern. Problematisch sind aber auch Erdbeeren aus Deutschland, die außerhalb der Saison verkauft werden. Wichtig ist also immer ein Bio-Siegel. Am besten sind regionale Früchte, die aus einem kontrollierten Freilandanbau stammen oder der Anbau eigener Erdbeeren im Garten.