Zu einem gesunden Lebensstil gehört Nutella sicherlich nicht dazu, auch wenn die Marketingabteilung von Ferrero – die Herstellerfirma der Schokoladenstreichcreme – versucht, uns das glauben zu machen.

Als Sponsor der deutschen Fußballnationalmannschaft lässt Ferrero die Nationalelf in der Werbung auch gerne mal Nutellabrote frühstücken. Dass dies außerhalb der Werbespots auch so ist, darf man bezweifeln, denn bereits 100 Gramm der Streichcreme enthalten 500 Kilokalorien und 56,3 Gramm puren Zucker.  Und wenn man einem bösartigen Gerücht glauben schenken darf, das seit Jahrzehnten die Runde macht, enthält Nutella noch mehr als das: Pferdeblut nämlich. Kann das stimmen?

Helleres Nutella durch weniger Kakao, mehr Zucker

Ende 2017 änderte Ferrero die Rezeptur der beliebten Streichcreme. Um wohl Geld zu sparen, reduzierten die Konzernbosse den Anteil des Kakaos und fügten der Creme noch mehr Zucker – von 55,9 Prozent auf 56,3 Prozent – hinzu.

Gleichzeitig erhöhten sie den Magermilchpulver-Anteil von 7,5 % auf 8,7 %. Durch das neue Rezept bekam Nutella eine hellere Farbe. Und hier kommt wieder das Gerücht ins Spiel: Wurde der Farbton von Nutella mittels Pferdeblut wieder verdunkelt?

Als Fettbasis wird übrigens Palmöl verwendet, was im Zusammenhang mit der Rodung des Amazonas steht. Ferrero behauptet hingegen, ihr Palmöl stamme aus nachhaltigem Anbau. 

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Neben Kakao, Palmöl, Zucker und Magermilchpulver, geben Haselnüsse, mit einem Anteil von 13 %, Nutella den süßen Geschmack. In der Zutatenliste findet sich auch Lecithine (Soja) und Vanillin. Aber was ist nun dran an dem Gerücht, Nutella enthalte neben diesen Zutaten – die an und für sich bereits ziemlich ungesund sind – Pferdeblut?

Nutella mit Pferdeblut gefärbt: Daher stammen die Gerüchte

Nicht erst seit der Erfindung des Internets kursieren Gerüchte, Schokolade – und damit auch Nutella - enthielte Pferdeblut. Zurückführen lassen sich diese Gerüchte noch auf Zeiten, als Deutschland ein geteiltes Land war.

In der DDR soll es ein Forschungsprojekt gegeben haben, bei dem getrocknetes Blut verwendet wurde, um der Schokolade eine kräftige Farbe zu geben. Allerdings ist nicht bekannt, ob das Projekt jemals umgesetzt wurde.

Zudem soll es einen Patentantrag für einen Vorgang gegeben haben, der durch Zusatz von Blut den Eiweißgehalt in Lebensmitteln erhöhen können sollte. Dieses Patent wurde jedoch nie erteilt.

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Nutella ist vielleicht nicht super gesund, aber Pferdeblut enthält es dann doch nicht. Tipp: Als Alternative zum Schokoaufstrich des Weltkonzerns bietet ein fränkischer Unternehmer aus Fürth seine eigene Schokoladenstreichcreme an.

 

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