• Edeka für Nachhaltigkeit: Der klassische Kassenbon aus Papier soll ersetzt werden
  • Für den Zettel soll es eine digitale Alternative geben
  • Auch anderen Supermärkte steigen ein und werden umweltfreundlicher

Die Digitalisierung schreitet voran und ist auch in Supermärkten spürbar.  Der Discounter Lidl möchte seiner Kundschaft schon bald die Möglichkeit geben, bargeldlos mit der "Lidl Pay" App zu bezahlen. Außerdem arbeiten mehrere Supermärkte seit längerem daran, das klassische Pfandschloss am Einkaufswagen zu entfernen. Auch hier sollen Chip oder Münze durch eine App ersetzt werden. Nun hat die Supermarkt-Kette Edeka eine weitere digitale Neuerung angekündigt. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, will Edeka seinen Kunden in Zukunft die Möglichkeit geben, auf einen klassischen Kassenbon aus Papier zu verzichten.

Bei Edeka soll QR-Code den Kassenzettel ersetzen

Statt dem üblichen Papier-Kassenzettel können Edeka-Kund*innen schon bald auf einen digitalen Einkaufsbon umsteigen. Anstelle des Einkaufsbelegs spuckt die Kasse dann einen QR-Code aus, der ganz einfach mit dem Handy vom Monitor der Kasse gescannt werden kann. 

Die Neuerung habe laut Supermarkt umwelttechnische Hintergründe. In einer Edeka-Filiale werden täglich circa 31,3 Rollen Kassenpapier verbraucht. Mit dem neuen Papierlosen Kassenbon soll der Papierverbrauch um bis zu 20 Prozent gesenkt werden. 

Seit 2020 ist die Kassenbon-Pflicht in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Handelsforscher des Kölner EHI errechneten damals, dass durch die neue Vorschrift pro Jahr mehr als 2 Millionen Kilometerbeziehungsweise 5,7 Millionen Kilogramm zusätzliches Kassenpapier anfallen würden. Dafür müsse "pro Stunde etwa eine Fichte gefällt werden", teilte das Institut mit.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Was planen andere Supermärkte?

Das Thema Papier und Umweltschutz geht auch an anderen Supermarkt-Ketten nicht vorbei. Bei Rewe ist es schon seit längerem möglich einen digitalen eBon anstelle des herkömmliche Kassenbons zu erhalten. Jeder Payback-User bekommt mittels Kundenkarte einen digitalen Kassenbon automatisch an seine E-Mail-Adresse gesendet. 

Der Discounter Lidl verfolgt eine eigene Strategie und versucht Papier nicht an der Kasse, sondern zwischen den Regalen einzusparen. Digitale Preisschilder sollen schon bald die alten Pappschilder der deutschen Filialen ersetzen. In der Schweiz, wo das LED-Preisschild schon etabliert ist, konnte das Unternehmen eigenen Aussagen zufolge jährlich etwa 75 Tonnen Papier einsparen. Aldi soll ebenfalls an der Lösung der digitalen Preisschilder interessiert sein. Eine Testphase läuft bereits in einer Filiale in Duisburg. Genauere Informationen zu den elektrischen Schildchen findest du hier.