• Vor welchen Abzockmaschen solltest du dich hüten?
  • Wo kannst du dich beschweren?
  • Welche Informationen braucht die Verbraucherzentrale bei unseriösen Werbeanrufen?
  • Was solltest du den Verbraucherschützern bei der Beschwerde über falsche Gewinnversprechen mitteilen?
  • Welche Dokumente solltest du aufbewahren, wenn du Opfer einer Kaffeefahrt geworden bist oder dir eine solche Veranstaltung bekannt ist?

Ob Abofallen, Gewinnversprechen oder Einladung zur Kaffeefahrt: Unseriöse Unternehmen lassen sich immer neue Maschen einfallen, um Verbraucher über den Tisch zu ziehen. Aber auch Altbewährtes funktioniert noch. Oft beauftragen sie auch Callcenter. Wenn du dich bei der Verbraucherzentrale beschweren möchtest, ist es wichtig, einige Informationen zu sammeln und den Verbraucherschützern mitzuteilen.

Was solltest du bei lästiger Telefonwerbung notieren?

Wenn man ohne Einwilligung zu Werbezwecken angerufen wird, ist das rechtswidrig. Laut Bundesnetzagentur drohen Unternehmen, welche diese Praxis verfolgen, bis zu 300.000 Euro Bußgeld. Lese-Tipp: Wie du dich gegen Betrug bei Ebay Kleinanzeigen wehren kannst, erfährst du in unserem Artikel.

Die Verbraucherzentralen helfen dir, wenn du dich von unseriösen Anrufen belästigt fühlst. Um deine Beschwerde effektiv bearbeiten zu können, solltest du folgende Informationen bereithalten:

  • Vollständige Anschrift des Unternehmens beziehungsweise Callcenters
  • Datum und Uhrzeit des Anrufs
  • Name des Anrufers
  • Nummer des Anrufers
  • Nummer des Angerufenen
  • Detaillierte Schilderung des Gesprächsablaufs
  • Wurden Unterlagen übersandt, zum Beispiel eine angebliche Auftragsbestätigung?
  • Wenn ja, ist gegebenenfalls eine Kopie erforderlich.

Was sollte die Verbraucherzentrale bei Gewinnversprechen am Telefon wissen?

Eine besonders fiese Masche sind falsche Gewinnversprechen. Sie führen nicht nur ins Leere, sie können dich auch um hohe Geldbeträge erleichtern. Das Vorgehen ist oft das gleiche: Vor einer Übergabe des vermeintlichen Gewinnes werden die Opfer dazu aufgefordert, entweder Gebühren zu bezahlen oder eine kostenpflichtige Telefonnummer anzurufen.

Eine Methode ist auch, die oft ahnungslosen Menschen zur Teilnahme an Veranstaltungen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird, zu bewegen. Wenn du dich bei der Verbraucherzentrale über Anrufe solcher Art beschweren willst, solltest du folgendes notieren:

  • Vollständige Anschrift des Unternehmens beziehungsweise Callcenters
  • Datum und Uhrzeit des Anrufs
  • Name des Anrufers
  • Nummer des Anrufers
  • Nummer des Angerufenen
  • Welche Nummer sollte zurückgerufen werden?
  • Was war der Inhalt des Gesprächs oder der Bandansage?
  • Wie lange dauerte der Rückruf?
  • Kostete der Rückruf Geld? Wenn ja, wie viel?

Was solltest du bei Gewinnversprechen mit Kaffeefahrt notieren oder aufbewahren?

Sogenannte Kaffeefahrten sind sowohl den Verbraucherzentralen als auch der Polizei schon lange ein Dorn im Auge. Trotz Aufklärung fallen immer noch Menschen auf die Abzockmaschen herein. Das immer gleiche Vorgehen: Meist über Zeitungsanzeigen oder per Postwurfsendung werden sehr günstige Reisen innerhalb Deutschlands oder ins Ausland angeboten. Während der Fahrten bieten die Veranstalter den Reisenden völlig überteuerte Produkte an. Die Verkäufer sind psychologisch geschult und setzen oft Ahnungslose unter Druck. Die Verkaufsräume werden bewusst weit außerhalb von Städten oder abseits von Verkehrsanbindungen gewählt, sodass die Opfer keine Möglichkeit haben, einfach zu gehen. Bei der Beschwerde über Kaffeefahrten solltest du folgendes zur Verfügung stellen:

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  • Werbung für die Veranstaltung möglichst im Original
  • Hat der Verbraucher an der Veranstaltung teilgenommen?
  • Datum, Uhrzeit und Ort der Veranstaltung
  • Detaillierte Sachverhaltsschilderung der Gespräche
  • Welche Versprechen wurden eingehalten beziehungsweise nicht eingehalten?
  • Hat der Verbraucher etwas auf der Veranstaltung gekauft?
  • Hat der Verbraucher ein Geschenk erhalten oder nicht erhalten?
  • Gibt es schriftliche Unterlagen, die der Verbraucher erhalten hat?

Weitere Informationen zu solchen Abzock-Maschen bekommst du bei den Verbraucherzentralen oder auch auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). Lese-Empfehlung: Was du bei einem unseriösen Anruf eines Fremden beachten solltest, erfährst du in unserem Artikel.

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