• Aufgrund steigender Gaspreise lohnt es sich jetzt ganz besonders, über alternative Heizungssysteme nachzudenken
  • Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Heizungsanlagen für Verbraucher?
  • Kostengünstig heizen und gleichzeitig etwas für den Umweltschutz tun - geht beides?

Die Preise für Energie steigen und steigen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher müssen einsparen oder eben mehr zahlen. Alternative Heizungssysteme können eine langfristige Lösung für kostengünstigeres und grüneres Heizen sein. Welche Möglichkeiten gibt es, was kosten sie und welchen Nutzen haben sie? Eine Übersicht.

Gesetzesänderung fordert ab 2025 sparsameres Heizen: Diese Möglichkeiten haben Hauseigentümer

Alleine die drastisch gestiegenen Gas- und Ölpreise lassen so manchen Hauseigentümer über die Modernisierung seiner Heizungsanlage nachdenken. Aber auch die von der Bundesregierung geplante Gesetzesänderung ab dem 01. Januar 2025 macht es notwendig, sich schon jetzt gut zu überlegen, ob nicht die Neuanschaffung einer energieeffizienteren und zudem kostensparenden Heizung sinnvoll ist.

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Jede ab diesem Zeitpunkt neu eingebaute Heizung soll nach dem Willen der Ampel-Koalition zu mindestens 65 Prozent mittels erneuerbarer Energien betrieben werden. Wer da jetzt auf das falsche Pferd oder besser: die falsche Heiztechnik setzt, für den kann es zukünftig richtig teuer werden. Denn bei klimaschädlichen Systemen ist mit zusätzlichen Abgaben zu rechnen. Deshalb lohnt es sich doppelt, die verschiedenen Angebote der Heizungsbauer bereits jetzt und mit Blick auf die Zukunft etwas genauer miteinander zu vergleichen.

Egal welche Heiztechnik in Bezug auf die jeweilige und individuelle Wohnsituation als die bessere erscheint, lohnt es sich, diese frühzeitig zu planen. Wer wartet, bis die eigene Heizung ihren Geist aufgibt - was zumeist in der Heizperiode geschieht -, der ist oft gezwungen, das System zu wählen, welches möglichst schnell beim Heizungsbauer verfügbar ist. Dies ist dann nicht notwendigerweise die bessere Wahl. Auch sollte klar sein, dass die Investition in eine neue Heizung zumeist eine Entscheidung für die nächsten 20 bis 25 Jahre darstellt. Welche Möglichkeiten gibt es also und welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Anlagen?

Diese Heizsysteme gibt es - ein Überblick

Als Erstes wäre die klassische Variante zu nennen: Der Kamin, der Holzofen oder neuerdings die Pelletheizung. Hier ist jedoch gleich Vorsicht geboten, denn aufgrund der Bundesimmissionsschutzverordnung (1.BImSchV) müssen bis Ende 2024 alle alten Kaminöfen, Kachelofeneinsätze sowie Heizkamine, die mit einer Typprüfung zwischen dem 01. Januar 1985 bis einschließlich 21. März 2010 versehen sind, nachgerüstet oder sogar ausgetauscht werden, wenn sie die in Bezug auf Staub und Kohlenmonoxid vorgegebenen Grenzwerte nicht erfüllen. Die neuen Modelle erfüllen zwar diese Vorschriften und auch deren Kosten halten sich in Grenzen, aber sonderlich umweltfreundlich sind weder die modernen Holzöfen noch die Pelletheizungen. Denn gerade unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes reicht es als Kriterium definitiv nicht aus, dass die Rohstoffe in Form von Bäumen wieder (jedoch relativ langsam) nachwachsen. Ganz besonders in Bezug auf den Klimaschutz sollten besser weniger als mehr Wälder abgeholzt werden. In Bezug auf die Kosten sind sowohl die gesetzlich vorgeschriebenen drei- bis viermaligen Besuche des Schornsteinfegers pro Jahr mit ins Kalkül zu ziehen als auch die Tatsache, dass aufgrund steigender Nachfrage die Kosten für Holz und Pellets wie auch für die entsprechenden Öfen in den kommenden Jahren vermutlich deutlich steigen werden.

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Eine erheblich umweltschonendere, wenn auch bei der Anschaffung relativ teure Variante stellt etwa eine Wärmepumpen-Heizung dar. Diese entzieht der Luft, dem Erdreich oder auch dem Grundwasser überschüssige Wärme, welche sowohl zum Heizen als auch zur Warmwasser-Erzeugung genutzt werden kann. Sie gilt als äußerst wartungsarm - meist nur alle zwei Jahre eine Überprüfung durch einen Techniker - und wird als äußerst umweltfreundlich gepriesen. Letzteres stimmt aber nur dann, wenn der Standort ideal, das Haus gut wärmegedämmt ist sowie am besten Flächenheizungen vorhanden sind. Andernfalls muss außer dem Betrieb der Pumpe mit Strom auch noch eine Art Heizstab zusätzlich mit Strom betrieben werden. Dies kann ganz besonders bei weniger optimal installierten Systemen zu enormem Stromverbrauch führen.

Ganz besonders umweltfreundlich ist diese Form des Heizens jedoch dann, wenn der benötigte Strom aus einer hauseigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach stammt. Auf dem Dach lässt sich übrigens auch eine Solarthermie-Anlage anbringen, welche zur Warmwassererzeugung und auch zum Heizen eine extrem kostengünstige und besonders umweltfreundliche Variante darstellt. Die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage oder auch Solarthermie und Photovoltaik kann sogar null Emissionen bedeuten und zudem auch noch null Euro Heizkosten. Lediglich die Investition in die Anlage verursacht zunächst einmal höhere Kosten, die sich aber durch staatliche Zuschüsse deutlich reduzieren lassen.

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