Der Spritpreis sinkt seit einigen Wochen. Grund dafür sind geplatzte Abmachungen der OPEC (u.a. Saudi-Arabien) mit Russland und die sinkende Nachfrage. Daher scheint es attraktiv, größere Mengen zu tanken und zu lagern. 

Welche Risiken gibt es bei der Lagerung? Wie viel Sprit darf man überhaupt lagern? Wie und wo Sie Sprit lagern dürfen ist klar vom Gesetzgeber festgelegt. Für die Behälter und Lagerung gibt es klare gesetzliche Regeln. TÜV, Werkstatt, Auto waschen in Corona-Zeiten - hier haben wir zusammengestellt, was Autofahrer jetzt beachten müssen.

Benzin und Diesel lagern: So viel ist erlaubt

In der heimischen Garage mit einer Fläche von bis zu 100 Quadratmetern darf Diesel mit bis zu 200 Litern gelagert werden, Benzin lediglich mit maximal 20 Litern. Der große Unterschied erklärt sich aus der Entflammbarkeit der Stoffe: Benzin ist hochentzündlich.

In Tiefgaragen dürfen nur „unerhebliche Mengen“ gelagert werden. Wichtig ist, dass die Kanister dicht, fest verschließbar und bruchsicher sind. Die Gefahr des Austritts von giftigen Dämpfen kann schnell lebensgefährlich werden. 

In der eigenen Wohnung darf maximal ein Liter gelagert werden. Im Keller sind maximal 20 Liter erlaubt. Diese Obergrenze gilt auch für Mehrfamilienhäuser. Hier sprechen Sie sich also besser mit den Nachbarn ab. Und mit dem Vermieter. Beachtet werden sollte nämlich auch, ob der Mietvertrag nicht generell schon die Lagerung von Benzin und Diesel untersagt. Bei Missachtung droht sogar eine Kündigung.

Hier darf kein Sprit gelagert werden

Es gibt Orte, die gesetzlich Tabu für die Lagerung von Benzin, Diesel und Co. sind

  • Treppenhäuser (und Räume, in denen eine Treppe ist)
  • Dachböden oder Dachgeschosse in bewohnten Häusern
  • Durchgänge und -fahrten
  • Flure
  • Eingangsbereiche

Übrigens ist Diesel nicht so lange haltbar. Gerade einmal wenige Monate ist der Dieselkraftstoff haltbar, was die Lagerung eher unsinnig macht. Benzin hingegen lässt sich bis zu 20 Jahre lang lagern, allerdings darf davon nur eine geringe Menge gehortet werden.

Ob es sich angesichts der Risiken lohnt, nun Sprit zu horten, ist eine andere Frage. Der Nutzen einer Lagerung scheint bei einer Abwägung mit dem Sicherheitsrisiko eher gering.

Haltbarkeitsdatum auch für Kunststoffkanister

Kanister aus Kunststoff sind zwar für die meisten Privatpersonen die gängige Wahl für den Transport und die Lagerung von Kraftstoffen. Allerdings gibt es dabei etwas Wichtiges zu beachten: Der Gesetzgeber schreibt klar vor, dass Kunststoffkanister nur 5 Jahre nach der Herstellung verwendet werden dürfen. Das Herstellungsjahr ist anhand der Verpackungscodierung auf dem Kanister ersichtlich. Wenn Kunststoffkanister nicht nach maximal 5 Jahren entsorgt werden und diese darüber hinaus benutzt würden, droht sogar eine Geldstrafe von bis zu 800 Euro.