Händler erwarten aktuell Lieferengpässe bei dem nächsten Produkt: Tomatenkonserven.

"Der Tomatenmarkt ist nun endgültig in einer Art Eskalation angekommen", schreibt es der Großhändler Otto Franck in seinem aktuellen Branchenbericht. 

Aldi, Rewe, Edeka & Co. drohen leere Regale: Tomatenkonserven werden knapp

Der Kampf um italienische Tomaten hat wohl bereits begonnen - dabei ist aktuell noch nicht einmal Erntezeit. Einige Lieferanten hätten bereits angekündigt, "dass man bei allen Kunden Lieferkürzungen vornehmen müsse".

Auch der deutsche Konservenhersteller Hengstenberg warnt aktuell vor Lieferengpässen bei Produkten, die aus italienischer Ernte stammen. Nach eigenen Angaben ist er mit 24,5 Prozent deutscher Marktführer. Zu seinen Marken gehören zum Beispiel Oro di Parma und Oro d’Italia.

Geschäftsführer Andreas Reimer erklärt die Preiserhöhung gegenüber der "Lebensmittel Zeitung" so: "Die Anbaufläche in Italien geht um etwa 10 Prozent zurück, unter anderem weil sich die Landwirte für andere Kulturen entscheiden. Es wird bei Tomatenkonserven zu erheblichen Kostensteigerungen kommen, die wir an den Handel weitergeben müssen."

Preissteigerungen bei Tomaten-Rohware

Der Preis von Tomaten-Rohware aus Norditalien liege jetzt schon rund 18 Prozent über dem Wert vom Vorjahr. Dazu kommen grundsätzliche Preissteigerungen und Lieferengpässe bei Verpackungen wie Dosen oder Glas. Da es 2021 eine hohe Nachfrage gab, kann außerdem nicht auf Lagerbestände zurückgegriffen werden. 

Der italienische Hersteller Mutti kündigt ebenfalls Preiserhöhungen an. Dennoch sehe er seine Versorgung mit Tomaten aktuell als gesichert. Laut Branchenexperten gebe es jedoch für Schältomaten aus der Dose nur wenige Alternativen zu den italienischen Waren. Der Grundstoff für Tomatenmark komme jedoch bei einigen Herstellern ohnehin aus China.

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