Krakau
Von Franken in die Welt

Reisen ab Franken: Die Vielseitigkeit von Krakau erleben - wieso sich ein Trip in die polnische Stadt lohnt

Krakau wird als Reiseziel immer beliebter. Doch was hat die zweitgrößte Stadt Polens alles zu bieten? Annika Seidel von inFranken.de war selbst vor Ort und berichtet von ihren Reise-Erfahrungen.
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Das Herzstück von Krakau ist der große Marktplatz mit der Marienkirche. Symbolfoto: steel902/pixabay.com
Das Herzstück von Krakau ist der große Marktplatz mit der Marienkirche. Symbolfoto: steel902/pixabay.com
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Das hat Krakau als Reiseziel für einen Kurzurlaub zu bieten: Vom Airport Nürnberg dauert es mit dem Flugzeug gerade einmal 1,5 Stunden nach Krakau. Im aktuellen Winterflugplan des Flughafens wird das Ziel leider nicht angeflogen, aber auch mit dem Auto lässt sich die Strecke von 820 Kilometer mit ein wenig mehr Zeitaufwand auf sich nehmen.

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Doch wieso geht zurzeit jeder für einen Kurzurlaub in diese polnische Stadt? Das habe ich mich gefragt, nachdem viele meiner Freunde einen Kurzurlaub dorthin gemacht hatten. Alle schwärmten mir vor, dass Krakau auf jeden Fall einen Trip wert sei. Deshalb musste ich es selbst probieren und buchte kurzerhand mit einer Freundin einen Flug in die zweitgrößte Stadt Polens. Nachdem ich selbst erleben konnte, was dort alles geboten ist, kann ich sagen: Ja, ein Kurzurlaub in Krakau lohnt sich definitiv! Und das sind die Gründe:

1. Die Preise sind in Krakau unschlagbar

Fangen wir mit dem an, was schon beim Buchen klar wird: Ein Trip nach Krakau ist auf jeden Fall billiger als nach London, Paris oder Co. Für Flug und drei Nächte im Apartment mit Frühstück wurden gerade einmal 170 Euro fällig. Und auch sonst sind die Lebenskosten einfach günstig: Egal ob Uber fahren, Sehenswürdigkeiten ansehen, Essen oder Feiern gehen. Wenn für solche Aktivitäten nicht viel ausgegeben werden muss, macht meiner Meinung nach alles noch ein wenig mehr Spaß.

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2. Die prachtvolle Altstadt von Krakau ist sehr sehenswert

Doch auch abseits günstiger Preise kann Krakau als Destination für einen Städtetrip punkten. Zusätzlich ist die prachtvolle Altstadt einfach sehenswert: Zahlreiche Bauwerke der Gotik, Renaissance und des Barock prägen das Stadtbild.

Was das Ganze noch schöner macht, ist, dass die ganze Altstadt von einem grünen Park umrundet wird.

Auf dem Wawelhügel mit Schloss und Kathedrale sind zahlreiche polnische Könige und wichtige historische Persönlichkeiten begraben. Kein Wunder also, dass Krakau noch immer als heimliche Hauptstadt Polens bezeichnet wird.

Um diese ganzen Sehenswürdigkeiten zu erkunden, empfehle ich an einer Free Walking Tour teilzunehmen. Bei diesen darf man dem Reiseführer zum Ende der Tour einen Betrag geben, den man für angemessen hält. So wird man - wieder mal preisgünstig - durch die Stadt geführt und erhält alle wichtigen Informationen sowie einiges Insider-Wissen zum polnischen Leben.

3. Das jüdische Viertel zeigt die interessante Geschichte von Krakau

Das starke Gegenteil zur prunkvollen Altstadt wartet im anderen Teil der Stadt: Das jüdische Viertel zeigt die facettenreiche, aber ebenso schreckliche Geschichte von Krakau. Auch durch das Kazimierz - so der polnische Name - haben wir an einer Free Walking Tour teilgenommen.

Ich war erstaunt darüber, wie sich beide Touren voneinander unterschieden: Das jüdische Viertel ist fern ab von prunkvoll. Es zeigt die einfache, aber authentische Lebensweise der Bürger. Mit sieben Synagogen gibt es hier weltweit die meisten Synagogen, die an einem Ort zu finden sind.

Doch auch die grausamen Erinnerungen an die NS-Zeit werden hier deutlich: Am rechten Weichselufer wurde für Juden das Ghetto Krakau errichtet. Hier wurden zeitweise 20.000 Menschen als Arbeitssklaven gefangen gehalten. Viele von ihnen wurden aus dem Ghetto zur Tötung deportiert oder dort ermordet.

Ein wenig besseres Gefühl gibt Schindlers Fabrik, die sich in der Nähe zum jüdischen Viertel befindet und heute als Museum besichtigt werden kann. Schindler beschäftigte in seiner Fabrik Juden und bewahrte sie damit vom sicheren Tod. Allerdings sollte man die Tickets für das Museum vorab buchen, da die Eintrittskarten schon früh ausbucht sind.

4. Das Essen: Krakau hat kulinarisch einiges zu bieten

Ob polnische oder internationale Küche, ob vegane Burger oder Pierogi - Krakau hat kulinarisch einiges zu bieten. Letztere muss man bei einem Besuch auf jeden Fall probieren: Pierogi sind Teigtaschen, die mit allem möglichen gefüllt sind. Außerdem ist die polnische Küche berühmt für ihre Suppen, beispielsweise aus Roter Beete.

Die polnische Version der Pizza ist ein überbackenes Baguette mit dem Namen Zapiekanka. Die besten davon gibt es am Plac Nowy im jüdischen Viertel. Außerdem gilt auch hier: Man kann sich ordentlich die Bäuche vollschlagen, weil das Essen unschlagbar günstig ist.

5. Das Feiern in Krakau: Es gibt vielzählige Ausgehmöglichkeiten

Mit 30.000 Studierenden in der Stadt liegt das Durchschnittsalter eines Krakauer bei 26 Jahren, erzählte uns der Guide bei der Free Walking Tour. Und das macht sich auch bei den Ausgehmöglichkeiten bemerkbar: Unzählige Clubs und Bars reihen sich in der Altstadt sowie im jüdischen Viertel aneinander.

Um die Vielseitigkeit der Feiermöglichkeiten zu erkunden haben wir beim "Krakau Crawl" mitgemacht. Für etwa zehn Euro wird man in einer geschlossenen Gruppe von Club zu Club geführt, insgesamt sind fünf Locations beim Eintrittspreis dabei. Wir empfanden den Pub Crawl als einen so guten und lustigen Abend, dass wir am nächsten Tag gleich noch mitgegangen sind. Fazit: In Krakau kann man richtig gut weggehen!

Wieso Krakau ein ideales Reiseziel für einen Kurzurlaub ist

Abschließend kann ich das Stimmungsbild meiner Freunde auf jeden Fall bestätigen, denn Krakau ist definitiv eine Reise wert! Ich wurde von der polnischen Stadt positiv überrascht, denn meine Erwartungen - vielleicht auch, weil ich nicht wirklich welche hatte - wurden übertroffen. Bei einem Kurzurlaub übers Wochenende ist genug Zeit, um die ganze Stadt zu erkunden. Doch ich bin mir sicher, dass man auch bei einem zweiten Aufenthalt ebenfalls wieder neue Seiten von Krakau entdecken würde.

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