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In der Karibik Sonne tanken: Diese Reiseziele sind im Winter günstiger

Viele Reiseveranstalter haben in ihren Winterkatalogen die Preise für Fernreisen gesenkt. Pauschalurlaub in der Karibik, den Emiraten und Thailand ist im Durchschnitt deutlich günstiger als im Sommer.
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Im Winter lässt sich in einigen Ländern um einiges günstiger Sonne tanken. Symbolfoto: Adobe Stock
Im Winter lässt sich in einigen Ländern um einiges günstiger Sonne tanken. Symbolfoto: Adobe Stock

In den Sommerferien wollen sich die wenigsten Urlauber vorstellen, dass es in einigen Monaten wieder grau und trübe in Deutschland sein wird. Doch es gibt Abhilfe: Die Reiseveranstalter haben bereits ihre Winterkataloge in die Reisebüros gebracht. Und die Hotels von der Karibik über die Malediven bis Thailand zur Buchung freigegeben. Viele Fernreiseziele seien zum Winter günstiger, heißt es. Doch was bedeutet das genau? Und wie profitieren Urlauber?

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Welche Reiseländer werden im Winter günstiger angeboten?

Karibik: Deutliche Preisabschläge haben Veranstalter vor allem für die Karibik angekündigt. Bei Tui wird Pauschalurlaub in Punta Cana in der Dominikanischen Republik und auf Kuba um bis zu zehn Prozent günstiger als im Vorwinter. Ein Minus von fünf Prozent nennt der Marktführer auch für Mexiko. Zehn Prozent weniger für die "Dom Rep", Kuba und Mexiko sind es nach eigenen Angaben auch bei Alltours. Bei Thomas Cook Signature und Neckermann sowie DER Touristik ist die Karibik leicht günstiger geworden. In der Region warten im Winter also Schnäppchen, vor allem mit einem Frühbucher-Rabatt.

Indischer Ozean: Die Malediven und Mauritius sind Top-Winterziele für sonnenhungrige Urlauber und Honeymooner. Das Bild bei den Veranstaltern ist uneinheitlich. Die Malediven-Preise bei Tui und Thomas Cook Signature legen im Schnitt um zwei Prozent zu. Alltours und DER Touristik haben die Preise dagegen zum Teil klar gesenkt - um bis zu sieben Prozent im Fall der Malediven. Mauritius ist bei DER dagegen um fünf Prozent teurer geworden.

Thailand: Plus ein Prozent bei Thomas Cook Signature/Neckermann, keine Veränderung bei Tui, minus fünf Prozent bei Alltours, minus zwei Prozent bei DER Touristik mit den Marken Dertour, ADAC Reisen, Meiers Weltreisen, ITS und Jan Reisen - das Bild ist uneinheitlich. Vietnam als Alternative bleibt weitgehend preisstabil. Nur DER Touristik hat Pauschalreisen um satte zehn Prozent vergünstigt.

Südafrika: Nach zuletzt sinkenden Preisen wird es in dem beliebten Safariland mit Kapstadt und Krüger-Nationalpark tendenziell wieder teurer: DER Touristik hat die Pauschalpreise um fünf Prozent erhöht, bei Tui und Thomas Cook/Neckermann sind es drei Prozent.

Emirate: Zählt in der Touristik als Mittelstreckenziel, für die meisten Reisenden ist es aber gefühlt ein Fernziel. Einige Veranstalter haben hier kaum an den Preisen geschraubt. Bei DER Touristik sind die Paketpreise jedoch um 15 Prozent gefallen, bei Tui um fünf Prozent.

Warum sinken die Preise für manche Länder so stark?

Welche Preise die großen Veranstalter anbieten können, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Nachfrage der Reisenden, Kerosinkosten, Hotelpreise - und Währungseffekte. Letzteres gilt vor allem für Ziele, in denen die Veranstalter nicht in Euro, sondern in Dollar einkaufen. Neben den USA ist das zum Beispiel die Karibik.

Tourismusforscher Prof. Torsten Kirstges von der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven erklärt den Effekt: "Der Dollar ist natürlich für Amerika-Reiseveranstalter - auch für Südamerika - unmittelbar relevant." Doch er wirke sich auch auf andere Reiseziele aus: "Sei es, weil mit den dortigen Leistungsträgern in Dollar abgerechnet wird, oder weil zum Beispiel Kerosin in Dollar fakturiert wird, oder weil die Dollar-Entwicklung auch den Kurs anderer Währungen beeinflusst." Besonders außerhalb Europas ist das oft so.

Währungseffekte - etwa ein besserer Dollar-Euro-Kurs - zeigen sich häufig mit etwas Verspätung in den Reisepreisen. Denn die großen Veranstalter sichern sich mit sogenannten Termingeschäften einen Teil der nötigen Devisen, wie Kirstges erläutert. "Bei Währungsabsicherung besteht ein zeitlicher Vorlauf von fünf bis zehn Monaten vom touristischen Einkauf bis zur Reisesaison." Hat der Veranstalter Leistungen clever eingekauft, kann er günstige Preise anbieten.

Wird meine Reise auf jeden Fall preiswerter?

"Karibik um bis zu zehn Prozent günstiger": Solche Aussagen von Veranstaltern müssen Reisende mit Skepsis zur Kenntnis nehmen. Sie bedeuten nämlich keineswegs, dass eine konkrete Reise tatsächlich günstiger als in der vergangenen Saison ist. Kein Reisender bucht zu Durchschnittspreisen. Es kommt immer auch auf Reisetermin, Hotel und Zimmerkategorie an. Hinzukommen die sogenannten X-Produkte. Dabei berechnen die Veranstalter den Reisepreis tagesaktuell anhand verfügbarer Flug- und Hotelpreise. Hier verändert sich der Reisepreis innerhalb der Saison mitunter noch sehr stark.

Wie profitiere ich als Individualreisender von Währungskursen?

Anders als ein Reiseveranstalter sichert sich ein Urlauber keine Devisen durch Termingeschäfte mehrere Monate im Voraus. Profitieren kann er von Währungsentwicklungen trotzdem. Ein starker Euro senkt die Kosten etwa für Hotelbuchungen in einem Land (zum Beispiel über ein Online-Portal) und alle Nebenkosten, also das Essen, Transportmittel sowie Shoppingartikel und Souvenirs. Das gilt nicht nur bei Fernzielen. Ein Beispiel ist die Türkei: Dort bekamen Urlauber vor einem Jahr etwa vier Lira für einen Euro - heute sind es 5,6 Lira.

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Fazit: Wer bei Pauschalreisen im Winter zu den fernen Sonnenzielen sparen möchte, sollte die Angebote für die Karibik vergleichen. Dort sinken die Preise tendenziell am stärksten. Ansonsten gilt: immer genau hinschauen und durchrechnen - nach den eigenen Bedürfnissen.

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