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Corona in Österreich: Deutschland erklärt Wien zum Risikogebiet - was Reisende beachten müssen

Wer Urlaub in Österreich machen will, muss einige Corona-Regeln beachten. Das Bundesland Wien gilt neuerdings sogar als Risikogebiet. InFranken.de verrät, welche Beschränkungen und Maßnahmen in Österreich gelten.
 
Wien, Hofburg, Fiaker, Österreich
Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die deutsche Bundesregierung die Österreichs Hauptstadt Wien zum Risikogebiet erklärt und eine entsprechende Reisewarnung ausgesprochen. Foto: andreas N/Pixabay

Urlaub in Österreich ist auf vielfältige Art und Weise möglich: Egal, ob Wandern, Biken oder Skifahren in den wunderschönen Bergkulissen, Entspannen an den märchenhaften Bergseen oder Sightseeing in traditionsreichen Städten wie Wien, Salzburg oder Innsbruck - Österreich ist ein ganzjährig beliebtes Urlaubsziel.

Umso trauriger wäre es, wenn dort dieses Jahr gar kein Urlaub möglich wäre. Erst sah es so aus, als würde die Corona-Krise Urlaubern einen Strich durch die Rechnung machen. Doch nun sind die Grenzen wieder geöffnet und jedermann kann wieder in das Nachbarland Deutschlands reisen. Allerdings gelten nach wie vor einige Sicherheitsmaßnahmen. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den österreichischen Beschränkungen.

Aktuelle Reisewarnung: Bundesregierung erklärt Wien zum Corona-Risikogebiet (Stand: 16.09.2020)

Die Hotelbranche in Wien ist ohnehin schwer angeschlagen - mit einer Erholung von den Corona-Folgen wird erst in Jahren gerechnet. Nun kommt ein neuer Schlag für den wichtigen Stadttourismus in Österreichs Hauptstadt.

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die deutsche Bundesregierung die österreichische Hauptstadt Wien zum Risikogebiet erklärt und eine entsprechende Reisewarnung ausgesprochen. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch (16. September 2020) eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, in der nun auch das Bundesland Wien als einziges Risikogebiet in Österreich aufgeführt wird. «Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Bundesland Wien wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt», teilte darauf hin das Auswärtige Amt in Berlin mit.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Meist folgt kurz nach der Einstufung als Risikogebiet eine entsprechende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Corona-Pflichttest und Quarantäne für Risikogebiet-Urlauber

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet praktisch für deutsche Urlauber einen Corona-Pflichttest und Quarantäne bei der Rückkehr, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Eine Reisewarnung geht weiter: Sie ist zwar kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Vor diesem Hintergrund ist die neue Einschätzung aus Berlin ein heftiger Schlag für den für Wien wichtigen und ohnehin angeschlagenen Stadttourismus.

Die deutsche Reisewarnung verschärfe die Situation für den Wiener Tourismus noch weiter, sagte Susanne Kraus-Winkler, die Vertreterin der Hotellerie in der österreichischen Wirtschaftskammer. «Viele Unternehmerinnen und Unternehmer sind einfach nur mehr verzweifelt und überlegen, ihre Betriebe wieder komplett zuzusperren», sagte sie einer Mitteilung zufolge.

"Dramatischer kann eine Situation nicht sein"

Als Folge der Corona-Krise hatte beispielsweise das Traditionshotel Sacher am Dienstag an seinen Standorten in Wien und Salzburg 140 Mitarbeitern gekündigt. Allein in Wien sind 105 Beschäftigte betroffen. «Dramatischer kann eine Situation nicht sein», sagte Sacher-Chef Matthias Winkler. Der Umsatz bei Sacher werde 2020 bei nur 25 Prozent des Vorjahres (rund 100 Millionen Euro) liegen. Im nächsten Jahr würden es «vielleicht 30 bis 35 Prozent», so Winkler. Er rechne damit, dass der internationale Tourismus vier bis Jahre brauchen werde, um sich wieder zu erholen.

Vor allem Feiern im Familien- oder Freundeskreis sind nach Ansicht von Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) für die anhaltend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen in der gesamten Alpenrepublik verantwortlich. Das Land befinde sich in einer entscheidenden Phase, sagte Anschober am Mittwoch.

Die Prognosen gingen deutlich auseinander. Die eher positive Variante sage ein tägliches Plus von etwa 650 Fällen voraus, pessimistischere Varianten gingen von 1500 täglichen Neuinfektionen aus. Am Mittwoch wurden 768 neue Fälle verzeichnet. Auch die Zahl der belegten Krankenhausbetten beginne spürbar zu steigen, sagte Anschober.

Mit dieser Entwicklung liegt Österreich deutlich über dem Trend in Deutschland. Unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner sind die Infektionszahlen in Österreich gut drei Mal höher. 3600 der derzeit rund 6600 aktiven Fälle in Österreich werden aus Wien gemeldet. Die Schweiz hatte die österreichische Hauptstadt daher bereits auf die Liste der Risikogebiete gesetzt.

(dpa)

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inFranken.de fasst die Corona-Regeln, die in Österreich gelten, kompakt zusammen: 

  • Ist auch eine Einreise mit dem Schiff, dem Flugzeug, der Bahn oder dem Bus möglich?
    Ja, die Grenzen zu allen Nachbarstaaten sind geöffnet. Der Zugverkehr ist immer noch eingeschränkt. Züge von München über Salzburg sowie der ICE Wien-Passau sind nach Fahrplan unterwegs. Auch die Verbindung München-Bregenz-Zürich fährt.
    Austrian Airlines fliegt wieder. Unter anderem nach Berlin und München. 
    Bei einer Einreise mit dem Auto oder Bus gibt es keine Verkehrseinschränkungen.

  • Was muss ich bei der Einreise beachten?
    Außer dem üblichen Beiführen eines Reisepasses oder Personalausweis gibt es keine Besonderheiten für Deutsche bei der Einreise nach Österreich. 

  • Muss ich in Österreich in Quarantäne?
    Nein, in Österreich besteht derzeit keine Quarantänepflicht.

  • Muss ich in Österreich Mundschutz tragen?
    Seit dem 24. Juli wurde die Maskenpflicht in Österreich wieder erweitert. In Lebensmitteleinzelhandel, in Supermärkten Bank- und Post-Filialen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, Seil- und Zahnradbahnen, Reisebussen und Innenbereichen von Ausflugsschiffen, im Gesundheitsbereich, einschließlich Apotheken und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne zugewiesenen Sitzplatz muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, genauso wie bei Demonstrationen und Dienstleistungen, wenn ein 1-Meter-Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Gelten in Österreich auch Abstandsregeln?
    Ja, in Österreich ist ein Mindestabstand von einem Meter erwünscht.

  • Wie sieht es mit den Bergbahnen und Berghütten aus?
    Bergbahnen sind wieder im Betrieb und dürfen mit weniger Insassen fahren. Mindestabstand muss eingehalten werden und das Tragen einer Gesichtsmaske ist Pflicht.
    Außerdem werden wieder Schutzhütten für Bergwanderer angeboten. Auch hier muss ein Mindestabstand eingehalten werden und Gesichtsmasken sind Pflicht.
    Auf schmalen Bergwegen und Steigen muss ebenfalls Mund-Nasen-Schutz getragen werden und Sicherheitsabstand gehalten werden.

  • Sind Restaurants, Cafés und Museen geöffnet?
    In den schon etwas länger wieder geöffneten Restaurants und Cafés entfallen einige bislang gültige Regeln, darunter auch die Pflicht, beim Betreten eines Lokals einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Sperrstunde in der Gastronomie wurde auf 1 Uhr ausgeweitet.

  • Haben Seen und Freibäder geöffnet?
    Ja. Allerdings gelten strenge Auflagen. Oftmals müssen Tickets online reserviert werden. Außerdem müssen Abstandsregeln eingehalten und Masken außerhalb der Becken und Duschräume getragen werden.

  • Was passiert, wenn ich gegen die Auflagen verstoße?
    Der Strafrahmen der Bußgelder reicht von 25 bis 3600 Euro.
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Weitere Informationen zum Sommerurlaub in Österreich 2020 während der Corona-Krise finden Sie unter anderem beim  "Auswärtigen Amt", dem Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten und beim "ADAC"

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(aa)