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Corona-Regeln

Corona-Urlaub in den Herbstferien: In diese Länder können Sie reisen

Die Herbstferien bieten dieses Jahr nochmal die Chance, zu verreisen. Doch wohin ist das überhaupt möglich? inFranken.de zeigt, in welchen Ländern Sie im Herbst 2020 Urlaub machen können.
 
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Corona-Urlaub in den Herbstferien: Wir fassen kompakt zusammen, wohin Sie reisen können. Symbolfoto: pixabay.com

Der Herbst ist in vollem Gange: Während in vielen Bundesländern die Herbstferien schon begonnen haben, stehen diese in Bayern immer noch vor der Tür - und damit eine der letzten Möglichkeiten für einen Familienurlaub in diesem Jahr. Wegen der steigenden Corona-Zahlen in vielen Ländern Europas ist eine Reise ins Ausland jedoch eher kompliziert. 

Wer seinen Sommerurlaub aufgrund der Corona-Pandemie nicht antreten konnte, lechzt wahrscheinlich nach Erholung im Ausland. Die Sehnsucht nach Sonne und Strand oder nach Bergluft steigt. Besonders beliebt sind dabei Länder, wo es auch noch im Oktober warm ist. Trotz Corona zählt Spanien als sehr gefragtes Ziel für die Herbsturlauber. Der Reisekonzern "TUI" in Hannover bestätigt: "Es gibt noch viele Buchungen." Dazu zählen auch die Kanaren, die nach der Erklärung zum Risikogebiet bald wieder geöffnet werden sollen. Ebenfalls beliebt sind zudem die griechischen Inseln Rhodos, Kreta und Korfu. Den größten Zuwachs an Buchungen bei "TUI" konnte aber Deutschland selbst verzeichnen. "Viele Menschen haben Wander- oder Sporturlaub in der Heimat gebucht - oder haben den Sommer übersprungen und sind gleich in den Herbst gegangen."

Corona-Urlaub: Länder wappnen sich gegen erneuten Ausbruch

Wer ins Ausland will, sollte vor der Abreise einen Blick auf eine Online-Liste des "Robert Koch-Instituts (RKI)" und auf die Reise- und Sicherheitshinweise des "Auswärtigen Amtes (AA)" werfen. Dort wird regelmäßig aktualisiert, welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten - mit entsprechender Quarantänepflicht bei Rückkehr: "Ein Land wird nicht mehr als Risikogebiet eingestuft, wenn ein stabiler epidemiologischer Trend mit Unterschreiten der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche vorliegt", erläutert das "Gesundheitsministerium". Neben dem Inzidenzwert fließen weitere Faktoren ein, die gemeinsam mit weiteren Behörden, wie dem "Außenministerium" bewertet werden: etwa Art und Ausmaß von Ausbrüchen und Krisenmaßnahmen zur Corona-Eindämmung wie Tests.

Die Corona-Regeln sind oftmals deckungsgleich. Allerdings gibt es auch Unterschiede in den Maßnahmen. Dies gilt es in den Ländern zu beachten: 

  • Spanien
    Nach wie vor ist Spanien Corona-Risikogebiet. Eine Einreise ist dennoch theoretisch möglich, allerdings kann durch die Gesundheitsbehörde eine visuelle Kontrolle des Einreisenden erfolgen. Außerdem muss beachtet werden, dass für die autonomen Gemeinschaften im Land besondere Regeln gelten:  Städte, deren Inzidenzwert bei über 500/100.000 Einwohner innerhalb 14 Tage liegt, eine Testpositivrate von über zehn Prozent haben und bei denen mehr als 35 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind, sollen eine strenge Ausgangssperre verhängen. Touristen können dann nicht einreisen.

    Doch auf der bei vielen Deutschen besonders beliebten Urlaubsinsel Mallorca hoffen Hoteliers, Reiseveranstalter und Gastwirte auf die baldige Rückkehr der Touristen. Obwohl es derzeit kaum Urlauber auf "Malle" gibt, waren nach Angaben der Branche zuletzt 230 Hotels weiter in Betrieb. Immerhin rund 28 Prozent des Gesamtbestands. Eine Einreise ist nur mit Ausfüllen eines Online-Formulars möglich. Bei Corona-Symptomen oder einer Körpertemperatur von über 37,5 Grad muss ein PCR-Test durchgeführt werden. Im Falle eines positiven Bescheids wird Quarantäne verordnet. Für Rückkehrer aus Mallorca gilt die Quarantäne-Regelung  in Deutschland mindestens bis zum 08. November.

    Anfang September stufte das RKI auch die kanarischen Inseln als Risikogebiet ein. Einreisende müssen ein Online-Formular ausfüllen. Bei der Einreise wird zudem Fieber gemessen. Bei einer Körpertemperatur von mehr als 37,5 Grad oder auffälligen Corona-Symptomen muss ein PCR-Test durchgeführt werden. Im Falle eines positiven Testergebnisses wird eine Quarantäne angeordnet. Was Sie in einem Corona-Urlaub in Spanien beachten müssen, finden Sie hier. 

    Weiterhin warnt das "Auswärtige Amt" noch vor insgesamt 160 Ländern, welche das sind, finden Sie hier.

  • Italien
    Nach sehr geringen Infektionszahlen im Juni und Juli steigt die Zahl der neuen Fälle wieder. Am 18. Oktober wurden erstmals mehr als 11.700 Fälle gemeldet, eine Einreise ist jedoch nach wie vor ohne Einschränkungen möglich. Nur bei Covid-19 Symptomen oder Kontakt mit einem Infizierten kann eine 14-tägige Quarantäne verordnet werden. Bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests wird diese auf 10 Tage reduziert. 

    In Italien gelten weiter Regeln wie eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und im gesamten öffentlichen Raum. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahren. Weiterhin gelten auch Abstandsregeln von ein bis zwei Metern.

    Wer auf die beliebte Ferieninsel Sardinien reisen möchte, muss sich 48 Stunden vorher online anmelden. Die Pflicht, bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorzuweisen oder sich nach Ankunft testen zu lassen, wurde nach einem Gerichtsurteil vorerst ausgesetzt. Auf was Sie außerdem bei einem Urlaub in Italien achten sollten, erfahren Sie hier.

  • Griechenland & Zypern
    Im Gegensatz zu anderen Destinationen verzeichnen Griechenland und Zypern weiter niedrige Corona-Zahlen, mit jedoch steigender Tendenz seit einigen Wochen. Die Einreise aus Deutschland ist erlaubt, allerdings müssen Reisende sich mindestens 48 Stunden vor Reisebeginn auf Internetseiten anmelden und angeben, von wo sie kommen.

    Außerdem werden Einreisende an Flughäfen und Häfen stichprobenartig Corona-Tests unterzogen. Maskenpflicht herrscht in beiden Ländern in geschlossenen Räumen - etwa Banken oder Supermärkten. In stärker frequentierten Regionen können die Regeln jedoch auch verschärft werden: So gilt in Athen und Thessaloniki oder auf Kreta Maskenpflicht sogar im Freien, Bars und Restaurants müssen dort um Mitternacht schließen. Details zu den Regelungen können Sie in diesem Artikel nachlesen.
  • Schweiz
    Angesichts steigender Fallzahlen hat die Schweiz ihre Einreise-Bestimmungen neu justiert. Die Bundesländer Berlin und Hamburg gelten seit dem 12. Oktober 2020 als Risikogebiet - "Für Reisende, die sich dort in den letzten 10 Tagen aufgehalten haben, gilt dann bei Einreise in die Schweiz eine zehntägige Quarantänepflicht, die auch nicht durch ein negatives COVID-19-Testergebnis verkürzt werden kann", schreibt das Auswärtige Amt. Diese Maßnahme gilt für alle Einreisende aus Risikogebieten. 

    In der Schweiz selbst klettert die Zahl der Corona-Infektionen seit ein paar Wochen wieder. Immer mehr Städte führen eine Maskenpflicht ein. Außerdem hat das "Auswärtige Amt" für mehrere Kantone in der Schweiz eine Warnung herausgegeben. Welche das sind, finden Sie hier.

  • Österreich
    In der Alpenrepublik steigt aktuell die Zahl der Neuinfektionen. Bereits seit dem 14. September 2020 gilt landesweit in Geschäften wieder eine Maskenpflicht. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln im Beherbergungsbetriebe und in der Gastronomie ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht.  Für Veranstaltungen im Innen- oder Außenbereich wurden die Bedingungen deutlich verschärft. Alle Regeln im Überblick.

    Die Regeln für die Ein- und Durchreise aus Deutschland sind von den neuen Maßnahmen nicht betroffen. Sie ist beinahe problemlos möglich, in Grenznähe finden stichprobenartige Kontrollen statt - so auch an den Grenzen zu Ungarn, Slowenien und Italien. Wer in den zehn Tagen vor der Einreise in einer in Österreich als Corona-Risikogebiet geltenden Region war, muss für die Einreise mit Aufenthalt einen negativen PCR-Corona-Test nachweisen oder in Quarantäne gehen. 
  • Tschechien
    Weil sich das Coronavirus in Tschechien weiterhin rasant ausbreitet, wird das gesamte Land seit Ende September als Risikogebiet eingestuft.  Einreisende müssen bis zur Vorlage eines negativen Corona-Tests in Quarantäne. 

    Nach dem ausgerufenen Corona-Notstand Anfang Oktober hat die tschechische Regierung weitere Maßnahmen verhängt: Restaurants, Kneipen und Bars bleiben geschlossen, zudem ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit untersagt. Sport- und Kulturveranstaltungen wurden abgesagt, Sehenswürdigkeiten bleiben vorübergehend geschlossen. Sowohl in geschlossenen Räumen, als auch im Freien dürfen sich maximal sechs Personen treffen. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Haltestellen und Innenräumen gilt eine Maskenpflicht.

    In Deutschlands Nachbarland Tschechien ist erstmals die Schwelle von 10.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden überschritten worden. Am 16. Oktober meldeten die Ämter einen landesweiten Rekordanstieg von 11.105 positiven Corona-Testergebnissen. Alle weiteren Details dazu haben wir für Sie in einem gesonderten Artikel zusammengefasst.

  • Kroatien
    Das "Auswärtige Amt" hat seine Reisewarnungen für Kroatien ausgeweitet. Mittlerweile zählen zehn Gespanschaften zu den Risikogebieten: Seit Samstag zählt auch die Hauptstadt Zagreb dazu.  Eine Einreise nach Kroatien ist allerdings gestattet, aktuell besteht keine Quarantänepflicht.

    Für deutsche Urlauber bedeutet die Rückkehr aus einem Risikogebiet einen Corona-Pflichttest und gegebenenfalls auch Quarantäne, bis ein negatives Corona-Testergebnis vorliegt. Eine Reisewarnung ist zwar kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben.
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tl/tu/kyw/dpa