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Reisewarnungen

Neueste Reisewarnungen während Corona-Krise: Jetzt auch 15 europäische Länder betroffen

Deutsche Behörden warnen davor, sorglos in den Sommerurlaub zu fahren. Touristen könnten eine zweite Corona-Welle in Deutschland maßgeblich befeuern, heißt es. Deshalb gilt für zahlreiche Länder eine Reisewarnung. Darunter sind aktuell auch 15 europäische Länder. Ein Überblick.
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Die Bundesregierung warnt aktuell vor Urlaubsreisen in viele Länder. Am Donnerstag (6. August 2020) verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU),  dass Einreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten sich von diesem Samstag (8. August 2020) an bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Coronavirus testen lassen müssen. Seit neustem gehört auch die Region Antwerpen in Belgien zu den Risikogebieten.

Insgesamt wurden für 15 europäische Ländern zumindest teilweise Reisewarnungen ausgesprochen. Hintergrund der Warnung ist, dass die Behörden das Infektionsgeschehen kontrollieren und eine zweite Welle an Coronavirus-Ansteckungen verhindern wollen: Von "nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland" wird abgeraten

Überblick: Für diese Länder gibt es Reisewarnungen

Das "Robert-Koch-Institut (RKI)" teilt mit: "Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf einer zweistufigen Bewertung. Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neu-Infizierte pro 100.000 Einwohner gab."

In einem zweiten Schritt prüft das Auswärtige Amt, welche Maßnahmen in den entsprechenden Risikogebieten zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie getroffen werden. 

Folgende Länder stuft das "RKI" aktuell (Stand: 06. August 2020) als Risikogebiet ein (europäische Länder gefettet): 

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Albanien
  • Algerien
  • Angola
  • Antigua und Barbuda
  • Äquatorialguinea
  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Äthiopien
  • Bahamas
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Barbados
  • Belarus
  • Belgien – die folgende Provinz gilt derzeit als Risikogebiet:
    • Antwerpen
  • Belize
  • Benin
  • Bhutan
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Brasilien
  • Burkina Faso
  • Burundi
  • Cabo Verde
  • Chile
  • Costa Rica
  • Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste)
  • Dominica
  • Dominikanische Republik
  • Dschibuti
  • Ecuador
  • El Salvador
  • Eritrea
  • Eswatini
  • Gabun
  • Gambia
  • Ghana
  • Grenada
  • Guatemala
  • Guinea
  • Guinea Bissau
  • Guyana
  • Haiti
  • Honduras
  • Indien
  • Indonesien
  • Irak
  • Iran
  • Israel
  • Jamaika
  • Jemen
  • Kamerun
  • Kasachstan
  • Katar
  • Kenia
  • Kirgisistan
  • Kolumbien
  • Komoren
  • Kongo DR
  • Kongo Rep
  • Korea (Volksrepublik)
  • Kosovo
  • Kuba
  • Kuwait
  • Lesotho
  • Libanon
  • Liberia
  • Libyen
  • Luxemburg
  • Madagaskar
  • Malawi
  • Malediven
  • Mali
  • Marokko
  • Mauretanien
  • Mexiko
  • Mongolei
  • Montenegro
  • Mosambik
  • Namibia
  • Nepal
  • Nicaragua
  • Niger
  • Nigeria
  • Nordmazedonien
  • Oman
  • Pakistan
  • Palästinensische Gebiete
  • Panama
  • Papua-Neuguinea
  • Paraguay
  • Peru
  • Philippinen
  • Republik Moldau
  • Russische Föderation
  • Saint Kitts und Nevis
  • Saint Lucia
  • Saint Vincent and the Grenadines
  • Sambia
  • São Tomé und Príncipe
  • Saudi Arabien
  • Senegal
  • Serbien
  • Seychellen
  • Sierra Leone
  • Simbabwe
  • Somalia
  • Spanien - folgende autonome Gemeinschaften gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Aragón
    • Katalonien
    • Navarra
  • Sri Lanka
  • Südafrika
  • Sudan
  • Südsudan
  • Surinam
  • Syrische Arabische Republik
  • Tadschikistan
  • Tansania
  • Timor Leste (Osttimor)
  • Togo
  • Trinidad Tobago
  • Tschad
  • Türkei
  • Turkmenistan
  • Ukraine
  • USA
  • Usbekistan
  • Venezuela
  • Zentralafrikanische Republik

Corona-Risikogebiete: Was bedeuten die Reisewarnungen für Urlauber?

Die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes sind keine Reiseverbote. Die Behörden wollen Urlauber lediglich darauf hinweisen, dass sie auf eigene Verantwortung im jeweiligen Land unterwegs sind. Eine Reisewarnung kann für Urlauber allerdings Auswirkungen vor Ort haben: Beispielsweise kann die Reiserücktritts- oder Auslandskrankenversicherung betroffen sein: Mögliche Arztkosten im Reiseland können durch die Versicherung verweigert werden. Zudem ist die Kostenrückerstattung bei freiwilliger Stornierung der Reise eingeschränkt. "Wenn ich bei bestehender Reisewarnung buche, habe ich diese in Kauf genommen", erklärt Sabine Fischer-Volk, Expertin für Reiserecht, der Deutschen Presse-Agentur

Die Reisewarnung der Auswärtigen Amtes bezieht sich nicht nur auf das konkrete Infektionsgeschehen vor Ort, sondern auch auf daraus entstehenden Konsequenzen: Zum Beispiel kann es zu Einschränkungen im Flugverkehr kommen. Auch drastische Quarantäne-Maßnahmen vor Ort sind möglich. 

Corona-Test für Rückkehrer aus Risikogebiet

Ab Montag (3. August 2020) müssen sich Reise-Rückkehrer aus Urlaubsgebieten einem Corona-Test unterziehen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zuletzt an. "Wir müssen verhindern, dass Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und so neue Infektionsketten auslösen", so Spahn.

Zuletzt wurden an zahlreichen Flughäfen Corona-Teststationen eingerichtet. Dort sind freiwillige Covid-19-Tests möglich, wie beispielsweise am Airport Nürnberg. 

Quarantäne nach Corona-Urlaub: Das ist zu beachten

Quarantäne-Vorschriften seien immer dann einzuhalten, wenn sich Urlauber innerhalb der vergangenen zwei Wochen vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten hätten, teilt das Auswärtige Amt mit. Wichtig sei dabei die vom "RKI" veröffentlichte Liste an Risikogebieten. 

Urlauber, die aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren müssen: 

  • "sich nach der Einreise in Deutschland unmittelbar an ihren Zielort begeben,"
  • "sich dort für 14 Tage häuslich isolieren und"
  • "sich per E-Mail oder Telefon bei der für Sie zuständigen Behörde, in der Regel das Gesundheitsamt am Wohnort bzw. Ort der Unterkunft, melden."

     

Keine Risikogebiete: Für diese Länder gilt keine Warnung

Von den Reisewarnungen sind die meisten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) ausgenommen:

Spanien und Belgien sind dabei ein Sonderfall: Einzelnen Regionen werden dort als kritisch eingestuft. Die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gelten für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun auch als Risikogebiete. Auch die belgische Region Antwerpen wurde nun als Risikogebiet eingeschätzt.

Zudem gelten diese nicht für im Schengen-Raum assoziierte Staaten:

  • Island
  • Liechtenstein
  • Norwegen
  • Schweiz

Außerdem kein Risikogebiet: 

  • Andorra
  • Großbritannien
  • Monaco
  • San Marino
  • Vatikanstaat

Alle aktuellen Informationen rund um Reisewarnungen und Urlaubshinweise der Bundesregierung finden Sie hier

Die Lage in den betroffenen Ländern kann sich schnell ändern. Für neue Reisewarnungen und Risikoeinschätzungen empfiehlt es sich, regelmäßig die Hinweise der Auswärtigen Amts und des RKI zu überprüfen. In der Corona-Krise ereignen sich auch sonst täglich neue Entwicklungen. Alles Wichtige zur Pandemie erfahren Sie im News-Ticker von inFranken.de.