Berlin
Corona-Einreiseregeln

Entscheidende Corona-Änderungen ab morgen: Urlauber können aufatmen

Ab Donnerstag treten neue Corona-Regeln für Urlauber in Kraft. Vor allem Familien mit Kindern sollen davon profitieren. Eine weitere Meldung überschattet die neuen Erleichterungen allerdings.

Bei den Corona-Regeln für Urlaubsrückkehrer nach Deutschland kommen ab diesem Donnerstag (3. März 2022) Erleichterungen, besonders für Familien mit Kindern. Pikant: Vorerst sind die Erleichterungen unwichtig - zur Freude vieler Urlauber. Das Bundeskabinett billigte entsprechende Änderungen der Einreiseverordnung, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mitteilte.

Als Hochrisikogebiete mit weitergehenden Auflagen bei der Einreise sollen nur noch Länder gelten, in denen gefährlichere Virusvarianten als Omikron grassieren. Kinder unter zwölf Jahren sollen sich bei Rückkehr aus Hochrisikogebieten direkt aus einer Quarantäne frei testen können, für Kinder unter sechs soll sie für diese Gebiete entfallen.

Corona-Einreiseregeln: Diese Änderungen müssen Urlauber wissen - doppelte Erleichterung

Ein, in diesem Zusammenhang nicht unwesentlicher Punkt: "Ab Donnerstag, 3. März 2022 um 0:00 Uhr, gelten daher mit Inkrafttreten der „Dritten Änderungsverordnung der Coronavirus-Einreiseverordnung“ keine Staaten/Regionen mehr als Hochrisikogebiete." Das schreibt das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite. Dadurch treten die Einreise-Erleichterungen zwar in Kraft, sind aber vorerst nicht relevant.

Minister Karl Lauterbach (SPD) hatte schon bei der Vorstellung der Pläne deutlich gemacht, dass Reisen für Familien leichter werde. Sie sollten im Urlaub aber weiter vorsichtig sein. Bestimmungen würden gelockert, nachdem die Omikron-Welle ihren Zenit überschritten habe.

Die Neuregelungen sollen bereits ab Donnerstag greifen, wie das Ministerium erläuterte - zunächst war Freitag angepeilt worden. Generell gilt für Einreisen aus allen Ländern weiterhin die 3G-Regel: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test haben.

Diese Länder gelten ab sofort als Hochrisikogebiet

Als Hochrisikogebiete sollen künftig nur noch Gebiete eingestuft werden, in denen Varianten mit «besorgniserregenderen Eigenschaften» grassieren als die hierzulande dominierende Omikron-Variante - etwa mit ähnlich krankmachenden Eigenschaften wie bei der Delta-Variante, erklärte das Ministerium. Damit sind Gebiete, in denen Omikron vorherrscht, keine Hochrisikogebiete mehr. Es entfallen auch Anmeldepflicht und Absonderungspflicht bei Einreise nach Deutschland.

Bestseller: Corona-Selbsttests bei Amazon ansehen

Für Kinder unter 12 Jahren soll es möglich werden, sich nach Rückkehr aus Hochrisikogebieten direkt aus einer sonst anstehenden fünf Tage geltenden Quarantäne frei zu testen. Bisher gilt, dass für Kinder unter 6 die Absonderung fünf Tage nach Einreise automatisch endet - aber ohne Möglichkeit, sich früher frei zu testen.

Künftig soll es in der Verordnung nun außerdem heißen: «Bei Personen, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, entfällt die Absonderung.» Diese Ausnahme solle «der besonderen psychosozialen Belastung von Kindern dieser Altersgruppe» durch eine Absonderung Rechnung tragen. Laut Ministerium gilt dies aber nicht bei Rückkehr aus «Virusvariantengebieten». So können weiterhin Länder eingestuft werden, in denen Varianten mit besonders bedrohlichen Eigenschaften auftreten - etwa mit weitreichender Umgehung des Impfschutzes.

Generell gilt für Einreisende: Wer aus Hochrisikogebieten kommt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach Einreise mit einem negativen Test daraus befreien.

Das Ministerium verweist zur Begründung für die Erleichterungen für Kinder auch darauf, dass es für Unter-12-Jährige bisher keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt. Die Reiseerleichterungen für Familien war auch ein Thema der jüngsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern Mitte Februar gewesen.

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn du auf einen dieser Links klickst bzw. darüber einkaufst, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.

Vorschaubild: © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa