Deutschland
Fehler im Urlaub

Nachmachen auf eigene Gefahr: Diese Dummheiten solltest du im Urlaub besser sein lassen

Manche Menschen kommen im Urlaub auf dumme Ideen. Doch es gibt einiges, das man besser wirklich vermeiden sollte.
Ein beliebtes Fotomotiv: der Eiffelturm. Doch auch hier lauert Gefahr.
Ein beliebtes Fotomotiv: der Eiffelturm. Doch auch hier lauert Gefahr. Foto: CC0 / Pixabay / TheDigitalArtist
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  • Andere Länder, andere Sitten
  • Was man im Urlaub besser vermeiden sollte
  • Was möglicherweise sogar im Gefängnis enden kann

Urlaub, die schönste Zeit des Jahres. Die Seele baumeln lassen, entspannen. Und möglicherweise auch mal das ein oder andere alkoholische Getränk zu viel konsumieren. Da kommt man schon mal auf blöde Ideen. Dinge, die man normalerweise vielleicht nicht machen würde. 

Doch gerade in anderen Ländern kann das ein böses Erwachen geben und plötzlich befindet man sich sogar im Gefängnis. Worauf du also unbedingt achten solltest und was du auf keinen Fall machen darfst.

Nicht alles, was du tun könntest, solltest du auch tun

Es gibt Dinge, die sind, im Nachhinein betrachtet, doch nicht so toll, wie es vorher den Anschein hatte. Diese Erfahrung hat so mancher Urlauber*in schon machen müssen, als er*sie plötzlich von der örtlichen Polizei verhaftet wurde. Im besten Fall wurde die Urlaubskasse geplündert, im schlimmsten Fall musste das gemütliche Hotelzimmer gegen eine wesentlich ungemütlichere Unterkunft im Gefängnis getauscht werden. Oft steckt noch nicht einmal eine böse Absicht dahinter.

Einige Beispiele:

  • Auf die Pyramiden klettern: Eine ganz dumme Idee. Egal, ob man damit ein politisches Statement setzen oder aber nur ein außergewöhnliches Selfie machen möchte. Es ist verboten und kann mit einer hohen Geldbuße oder sogar Gefängnis bestraft werden. 
  • Selfies: Ein Selfie vor einer tollen Kulisse ist was Tolles. Aber wenn man dafür rücksichtslos über Pflanzen trampelt, die vielleicht sogar unter Naturschutz stehen, reagieren manche Behörden sehr empfindlich. Manch einer begibt sich für das ultimative Bild sogar in Lebensgefahr. 
  • Um Geld betteln: Zugegeben, die meisten von uns werden das kaum in Betracht ziehen. Doch es gibt immer wieder Menschen, die mit einem schmalen Budget unterwegs sind und sich ihre Weiterreise so finanzieren wollen. Man nennt sie "Begpacker", also Bettel-Touristen. Diese sind oft im asiatischen Raum anzutreffen. Davon abgesehen, dass Betteln in manchen Ländern unter Strafe steht, hinterlässt man damit nicht unbedingt ein positives Bild.
  • Nacktbilder: Gerade in oder vor religiösen Stätten eine absolut dumme Idee. Nicht nur, weil es die Gefühle der Gläubigen verletzt, vor allem, wenn du dieses Bild dann noch in sozialen Netzwerken postest. In manchen Ländern stellt dies eine Straftat dar und so kann es dir passieren, dass der Erregung für den Moment eine Unterbringung in eine Gefängniszelle folgt. Und da das Internet nie vergisst, kann dir das auch bei einer möglichen Wiedereinreise blühen.
  • Tierquälerei unterstützen: Auch wenn es sich hierbei nicht unbedingt um strafbare Handlungen im klassischen Sinn handelt, solltest du manches einfach unterlassen. In vielen Touristenorten werden, um damit ein paar Euro zu verdienen, Tiere misshandelt, gequält und vorgeführt. Im asiatischen Raum sind dies oft Elefanten, die mit Gewalt dazu gezwungen werden, für Touristen Kunststücke vorzuführen. In Griechenland werden Esel in der glühenden Hitze dazu gezwungen, Touristen auf ihnen reiten zu lassen. Doch auch immer wieder dringen Urlauber*innen in Naturreservate ein, um Bilder von oder mit wilden Tieren oder deren Nachwuchs zu machen. Das bedeutet nicht nur Stress für die Tiere, sondern kann auch unter Umständen gefährlich werden, wenn der Löwin nicht gefällt, dass du mit ihren Jungen ein Selfie machen möchtest. Allerdings sind mittlerweile auch in manchen Ländern bestimmte Aktionen unter Strafe gestellt worden. 
  • Zu Filmstätten pilgern: Du liebst Game of Thrones? Oder den Strand von "The Beach"? Die Insel, auf der Luke Skywalker in Star Wars im Exil lebt? Und du würdest es gerne sehen. Verständlich, aber keine gute Idee. Denn erstens sind diese Stätten überlaufen, zweitens mittlerweile auch teuer und drittens teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt. So zum Beispiel die Insel Skellig Michael, auf der Luke Skywalker im Film lebt. Durch die Zunahme des Tourismus wurden Flora und Fauna massiv zerstört, sodass man sich gezwungen sah, sie zu sperren. 

Welche Fallstricke es noch so gibt.

Die Kamera ist im Urlaub meistens dabei. Es gibt immer und überall etwas zu fotografieren. Meistens ist dies auch problemlos möglich, so zum Beispiel für das eigene Fotoalbum. Doch wenn du Bilder auf den sozialen Netzwerken postest, kannst du auf einmal Post von einem Rechtsanwalt bekommen. Und dann wird aus dem Schnappschuss schnell ein sehr teures Bild. Wie beispielsweise der Eiffelturm, das Wahrzeichen von Paris. Am Tag kannst du ihn fotografieren und auch die Bilder in deinen sozialen Netzwerken posten. Das wird von der Panoramafreiheit abgedeckt. Allerdings sieht es bei Nacht anders aus. Gerade in der Dunkelheit, wenn der Eiffelturm illuminiert wird, möchtest du ein Bild davon haben. Steckst du es daheim ins Fotoalbum, wird das keinen interessieren, doch bei Facebook, Instagram und Co. ist das anders. Denn die Beleuchtung wird durch das private Unternehmen S.E.T.E. betrieben, welches auch die Rechte daran hält. Damit gilt der Eiffelturm in der Nacht als Kunstwerk, wofür wieder andere Rechte gelten. Auch für andere Sehenswürdigkeiten können Einschränkungen bestehen. Daher am besten vorher informieren. Doch es gibt noch weitere Fallen, die auf dich lauern.

  • Mitbringsel: Dass du keine geschützten Tier- oder Pflanzenarten mit aus dem Urlaub bringen darfst, dürfte hinlänglich bekannt sein. Aber daneben haben manche Länder einige Bestimmungen, die seltsam anmuten. So kann es dir passieren, dass du, wenn du in der Türkei Steine sammelst und sie einpackst, am Flughafen verhaftet wirst, denn es könnten sich um archäologische Artefakte handeln. Ebenso verhält es sich, wenn du in Italien Sand vom Strand mitnehmen möchtest. Das ist streng verboten und zieht mindestens eine hohe Geldstrafe nach sich. Weitere verbotene Mitbringsel: Münzen, Muscheln, sogar Kartoffeln. 
  • Medikamente: Wenn du auf Medikamente angewiesen bist, beispielsweise als Diabetiker*in, kennst du das Spiel. Vor dem Abflug eine Flugbescheinigung des Arztes anfordern, in welcher die Art deiner Medikamente aufgelistet wird und dir bescheinigt wird, dass du Spritzen etc. mit ins Flugzeug nehmen darfst. Allerdings sind nicht alle Medikamente in allen Ländern frei einführbar, insbesondere Schmerzmittel können hier zum Problem werden. In Ägypten drohte einer Touristin wegen der Einfuhr eines solchen die Todesstrafe. Allerdings war hier die Menge das Problem, denn man warf ihr vor, dass sie diese verkaufen wollte. Dennoch solltest du dich hier vorher genau informieren, um keine bösen Überraschungen zu erleben. 
  • CBD-Produkte: Das ist in einigen Ländern unter Umständen lebensgefährlich. Du solltest also solche Produkte keinesfalls mit nach Südostasien mitnehmen. Dort kann bereits bei einer geringen Menge die Todesstrafe ausgesprochen werden. Und darauf verlassen, dass man sie an Ausländern nicht vollstreckt, solltest du dich nicht. Am besten lässt du sie generell im Urlaub zu Hause.

Dies sind nur einige Beispiele. Es gibt allerdings auch Dinge, die du einfach unterlassen solltest, weil sie möglicherweise die Gefühle der Menschen verletzen. Dazu gehört, fremden Kindern über den Kopf zu streicheln. Denn im Glauben einiger Religionen ist verankert, dass im Kopf die Seele sitzt und diese Schaden nehmen könnte. Eine Tracht Prügel durch die Erwachsenen könnte darauf folgen. Prinzipiell hilft es, sich vorher über die Gepflogenheiten des Landes zu informieren, in welches man reist. Vor allem, wenn es etwas exotischer ist. Denn was hier als gute Geste gilt, kann dort beleidigend sein. Wenn du also verreist, solltest du eine wichtige Sache mit einpacken: den gesunden Menschenverstand. Der ist kostenlos und kann dir viel Ärger ersparen. In diesem Sinne: Schönen Urlaub.