Lichtenfels
Garten

Unsere Natur ist auf Frost eingestellt

Der Frost spielt in der Natur eine große Rolle. Die Minusgrad sind essenziell für Bäume, Sträucher und Früchte, die ihren maximalen Geschmack nur durch kalte Nächte erreichen.
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Frost ist essentiell für unsere Natur. Falls dieser ausbleibt könnte es Folgen Für Baum, Strauch und Frucht haben.Symbolbild: Bodo Marks/dpa
Frost ist essentiell für unsere Natur. Falls dieser ausbleibt könnte es Folgen Für Baum, Strauch und Frucht haben.Symbolbild: Bodo Marks/dpa

Lange haben uns heuer die Sommerblumen wie Dahlien und Begonien erfreut. Die Nächte mit wenig Frost haben sie nicht verschont. Normal ist es aber, dass die Sommerblumen schon vor Allerheiligen erfrieren. So war es noch vor gar nicht langer Zeit die Regel. Frost ist aber wichtig in unseren Breitengrad. Die Natur ist darauf optimal eingestellt. Fehlt dieser Kältereiz, kann das Holz an Bäumen und Sträuchern nicht richtig ausreifen. Manche Früchte wie die von Schlehen und Mispeln haben durch die Frostnächte jetzt erst den richtigen Geschmack bekommen. Bei den Gemüsearten sind es besonders Rosen- und Grünkohl, die Frost benötigen, damit sie besser schmecken. So verträgt der Zuckerhut bis fünf Grad minus. Bei stärkeren Frösten sollte er aber mit einem Vlies abgedeckt werden. Wie alle anderen Zichoriensorten hat auch der Zuckerhut einen bitteren Geschmack. Durch Frost wird dieser aber wesentlich gemildert.

Feldsalat nie auf gedünkten Stellen anpflanzen

Beim Feldsalat können sich große Mengen von Nitrat in Blättern und Stielen anreichern. Der Gehalt ist unabhängig von der Sorte. Ausschlaggebend ist die zur Verfügung stehende Menge an Stickstoff im Boden. Deshalb sollte Feldsalat auch nie auf frisch gedüngten Flächen stehen. An regnerischen und trüben Tagen wird kaum Nitrat abgebaut, welches sich somit anreichert. Sehr dunkle Blätter haben normal mehr Nitrat als helle. Am wenigsten belastet ist dann Feldsalat, der an sonnigen frostfreien Tagen geerntet wird.

Extremer Sommer schadet Bäumen bis in den Winter

Der extreme Wassermangel im Boden ist heuer besonders bei den immergrünen Gehölzen wie Buchsbaum und Ilex zu mildern. Deren Blätter oder Nadeln verdunsten nämlich auch im Winter Feuchtigkeit. Gehen diese Gehölze trocken in den Winter, bleiben Schäden bei einer längeren Frostperiode nicht aus. Deshalb ist noch ein durchdringendes Wässern der Immergrünen angesagt. Bei Regen oder Schnee bleibt die meiste Feuchtigkeit in den Nadeln oder blättern hängen und benetzt meistens nur spärlich den Boden.

In vielen Gärten wollen die Christrosen nicht so recht blühen. Bei einer Blütenverweigerung stimmen der Standort und der Boden nicht. Windgeschützt unter Sträuchern und oder an der Ostseite des Hauses fühlen sich Christrosen im Halbschatten besonders wohl. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Pflanzen genauso tief in den Boden kommen, wie sie vorher im Topf gestanden haben. Die Erde sollte kalkhaltig und locker sein. Schweren Lehmboden mögen die Christrosen überhaupt nicht. Sehr wichtig ist eine schützende Bodenbedeckung mit Laub. Baumrinde erfüllt nicht den gleichen Zweck. Christ- und auch Lenzrosen sollten möglichst lang und ohne Standortwechsel sich entwickeln können. Die Stauden erreichen so ein Alter von über 25 Jahren. Wenn die Christrosen in einem Gefäß stehen, können sie auch aus dem Freien vor Beginn einer großen Kälte in einen sehr kühlen Raum gestellt werden. Dies ist zwar nicht ideal, aber doch möglich. Ein laufender Wechsel der Temperaturen ist aber bei diesen schönen Winterblühern unbedingt zu vermeiden.

Lavendel gegen Motten

Mit einer Handvoll getrockneter Lavendelblüten lassen sich Motten aus Kleiderschränken fern halten. Wer die Wirkung noch verstärken will, träufelt einige Tropfen Lavendelöl über die Blüten. Am besten ist es, den getrockneten Lavendel, der zur Blütezeit geschnitten wurde, in kleine Stücke zu brechen und in einen hübschen Stoffbeutel zu füllen. Verschlossen wird dieser mit einem Satinband. Die Lavendelsäckchen, die man aus einem Aidaband selbst herstellen kann, sind tolle Geschenke.

Kochwasser von der roten Beete zum gießen benutzen

Das Kochwasser von der roten Bete ist zu schade zum Wegschütten. Es enthält nämlich sehr viel Eisen. Moorbeetpflanzen wie Rhododendron und Azaleen gieren besonders danach. Aber auch Rosen und Hortensien nehmen die Gabe dankbar an. Ebenfalls tut das Kochwasser von der Roten Bete, hier aber verdünnt, den Zimmerpflanzen gut. Es sollte zum Gießen immer vorher temperiert sein und nicht warm oder gar heiß verwendet werden. Auch für uns Menschen ist der Saft der Roten Bete sehr gesund. Es gibt diesen sogar im Reformhaus in verschiedener Form zu beziehen. Manche Menschen machen sogar Trinkkuren mit diesem edlen Getränk.

Rohe Zwiebeln beugen einer Erkältung vor

Täglich etwas rohe Zwiebeln mit den Speisen oder Salaten eingenommen bildet gegen Erkältungskrankheiten die beste Vorbeugungsmaßnahme. Bei den Winterzwiebeln können auch die Blätter im Winter über in der Küche verwendet werden. Die kleinen Zwiebeln aber werden erst im Frühjahr geerntet.



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