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Trinkwasser-Test ausprobiert: Leitungswasser ins Labor schicken - das sind meine Erfahrungen

Seit ich vor knapp zwei Jahren in das alte Haus in Bamberg gezogen bin, habe ich mich gefragt, wie es um die Qualität meines Leitungswassers bestellt ist. Dann habe ich einen Trinkwasser-Test im Labor machen lassen. Ein Erfahrungsbericht von Rupert Mattgey.
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"Wie gut ist mein Trinkwasser?" Diese Frage stellte ich mir täglich, seit ich 2017 mit meiner Familie in ein Haus aus den 50ern in Bamberg gezogen bin. Wurden in den 50er Jahren noch Bleirohre in Deutschland verbaut? Falls ja, hat sich der Vermieter um einen Austausch gekümmert? Sind andere Schwermetalle oder Schadstoffe im Trinkwasser enthalten? Ich habe drei kleine Kinder, eines davon im Säuglingsalter, da macht man sich plötzlich über Sachen Sorgen, die einem früher völlig egal waren. Aber wir trinken fast ausschließlich Leitungswasser, kein Mineralwasser, natürlich kochen wir auch mit Leitungswasser, und den Babybrei haben wir auch damit zubereitet.

"Wie gut also ist mein Leitungswasser?", habe ich mich gefragt. "Muss ich mir Sorgen machen oder zerbreche ich mir den Kopf über nichts?" Schließlich habe ich einen Trinkwassertest im Labor gemacht*. Jetzt sieht die Welt anders aus. Hier sind meine Erfahrungen.

Trinkwasser-Test: Wasserproben soll man morgens abfüllen

Den Wassertest habe ich über die Webseite der Firma Ivario* gemacht. Ich habe mich für den Kombi-Trinkwassertest entschieden, den es zum Sonderpreis von 49 Euro statt regulär 79,90 Euro* gab. Ich fragte bei Ivario ein Exemplar an (für diesen Erfahrungsbericht wurde mir der Kombi-Test kostenlos zur Verfügung gestellt) und erhielt zwei Tage später ein Päckchen. Der Inhalt: Zwei kleine Probengefäße, eine Anleitung mit persönlichem Code (zum Abrufen der Testergebnisse) und ein voradressierter und vorfrankierter Rückumschlag. Die Probengefäße soll man morgens füllen, ehe der betreffende Wasserhahn in Betrieb war, um das sogenannte "Stagnationswasser" zu erwischen. Damit bezeichnet man das Wasser, das die ganze Nacht über in den Leitungen stand und an dem man eventuelle Belastungen im Labor besonders eindeutig nachweisen kann.

"Das ist nötig, um den Ernstfall zu überprüfen", so Ivario. "Es kann beispielsweise sein, dass ein unwissendes Kind das Wasser ohne Vorlaufen lassen vom Wasserhahn trinkt und so direkt die Schadstoffe aufnimmt. Je länger man das Wasser vorlaufen lässt, desto besser kann die Qualität sein."

Also habe ich die Proben frühmorgens, gleich nach Aufstehen, abgefüllt, eingetütet und in den nächsten Postkasten geworfen. Beide Probengefäße befüllt man übrigens am selben Wasserhahn, offenbar werden für die umfassenden Tests zwei separate Wasserproben benötigt. Ich hätte gern verschiedene Hähne getestet, aber sei's drum. So beschränkte sich mein Test eben auf den Wasserhahn in der Küche, aus dem wir in der Regel unser Trinkwasser beziehen. Eine Woche hörte ich nichts von Ivario, dann erhielt ich eine E-Mail: "Ihre Testergebnisse sind online".

Labor untersucht mein Leitungswasser auf 14 Parameter

Ein bisschen aufgeregt surfte ich sofort die Ivario-Webseite an und gab meinen persönlichen Code ein. Und da waren sie, meine Ergebnisse. Das Trinkwasser- Labor der GBA-Group (eines der führenden Laborunternehmen Europas), mit dem Ivario zusammenarbeitet, hatte mein Leitungswasser auf 14 Parameter untersucht: Blei, Kupfer, Eisen, Nickel, Cadmium, Calcium, Wasserhärte, Magnesium, Leitfähigkeit, pH-Wert, Nitrit, Nitrat, Natrium und Sulfat. Für Mikroorganismen und Legionellen gibt es separate Tests.

Dann die Erleichterung: Keiner der gemessenen Parameter überschreitet den jeweiligen Grenzwert, alles liegt (deutlich) im grünen Bereich! Ein hörbares Aufatmen und nochmaliges Lesen der Ergebnisse später mailte ich die Ergebnisse (man kann sich auf Wunsch ein PDF anfertigen lassen) an meine Frau. Wir haben uns beide richtig gefreut. Komisch, über was man sich als Eltern so alles freuen kann. Aber die Erleichterung war spürbar. Der Test hat uns, so banal es auch klingen mag, eine stets im Hinterkopf nagende Sorge abgenommen. Ist das übertrieben? Möglich. Hat es uns geholfen? Definitiv ja! Sollte ich eines Tages umziehen, werde ich den Test im neuen Zuhause wieder machen.

Schadstoffe in jeder vierten Wasserprobe

Ivario prüft laut eigenen Angaben mehr als 10.000 Wasserproben pro Jahr im Labor, in einem Viertel davon stellen die Experten Schadstoffe, Schwermetalle oder Mikroorganismen fest, die den jeweiligen Grenzwert überschreiten. Kürzlich hat sich das Unternehmen mit der Stiftung Warentest angelegt, weil es mit dem veröffentlichten Wassertest und dessen Durchführung nicht einverstanden war. Der Test drehte sich um die Frage, was denn nun besser ist: Leitungswasser oder Mineralwasser? Offenbar nahm die Stiftung Warentest für ihre Analyse nur Wasserproben aus Wasserhähnen in Herren-WCs öffentlicher Gebäude, nicht aber aus Privathaushalten - eine seltsam anmutende Entscheidung. Und Ivario fand noch zahlreiche weitere Kritikpunkte bezüglich des Testverfahrens. Die ganze Geschichte lesen Sie im Blog auf der offiziellen Ivario-Webseite.

Den Kombi-Trinkwassertest von Ivario* gibt es aktuell zum Sonderpreis von nur 49 Euro statt 79,90 Euro. Wer schon einmal darüber nachgedacht hat, sein Leitungswasser zu testen, sollte die günstige Gelegenheit nutzen.

 

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