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Internationaler Weltspieltag 2019

Internationaler Weltspieltag: Das sind die besten Spiele der letzten Jahre

Brettspiele, Kartenspiele oder Gesellschaftsspiele: Spiele sind wieder im Trend. Wer gewinnt den Preis "Spiel des Jahres 2019"? Wir stellen die Favoriten vor und geben Ihnen einen Überblick über die Topspiele der letzten Jahre.
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Bei der vielfältigen Auswahl an Spielen ist es oft schwer zu erkennen, welche wirklich gut sind. Hier  die  Ausgezeichneten "Spiele des Jahres" der  letzten Jahre.  Symbolbild: Felix Kästle/dpa
Bei der vielfältigen Auswahl an Spielen ist es oft schwer zu erkennen, welche wirklich gut sind. Hier die Ausgezeichneten "Spiele des Jahres" der letzten Jahre. Symbolbild: Felix Kästle/dpa

In Zeiten der Digitalisierung, in denen viele Menschen stundenlang an Bildschirme gefesselt sind, gewinnen einfache Brettspiele wieder an Charme. Das "analoge" Spielen ist wieder in. Dabei erfreuen sich gerade viele Klassiker wie Monopoly oder Uno großer Beliebtheit - modernere Spiele sind hingegen oft gar nicht bekannt. Grund genug für uns, einige der besten Spiele der letzten Jahre kurz vorzustellen.

Ein gutes Indiz für die Qualität eines Spiels ist die Auszeichnung "Spiel des Jahres", die seit 1979 vergeben wird und als eine der bedeutendsten Spieleauszeichnungen der Welt gilt.

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Preis zum ”Spiel des Jahres 2019" noch nicht vergeben

Der Gewinner des "Spiel des Jahres 2019" wurde noch nicht gekürt, allerdings stehen jetzt schon drei große Favoriten fest:

Just One

Spielbeschreibung des Herstellers:

Im kooperativen Just One muss stets einer der Spieler einen Begriff erraten. Die Hinweise gibt dabei nicht das Spiel vor, sondern die Runde der Mitspieler. Ohne sich im Team abzusprechen, notiert dafür zunächst jeder einen Hinweis, den er als Hilfestellung beisteuern möchte. Just One ist insbesondere durch seine Einfachheit genial. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen. Und das machen diese dann oft auch, denn die Einstiegshürde ist so niedrig, dass jeder sie problemlos überwinden kann.

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L.a.m.a

Spielbeschreibung des Herstellers:

Im schnellen Kartenspiel L.a.m.a. erfreuen sie uns nicht nur als Motiv, sondern sie sind auch Pate für eine Abkürzung: "Lege alle Minuspunkte ab". Hinter diesem Slogan verbirgt sich ein einfaches Prinzip für das Ausspielen der Karten. Auf eine Zahl darf nur dieselbe oder eine um eins höhere Zahl gelegt werden. Schnittstellen zwischen der Sechs und der Eins sind die Lamas. Legt jemand seine letzte Handkarte, kassieren die anderen Minuspunkte für ihre übrig gebliebenen Karten. Die Aufgabe, die hier auf den ersten Blick trivial erscheint, entfaltet dank der minimalen taktischen Note schnell eine Sogwirkung, der sich kaum jemand entziehen kann.

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Werwörter

Spielbeschreibung des Herstellers:

Wie lautet das Geheimwort, mit dem die Dorfbewohner die Werwölfe in die Flucht schlagen können? Der Bürgermeister kennt es. Alle anderen stellen ihm Fragen, die mit ja oder nein zu beantworten sind: "Kann man es essen?" Oder: "Kann man es kaufen?" Nur wenige Minuten haben die Spieler Zeit, um die Lösung zu finden. Eigentlich ein altbekanntes Ratespiel, doch hier erfordern die Fragen taktisches Gespür. Denn jeder Spieler hat eine geheime Rolle. Selbst die Werwölfe haben sich unter die Dorfgemeinde gemischt. Das bekannte Werwölfe-Spielprinzip mit geheimen Charakterrollen fasziniert seit vielen Jahren. In Werwörter hat Autor Ted Alspach es nun kongenial verknüpft mit einem Ratespiel.

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Die Spiele des Jahres der letzten sechs Jahre

Im Folgenden Stellen wir Ihnen das "Spiel des Jahres" der letzten sechs Jahre vor.

Spiel des Jahres 2018: Azul

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Spielbeschreibung des Herstellers:

Azul lädt dich dazu ein, die Wände des königlichen Palastes in Evora mit prunkvollen Fliesen zu verzieren. Die ursprünglich weiß-blauen Keramikfliesen, genannt Azulejos, wurden einst von den Mauren eingeführt. Die Portugiesen vereinnahmten sie ganz für sich, nachdem ihr König Manuel I. bei einem Besuch der Alhambra in Südspanien von der Schönheit der schmuckvollen Fliesen geradezu überwältigt worden war. Sofort wies er seinen Bediensteten an, dass die Wände seines eigenen Palastes in Portugal mit ähnlich prachtvollen Fliesen zu verzieren seien.

Begründung des "Spiel des Jahres" Jury:

Das abstrakte "Azul" vereint vermeintliche Gegensätze: Die fast schon nüchterne Funktionalität des Spielbretts ist ein gelungener Kontrast zur wunderbaren Ästhetik des entstehenden Mosaiks. Die Haptik der Kachelsteine verstärkt den wertigen Eindruck. Allein das Material ist ein Genuss. Zudem ist Autor Michael Kiesling die Meisterleistung gelungen, einem einfachen Auswahlmechanismus so viel Tiefgang zu verleihen, dass dieser einen nahezu endlosen Wiederspielreiz auslöst.

Spiel des Jahres 2017: Kingdomino

Kingdomino hier erhältlich

Spielbeschreibung des Herstellers:

Es gilt, zum richtigen Zeitpunkt der richtigen Länderei habhaft zu werden. Dann steht Ihnen nichts mehr im Wege, das prestigeträchtigste aller Königreiche zu errichten. Je größer Ihre verschiedenen Ländereien sind und je mehr Häuser sich in ihnen befinden, desto mehr Prestigepunkte erhälten Sie am Spielende dafür. Doch sind Sie in der einen Runde zu gierig, haben Ihre Mitspieler in der nächsten Runde die bessere Auswahl. Und manchmal lohnt es sich, ihnen lieber eine bestimmte Länderei vor der Nase wegzuschnappen, so dass ihnen viele Punkte entgehen, als ein Ländereien-Plättchen zu nehmen, das Ihnen selbst nur wenige Punkte gebracht hätte. Geschicktes Anbauen und ein wachsames Auge auf die Königreiche der Mitspieler sind hier der Schlüssel zum Sieg.

Begründung der "Spiel des Jahres" Jury:

"Kingdomino" hebt das altehrwürdige Dominoprinzip auf eine neue Ebene - ohne dabei die schlichte Eleganz des Vorbilds zu verlieren. Im Gegenteil: Das Planen der weitläufigen Ländereien rund um die Burg und der kluge Mechanismus bei der Plättchenauswahl sind stimmig miteinander verzahnt und meisterlich auf das Wesentliche reduziert. Die starke Zwei-Personen-Variante mit XXL-Königreichen rundet das flotte und schnell zu erlernende Spielerlebnis ab.

Spiel des Jahres 2016: Codenames

Codenames hier erhältlich

Spielbeschreibung des Herstellers:

Nur die Geheimdienstchefs kennen die Identitäten ihrer Agenten. Ihre Teammitglieder sehen lediglich 25 Codenamen. Jedes Team will das erste sein, das Kontakt zu allen seinen eigenen Agenten aufnimmt. Der Geheimdienstchef gibt Hinweise in Form einzelner Wörter, die in Zusammenhang mit mehreren Wörtern auf dem Tisch stehen. Tippt sein Team auf einen Agenten der Gegenseite, hat es dieser einen Vorteil verschafft. Tippt es auf den Attentäter, hat es sofort verloren.

Begründung der Jury:

Einer ersten Partie Codenames folgt oft die zweite. Dann die dritte, die vierte. Das Spiel mit Assoziationen übt einen Sog aus, dem sich kaum jemand entziehen kann. Möglichst viele Wörter mit einem Begriff zu umschreiben, ohne auf Wörter der Konkurrenz hinzuweisen - diese wiederkehrende Aufgabe ist wie ein Rätsel, das man unbedingt lösen möchte. Gute Varianten für zwei oder drei Spieler runden dieses Teamspiel ab. Wer gerne mit Sprache jongliert, wird Codenames lieben.

Spiel des Jahres 2015: Colt Express

Colt Express hier erhältlich

Spielbeschreibung des Herstellers:

Zugüberfall im Wilden Westen: Eine Bande von Banditen springt von ihren Pferden in die Waggons, um die Fahrgäste um Geld und Schmuck zu erleichtern. Doch natürlich hat jeder Räuber sein eigenes Ziel - und alle versuchen den Überfall zu ihren Gunsten zu planen und die fetteste Beute zu machen. Nicht selten fliegen dabei die Fäuste und Kugeln pfeifen ihnen um die Ohren. So beginnt schnell ein Wettlauf nicht nur in sondern auch auf den Waggons. Colt Express ist wie ein guter Western für den Spieltisch.

Begründung der Jury:

Ein Spiel wie eine Westernparodie! Fast schon in Slapstick-Manier verlieren die Banditen die sicher geglaubte Beute in Schlägereien oder sie ballern einfach ins Nichts. Wer gerade noch darüber feixt, anderen Gaunern die Absichten vermasselt zu haben, tappt schon bald selbst in einen Hinterhalt. Diese Mischung aus Planung und Chaos hat Charme und viel Witz. Lok und Waggons als dreidimensionaler Spielplan machen "Colt Express" zudem zu einem echten Hingucker.

Spiel des Jahres 2014: Camel Up

Camel Up hier erhältlich

Spielbeschreibung des Herstellers:

Steffen Bogens turbulenter Wettspaß Camel Up von Pegasus Spiele und Redaktionspartner eggertspiele ist nicht nur ein "Familienspiel par excellence", sondern auch das Spiel des Jahres 2014. Mit attraktivem Design, leichten Regeln und kurzer Spieldauer bietet das Drunter und Drüber der rasenden Kamele Spielspaß für alle Altersklassen. Dank der Möglichkeit bis zu acht Spieler einzubinden, macht es auch auf so mancher Party eine gute Figur. Mit Dennis Lohausens humorvoller Grafik sowie der einmaligen Würfelpyramide ist Camel Up der Hingucker auf jedem Spieltisch.

Begründung der Jury:

Camel Up ist ein Familienspiel par excellence. Durch seine eingängigen Regeln sind alle schnell mittendrin. Und das lässt niemanden kalt: Das wilde Rennen löst Emotionen aus, es wird in allen Altersklassen gehofft, gebangt und gelacht. Die kurze Spieldauer lässt immer Zeit für eine Revanche. Dazu lädt auch das schön gestaltete Spielmaterial ein. Obenauf kommt die originelle Würfelpyramide, die aus Camel Up auch atmosphärisch ein gelungenes Gesamtkunstwerk macht.

Spiel des Jahres 2013: Hanabi

Hanabi hier erhältlich

Spielbeschreibung des Herstellers:

Die Spieler spielen zusammen in einem Team und versuchen ihre Steine in der richtigen Reihenfolge abzulegen. Doch niemand kennt seine eigenen Steine, und so ist jeder auf die Hinweise seiner Mitspieler angewiesen.

Hanabi ist ein kooperatives Spiel, das heißt alle spielen zusammen in einem Team. Die Spieler müssen die Feuerwerkskarten nach Farben und Zahlen geordnet ausspielen. Dabei sehen sie jedoch ihre eigenen Handkarten nicht, und so ist jeder auf die Hinweise seiner Mitspieler angewiesen. Hanabi zeichnet sich durch eine hohe Originalität und einen spannenden Spielverlauf aus.

Begründung der Jury:

Hanabi überzeugt durch einen bislang einmaligen Mix aus kooperativen, kommunikativen und deduktiven Spielelementen. Die falsch herum gehaltenen Karten sorgen nicht nur für einen ungewohnten Anblick, sondern sie fördern auch das konzentrierte Zusammenspiel. Es fasziniert, wie die Gruppen von Partie zu Partie besser harmonieren und lernen, aus klugen Tipps die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gelingt ein legendäres Karten-Feuerwerk, ist die Freude groß.

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