• Die tödlichsten Tiere der Welt: Tigermücke ist gefährlichstes Tier
  • Das Insekt kann verschiedene gefährliche Krankheiten übertragen
  • Der Klimawandel könnte die Ausbreitung vorantreiben
  • Kampagne gegen die asiatische Tigermücke ab Mitte Juli geplant

Die Tigermücke breitet sich in Deutschland weiter aus. Bei ihr handelt es sich nicht nur um ein höchstens 10 Millimeter kleines Insekt, sondern auch um das wohl tödlichste Tier der Welt.

Tödliche Tigermücke: Insekt überträgt Denguefiber, Chikungunya- oder Zika-Virus

Es ist mittlerweile fast 14 Jahre her, dass die Tigermücke das erste Mal in Deutschland gesichtet wurde. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, entdeckte man das Tier damals auf einem Autobahnrastplatz bei Weil am Rhein. Seitdem tauchten immer größere Populationen der Tigermücke insbesondere im Süden Deutschlands auf.  Im Süden Europas ist sie schon in sehr weiten Teilen verbreitet.

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Insgesamt fordern Moskitos jedes Jahr rund 750.000 Leben und sind somit die tödlichsten Tiere auf dem Planeten wie gatesnotes.com veröffentlicht. Die Tigermücke kann  Gelbfieber,  Denguefieber, Chikungunya- oder Zika-Virus übertragen, welche tödlich für den Menschen enden können.  Die ersten bekannten Fälle einer Zika-Erkrankung in Südfrankreich traten  laut BR im Herbst 2019 auf. 

Der Grund für die Ausbreitung der Stechmücke liegt in den klimatischen Verhältnissen.  Die Tigermücke kam mutmaßlich als blinder Passagier nach Europa und fing dort an sich zu vermehren. Noch fällt die Übertragung von Krankheiten in Deutschland allerdings gering aus. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge ist dies auf die klimatischen Bedingungen zurückzuführen.  Da die meisten tropischen Krankheiten nach Angaben des BR konstant hohe Temperaturen brauchen um sich innerhalb der Mücke zu vermehren, hat die Mücke in Deutschland schlechte Karten - noch.

Tigermücke kann Krankheiten übertragen - Mücke melden

Denn der Klimawandel könnte die Rahmenbedingungen in Deutschland verändern. Sollten die Temperaturen  entsprechend steigen, könnten sich die genannten Krankheiten weit ausbreiten.

Und noch ein Problem kommt hinzu: Die Asiatische Tigermücke ist laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ein sogennanter „Container-Brüter“. Das bedeutet, sie kann neben ihren natürlichen Brutstätten (z. B. Astlöcher, Kokosnussschalen) kleinste Wasseransammlungen wie Blumenvasen, Untersetzer oder Vogeltränken für die Entwicklung der Nachkommen verwenden. Dafür kleben sie ihre Eier – 40-90 pro Eiablage, insgesamt etwa 300 – oberhalb der Wasseroberfläche fest. Die Larven schlüpfen, sobald sie mit einem steigenden Wasserspiegel in Berührung kommen. Die Eier sind sehr unempfindlich gegen Trockenheit, und noch nach Monaten können daraus Larven schlüpfen.

Das Bayerische Landesamt betont, dass eine erfolgreiche Bekämpfung und Kontrolle ganz wesentlich auf die Mitarbeit der Bevölkerung angewiesen sei: durch Erkennen und Melden dieser auffälligen Stechmücke und lokale Sanierung möglicher Brutstätten. Verdächtige Mücken können zur genauen Bestimmung an das Citizen Science-Projekt ‚Mückenatlas‘ geschickt werden.

Gefahr Verwechslung: Normale Mücke oder Tigermücke?

Bereits jetzt warnt das Bundesland Baden-Württemberg vor dem Insekt, wie die tz berichtet.  Die Experten der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) wollen den Tieren den Kampf ansagen: Ab Mitte Juli planen sie ein Monitoring in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.  "Es werden Eiablage-Fallen an zufälligen Standorten aufgestellt. Bis September werden so Stechmücken-Eier abgesammelt und anschließend auf ihre Art bestimmt", teilen sie laut der Deutschen Presseagentur (DPA) mit.

Zudem plant die KABS  durch Helikoptereinsätze und das Verteilen des biologischen Wirkstoffes BTI, die Larven der Tigermücke frühzeitig zu vernichten. Erst kürzlich wurden nach Angaben der DPA insgesamt knapp 260 Hektar Land per Helikopter behandelt worden sein. Allzu groß stehen die Chancen allerdings nicht, die Insekten endgültig auszurotten, wie Doreen Werner, Biologin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in der tz verlautet: „Die Asiatische Tigermücke, die Asiatische Buschmücke und die Aedes koreicus, auch Koreanische Buschmücke genannt, werden wir in Deutschland wohl nicht mehr ausrotten können“.

 

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