Bei Hundefutter müssen Kunden mit großen Qualitätsunterschieden rechnen. Das zeigt eine Stichprobe der Stiftung Warentest, die Hundefutter aus der Dose und tiefgekühlte Menüs aus rohem Fleisch geprüft hat. Fast jedes dritte Feuchtfutter fiel dabei durch und erhielt die Note "mangelhaft", heißt es in der Zeitschrift "test" (Ausgabe Juni 2019).

Auf den Tagesbedarf umgerechnet ist das teuerste Produkt ist zehnmal so teuer wie das billigste (Preise: 59 Cent bis 5,93 Euro pro Tagesration), wie "test" berichtet.

Von den 31 untersuchten Alleinfutter-Dosen entpuppen sich vier als ungeeignet. Mal ist es zu viel Jod, mal zu wenig Linolsäure, Kalium und Phosphor. Fehlendes Vitamin D, ein schwer lesbares Etikett, falsche Werbeaussagen ("hausgemacht") oder fehlende Fütterungshinweise kritisieren die Tester. Dabei kann es für Hundefatale Folgen haben, wenn bestimmte Nährstoffe im Hundefutter fehlen. Durch zu wenig Kalzium und Phosphor können die Vierbeiner beispielsweise Knochenschäden erleiden. Zu wenig Vitamin A begünstigt Augenschäden.

Oftmals hohe Keimbelastung in TK-Hundefutter

Komplett fallen alle fünf Barf-Menüs mit einem "Mangelhaft" durch. Die tiefgekühlten Fleisch-Gemüse-Mahlzeiten stehen für "biologisches, artgerechtes Rohfutter". Die Tester bemängeln jedoch fehlende Vitamine und Mineralstoffe sowie eine oft zu hohe Keimbelastung - vor allem Enterobakterien, die meist aus dem Darm stammen. Diese werden durch das fehlende Erhitzen des Futters nicht abgetötet. Das sei alles andere als ausgewogen, so das Urteil.

Für sechs Futter sprechen sie dagegen eine Empfehlung und die Note "sehr gut" aus. Produkte von Lidl, Aldi Süd, Netto Marken-Discount und Penny eigneten sich für kleinere Hunde. Für große Tiere seien Dosen von Edeka und Netto Marken-Discount eine sehr gute Wahl.

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