• Der Wolf: Bereicherung oder Bedrohung?
  • Welche Rolle spielt er für das Gleichgewicht der Natur?
  • Wolf oder Hund: Vor wem sollte man sich tatsächlich hüten?

Der Wolf kehrt zaghaft zurück nach Deutschland und schon scheiden sich über seine Rückkehr die Geister. Ein Teil der Deutschen findet es gut und sieht das soziale Raubtier als Bereicherung für die ohnehin schon völlig überformte deutsche Landschaft, die nur noch wenig mit der ursprünglichen Natur zu tun hat. Selbst in die Wahlkämpfe der Parteien hat es die Rückkehr des Wolfes geschafft, was in der Politik einen großen Streit auslöste. Mit dem Wolf scheint ein Stückchen Wildnis und Freiheit in die Bundesrepublik zurückzukehren. Ein anderer Teil der Deutschen empfindet die Anwesenheit des Wolfes als Gefahr und Bedrohung und ist strikt gegen dessen Rückkehr nach Deutschland. Ist ein Ausgleich der konträren Sichtweisen zur Rückkehr des Wolfes in Deutschland möglich?

Der Wolf - ein Problem in Deutschland?

Die Deutschen zieht es für Urlaubsreisen gerne in exotische und ferne Länder. Nicht zuletzt, um dort seltene Tiere zu beobachten und zu fotografieren. In Afrika gibt es beispielsweise gefährliche Großkatzen, Hyänen, Elefanten, Krokodile, Nilpferde, Büffel und viele weitere potenziell gefährliche Wildtiere.

In Asien leben unter anderem giftige Schlangen, Bären oder Tiger. Viele dieser Tiere sind für die oft arme Bevölkerung riskant, da sie nicht über die finanziellen Mittel verfügen, sich vor den Tieren adäquat zu schützen oder Vorkehrungsmaßnahmen zur Konfliktvermeidung zu treffen. Beispielsweise werden arbeitende Reiserntehelfer, die mit bloßen Händen in die Reispflanzen fassen, nicht selten von giftigen Spinnen oder Schlangen gebissen.

In Afrika und Asien werden insgesamt jährlich zehntausende Menschen von Schlangen gebissen, oftmals endet der Biss tödlich. Für uns Deutsche ist es aber selbstverständlich, dass diese Menschen mit den gefährlichen Tieren leben. Jetzt also gibt es den Wolf wieder bei uns und einige Menschen regen sich auf, sind verängstigt und fühlen sich bedroht - doch steht das in Relation zu dem Raubtier oder sind wir einfach nur zu sehr entfremdet von der Natur? Denn: Seit der Wiedereinwanderung der Wölfe nach Deutschland gab es keinen tödlichen Angriff und auch keine aggressiven Annäherungen von Wölfen an Menschen.

Wolf oder Hund: Vor wem man sich tatsächlich hüten sollte

Triftt man tatsächlich auf einen Wolf, ist das beinahe ein kleines Wunder, so selten ist das Zusammentreffen von Menschen und dem sehr scheuen Wolf. Eine solche Begegnung wäre daher dem Zufall geschuldet. In der Regel verhält man sich richtig, wenn man dem Raubtier gegenüber ruhig bleibt, es laut und deutlich anspricht und sich so groß wie möglich macht, indem man beispielsweise seine Arme "verlängert", etwa mit einem Stock.

Deutschlands wilde Tiere: Wo Adler, Dachs und Biber leben bei Amazon ansehen

Weitaus gefährlicher dagegen kann die Begegnung mit einem nicht erzogenen Hund werden. Jährlich sterben im Schnitt in Deutschland 3,3 Menschen an Hundebissen. Rein rechtlich ist ein Hundebiss in Deutschland keine Straftat, daher muss ein Hundebiss nicht gemeldet werden. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer der Bissverletzungen durch Hunde deutlich höher ist als die behördlich gemeldeten Bissverletzungen an Menschen. Mehrere hundert Hundebisse werden im Durchschnitt pro Jahr gemeldet. Der Deutsche Schäferhund und der Dobermann stehen in der Biss-Statistik in Deutschland ganz weit oben auf der Liste.

Wird ein Mensch von einem Hund gebissen, liegt die Schuld oft nicht beim Hund, sondern am Fehlverhalten des Menschen. Woher kommt also die überzogene Angst vor dem Wolf? Die Wurzeln liegen wahrscheinlich im Mittelalter. Damals war der finstere Wald feindlich, düstere Geschichten um den "bösen Wolf" entstanden und man hatte Angst vor dem "Gefressenwerden". Bereits früh wurde der Wolf außerdem zum politischen Feindbild, das sich bis heute hält.

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegenzulassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.