• Warum man fremde Hunde nicht einfach so miteinander spielen lassen sollte
  • Was es mit der gelben Schleife auf sich hat
  • Der richtige Umgang von Hund und Herrchen

Fast jeder Hundehalter hat es selbst schon erlebt: Bei der Gassirunde mit dem eigenen Hund kommt plötzlich ein fremder, nicht angeleinter Hund auf den eigenen zugelaufen - und schon stehen sich die beiden gegenüber. Der Hundehalter selbst hat in diesem Moment kaum mehr Handlungsspielraum und weiß häufig nicht, wie er in dieser Stresssituation reagieren soll. Nicht selten kommt es dann zwischen den Hunden zu Raufereien oder besorgniserregenden Situationen. Doch welche Faktoren begünstigen, dass sich Hunde raufen, anstatt miteinander zu spielen? Das und was es mit der gelben Schleife auf sich hat, erfährst du in diesem Artikel.

Hunde raufen sich unkontrollierbar: Das können die Ursachen sein

Wenn sich dein Hund wild mit anderen rauft, sodass du es bereits mit der Angst zu tun bekommst, kann das mehrere Ursachen haben.

Zum einen kann das kann daran liegen, dass es mittlerweile unzählige verschiedene Hunderassen und Hundetypen gibt, denen wichtige körperliche Kommunikationsmittel fehlen. Das können beispielsweise statt stehenden Ohren Hängeohren sein, oder das Fehlen des Schwanzes.

Eine weitere Ursache ist in der Leine zu finden: Der angeleinte Hund hat in der Regel eine veränderte Körpersprache durch das Halten an der Leine oder am Halsband. Auch ist das angeleinte Tier dem frei laufenden Hund in der Regel unterlegen, weil es in dem Moment zu sehr eingeschränkt ist. Hinzu kommen oft die körperlich bedingten Chancenungleichheiten in der Wendigkeit, der Körpergröße und der Körperform des Hundes. Ein kleiner, krummbeiniger, kurzschnäuziger Hund wird es kaum mit einer Deutschen Dogge aufnehmen können. Aus diesem Grund wurde die Idee mit der gelben Schleife geboren, die nun in Deutschland an Bekanntheit gewinnen soll. Lese-Empfehlung: Wie du deinen Hund an heißen Sommertagen erfrischt, erfährst du in unserem Artikel.

Gelbe Schleife: Was es mit der gelben Markierung am Hund auf sich hat

Es kann viele Gründe haben, warum ein Hundebesitzer nicht möchte, dass ein unbekannter, frei laufender Hund einfach zu seinem Hund herläuft. Der Hundebesitzer könnte beispielsweise einen alten, schwachen, tauben, blinden oder kranken Hund haben, der einfach gerade Ruhe braucht. Auch könnte sich der Hund im Training befinden, läufig sein oder überdurchschnittlich ängstlich oder aggressiv sein. Die Idee der gelben Markierung hat ihren Ursprung Schweden. Dort bereits seit 2012 gängig, setzt sie sich allmählich auch in Deutschland durch und wird immer bekannter.

Die gelbe Markierung soll ein deutliches, optisches Signal an die anderen Hundehalter sein, ohne sich vorweg über eine gewisse Distanz zurufen zu müssen: "Haltet bitte Abstand!" In der Regel wird der Hund mit einer gelben Schleife, einem gelben Halstuch oder einem anderen eindeutigen gelben Signal gekennzeichnet. Bei einer natürlichen und neutralen Begegnung nehmen sich die Hunde in der Regel Zeit und umgehen sich erstmals in einem Meidebogen, um sich im Anschluss relativ langsam anzunähern. Die Begegnung der Hunde ist individuell und hängt von den jeweiligen Charakteren und Interessen des jeweiligen Hundes ab.

Als verantwortungsvoller und respektvoller Hundebesitzer spricht man sich vor einem Zusammenkommen der Hunde vorher kurz mit der anderen Hunde-Partei ab und entscheidet dann gemeinsam, ob man die Hunde ableinen und miteinander spielen lassen will. Am besten ist es natürlich, wenn der jeweilige Hund so gut erzogen ist, dass er sich jederzeit von seinem Besitzer zurückrufen lassen kann.

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