Der Frühling ist da - die Temperaturen werden milder. Nicht nur uns Menschen zieht es wieder vermehrt raus aus unseren Häusern, auch sämtliche Amphibien verlassen jetzt wieder ihre Winterquartiere.


Wohin wandern die Kröten?

Durch den Temperaturanstieg der vergangenen Tage, gehen vor allem die Kröten wieder auf Wanderung. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sieht man Frösche, Erdkröten, Molche, Feuersalamander und Co. die Straßen überqueren. Sie hüpfen zu ihren Laich-Gebieten. Also zu Seen, Flüssen oder Teichen, in denen sie ihre Eier ablegen.


Aufmerksam sein!


Auto- und Motorradfahrer müssen jetzt wieder verstärkt auf Frösche und Kröten aufpassen. Bei den milden Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit erwachen die Amphibien aus der Winterstarre und wandern zu ihren Laichplätzen, erläutert Julian Heiermann, Zoologe beim Naturschutzbund Deutschland (NABU). Vor allem in Wald- und Feuchtgebieten sei jetzt damit zu rechnen, dass die Tiere in großen Scharen die Straßen überqueren. Hier sollten Verkehrsteilnehmer besonders langsam und vorsichtig fahren, rät Heiermann. Oft weisen Warnschilder auf die Krötenwanderung hin.

Fahrer sollten das Tempo reduzieren - aber keine riskanten Ausweichmanöver starten. Das rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) Autofahrern zu Beginn der Krötenwanderungen. Denn ansonsten bestehe die Gefahr, etwa in den Gegenverkehr zu steuern.

Eine niedrige Geschwindigkeit ist besonders wichtig, denn die Tiere werden nicht nur direkt überfahren, sondern können auch vom Strömungsdruck der Autos zerquetscht werden. "Schon bei einem Überfahrtempo von 50 km/h haben die Kröten kaum eine Überlebenschance", so Rademacher. Bei Tempo 30 dagegen würden viele Tiere überleben. Kröten wandern nur sehr langsam und brauchen mitunter mehr als eine Viertelstunde, um über eine normal breite Straße zu gelangen, so der DVR.