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WhatsApp: Mit dieser App können Nutzer sich gegenseitig ausspionieren

Vorsicht vor WhatsApp-Spionage: Mit der App "Dasta" können sich Nutzer gegenseitig ausspionieren und aushorchen. Verbraucher feiern die App - gerade bei Eltern wird sie immer beliebter. Was dahinter steckt, erfahren Sie im Artikel.
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Spionage-App kann WhatsApp-Kontakte überwachen: Die App "Dasta" erfreut sich großer Beliebtheit. Dabei handelt es sich eigentlich um eine Spionage-App für WhatsApp. Symbolfoto: Silvia Marks/dpa
Spionage-App kann WhatsApp-Kontakte überwachen: Die App "Dasta" erfreut sich großer Beliebtheit. Dabei handelt es sich eigentlich um eine Spionage-App für WhatsApp. Symbolfoto: Silvia Marks/dpa

Wer wissen will, wann ein Kontakt im Messengerdienst WhatsApp zuletzt online beziehungsweise aktiv war, dem steht in der Regel nichts im Weg. Die App ist standardmäßig so eingestellt, dass jeder diese Informationen eines Anderen einsehen kann.

Dieser Einstellung bedient sich auch eine russische App: "Dasta" heißt sie. Sie stammt vom Entwickler Mitya Shkolov. "Dasta - last seen online" kann Online-Statusmeldungen verschiedener WhatsApp-Kontakte automatisiert auslesen und miteinander vergleichen. So ist es möglich, Nutzungsgewohnheiten zu analysieren und Kontakte auszuspähen. Dies berichtet unter anderem netzwelt.de. Per Pushmitteilung werden Nutzer so über das Nutzungsverhalten anderer informiert. Die App scheint auch immer beliebter bei Eltern zu sein, um ihre Kinder zu überwachen, wie Ökotest berichtet.

So ist eine dauerhafte Überwachung von WhatsApp-Kontakten möglich: Insbesondere Informationen dazu, wie lange ein Nutzer online war und wie intensiv er oder sie gechattet hat, kann erfasst werden. Der Abgleich von Daten lässt so Rückschlüsse auf die Chat-Gewohnheiten von mehreren Nutzern und deren Interaktionen zu.

"Dasta" spioniert bei WhatsApp: Nutzer reagieren positiv

"Dasta" wurde bereits über 100.000 Mal im Google Play Store heruntergeladen (Stand: 22. Dezember 2019) und ist auch in Apples App Store erhältlich. Die Spionage-App wurde schon mehr als 10.000-fach kommentiert. Die meisten Nutzer sehen sie positiv: Zahlreiche User loben die App, begrüßen die Nutzerfreundlichkeit und freuen sich über das Überwachungstool.

Einige Wenige zeigen sich jedoch genervt von fehlendem technischem Support oder dem Bezahlsystem der App. Der Entwickler verlangt nämlich ab dem zweiten überwachten WhatsApp-Kontakt eine Gebühr.

WhatsApp-Status verbergen: Wie funktioniert das?

WhatsApp selbst bietet Nutzern allerdings die einfache Möglichkeit, ihren Status zu verbergen. So funktioniert es:

  • "Einstellungen" im WhatsApp-Menü öffnen
  • Auf "Account", dann auf "Datenschutz" tippen
  • "Zuletzt online" auswählen
  • Auf "Niemand" tippen

Smartphone-Spionage: Grundlegende Tipps

  • Grundsätzlich gilt, lassen Sie ihr Smartphone nicht aus den Augen.
  • Behalten Sie ihre Passwörter und Sperrcodes für sich. Falls Sie sich diese aufschreiben, überlegen Sie sich gut, wo sie die Daten aufbewahren.
  • Leihen Sie ihr Gerät nur vertrauenswürdigen Personen aus

Erst im Juli 2019 tauchte eine Sicherheitslücke im Messenger-Dienst WhatsApp auch. Sind die Daten im Chat-Messenger sicher? inFranken.de gibt ihnen Tipps, wie sie sich vor Spionage schützen.

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