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WhatsApp-Kettenbrief warnt vor Kontosperre und Datenklau - Fake oder ernstzunehmen?

Nutzer von WhatsApp sind verunsichert: Aktuell treibt ein neuer Kettenbrief im Messenger-Dienst sein Unwesen. Die Warnung vor Kosten und Datenklau ist jedoch nichts Neues - was steckt hinter dem Kettenbrief?
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Der WhatsApp-Kettenbrief enthält zahlreiche Elemente älterer Massennachrichten. Screenshot: inFranken.de
Der WhatsApp-Kettenbrief enthält zahlreiche Elemente älterer Massennachrichten. Screenshot: inFranken.de
  • Kettenbrief verbreitet sich bei WhatsApp
  • Warnung vor Kontosperrung
  • WhatsApp-Nachricht warnt vor Kosten

WhatsApp-Kettenbrief warnt vor Kontosperrung im Messenger: Aktuell kursiert die neue Variante eines altbekannten Kettenbriefes im Messenger-Dienst WhatsApp. Die neueste, massenhaft versendete Nachricht warnt vor einer Sperrung des WhatsApp-Kontos.

Zusätzlich wird im Kettenbrief behauptet, dass Facebook - der Mutterkonzern von WhatsApp - zahlreiche Kontaktdaten aus dem WhatsApp-Adressbuch der Nutzer gespeichert habe. Was ist dran an der Warnung?

Neuer Kettenbrief bei WhatsApp? Die Masche ist alt

Die Nachricht verbreitet sich derzeit wie ein Lauffeuer. Das Verbraucher-Portal mimikama hat den Kettenbrief im Wortlaut veröffentlicht. Folgendes steht darin:

"DIESMAL KEIN FAKE STEHT AUCH IN FACEBOOK DRIN!!!!!

Lies mal

Liebe Whatsapp-user!

Wir, (Das Facebook-team) haben (wie ihr sicherlich schon bemerkt habt) Den kostenlosen Messenger "whatsapp" für Insgesamt 16 Milliarden Dollar gekauft.

Da wir nun Whatsapp besitzen, wollen wir nur die User haben die Whatsapp auch wirklich nutzen.

Deswegen, möchten wir alle die DIESE Nachricht erhalten haben darum bitten, sie an alle Kontakte weiter zu leiten. Geschieht die"s nicht, nehmen wir Das als Bestätigung Das dieser User Whatsapp nicht mehr nutzt, und somit wird sein Konto entfernt.

Das Facebook Team

hat sich alle Nummern rauskopiert (gestern von ca. 11:30 bis 23:30)

Sodass wir alles kontrollieren können ob ihr die Nachricht weitersendet oder nicht.

Sendet ihr, die User aber die Nachricht TATSÄCHLICH an 10 Kontakte weiter, bleibt der Messenger für die User die es gemacht haben, weiterhin kostenlos.

Liebe Grüße

Das Facebook-team.

Habe ich eben erhalten bitte durchlesen - man kann es auch unter www.whatsapp.com in den FAQs nachlesen... Gruß

Nachricht von Jim Balsamico (CEO der WhatsApp) Wir haben zu viele Nutzer auf WhatsApp. Wir bitten alle Nutzer, diese Botschaft an die gesamte Kontaktliste weiterzuleiten. Wenn Sie nicht weitergeleitet wird, betrachten wir Ihr Konto als ungültig und es wird innerhalb der nächsten 48 Stunden gelöscht. Bitte diese Meldung NICHT ignorieren, sonst wird WhatsApp die Aktivierung ihres Kontos nicht mehr erkennen. Wenn Sie ihr Konto wieder aktivieren wollen nachdem es gelöscht wurde, wird eine Gebühr von 25,00 auf Ihre monatliche Rechnung hinzugefügt.

Diesmal stimmts..

? Wichtige Meldung ?

Dein geliebtes App WhatsApp wird in nächster Zeit kostenpflichtig, sprich es werden monatliche Kosten anfallen!

Um dies zu umgehen, hat die WhatsApp Gemeinde beschlossen, diesen Kettenbrief zu schreiben.

Damit diese Warnung Anklang findet, soll sie so oft wie möglich weitergesendet werden.

Dies ist auch der. Weg, um sich von den zukünftigen Kosten zu befreien. Somit kannst du von Glück sprechen, wenn du überhaupt diese Nachricht lesen konntest.

Nachdem du diese Nachricht erfolgreich (Doppelhaken) an 10 weitere Freunde versendet hast, wird dein WhatsApp Logo in roter Farbe aufleuchten.

Mit freundlichen Grüßen

Deine WhatsApp Gemeinde

!!!Steht sogar auf der homepage!!!

"Bitte macht bei der Aktion mit, damit wir weiterhin kostenlos miteinander schreiben können"

Lieber Whats App Kunde!

Ab heute ist das Programm Whats App kostenpflichtig und kostet nur 1,23€. Außer du schickst die SMS an 10 Kontakte weiter dann leuchtet das Symbol grün auf"

WhatsApp-Kettenbrief: So erkennen Sie die Fake-Warnung

Eine ähnliche Version des Kettenbriefes trieb bereits Anfang 2019 sein Unwesen im Messenger-Dienst: Auch in diesem Fall wurde vor anfallenden Kosten für die Nutzung von WhatsApp gewarnt. Im Allgemeinen besteht der aktuellste WhatsApp-Kettenbrief aus zusammen geschusterten Teilen verschiedener Kettenbriefe. Neben der Kostenwarnung ist auch die angebliche Drohung durch Jim Balsamico, CEO von WhatsApp, ein altbekanntes Stilmittel, das Kettenbriefe Angst und Verunsicherung verbreiten lässt.

WhatsApp-Nutzern wird angedroht, dass ihr Konto als inaktiv eingestuft wird, falls der Kettenbrief nicht an zehn Kontakte aus dem Adressbuch weitergeleitet wird.

Um eines vorneweg zu nehmen: Die Androhungen des Kettenbriefes sind Quatsch! Weder die Ankündigung von Kosten für die Nutzung von WhatsApp noch die Meldung, dass sich Facebook zahlreiche Kontaktdaten gesichert hätte, entsprechen der Wahrheit. Dies ist schlichtweg falsch. Zahlreiche Details des WhatsApp-Kettenbriefes zeigen, um was für eine billige Betrugsmasche es sich in diesem Fall handelt:

  • Der Kettenbrief weist zahlreiche umgangssprachliche Formulierungen auf. Niemals würde Facebook beziehungsweise WhatsApp eine Pressemitteilung mit solch eklatanten sprachlichen Fehlern veröffentlichen.
  • Der WhatsApp-Kettenbrief hat keinerlei Struktur. Der Text setzt sich aus mehreren Elementen früherer Kettenbriefe zusammen und ist lediglich ein weiterer Versuch, Verunsicherung unter Nutzern des Messenger-Dienstes zu schüren.
  • Der CEO von WhatsApp heißt nicht Jim Balsamico. Er heißt Jan Koum. Die Nachricht des angeblichen WhatsApp-CEOs erweist sich als glatte Falschmeldung.

WhatsApp hat bereits auf Kettenbriefe reagiert und das massenhafte Weiterleiten von Kettenbriefen eingeschränkt: Es gibt allerdings eine Geheimfunktion. Diesen praktischen Trick kennen allerdings die Wenigsten.

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