Berlin
Schadsoftware

Trojaner "Emotet": So schützt man sich gegen den gefährlichen E-Mail-Virus

Derzeit richtet vor allem ein E-Mail-Trojaner namens "Emotet" großen Schaden an. Darauf weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hin. Die Bedrohung durch Schadsoftware bleibt hoch.
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Die Bedrohung durch Schadsoftware ist nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weiterhin hoch. Insbesondere der Trojaner Emotet habe eine "erhebliche Durchschlagswirkung", sagte BSI-Chef Arne Schönbohm am Donnerstag in Berlin.

Emotet sei aktuell der "König der Schadsoftwaren". Mit einer Emotet-Attacke hat derzeit auch das Berliner Kammergericht zu kämpfen. Seit Wochen sind die IT-Systeme des höchsten ordentlichen Gerichts der Hauptstadt lahmgelegt.

"Emotet" verantwortlich für Angriff in Niederlande

Schönbohm stellte gemeinsam mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) das diesjährige Lagebild zur IT-Sicherheit in Deutschland vor. Es bildet Entwicklungen von Juni 2018 bis Mai 2019 ab.

Emotet ist zunächst darauf ausgerichtet, die infizierten E-Mail-Systeme auszuspionieren. Das Programm kann dann weitere Schadsoftware nachladen - beispielsweise Banking-Trojaner, die versuchen, digitale Geldströme in die Taschen der Cyberkriminellen umzuleiten.

Laut Schönbohm steckt Emotet auch hinter dem Cyberangriff auf die das niedersächsische Neustadt am Rübenberge. Die Verwaltung fiel dort eine Woche lang aus, unter anderem konnten keine Autos angemeldet werden.

Durch Emotet sei die Zahl der Varianten neuer Schadprogramme îm September von täglich rund 300.000 auf 450.000 gestiegen, sagte Schönbohm. Täglich gebe es weitere Meldungen aus allen Wirtschaftsbereichen.

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