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Musikplayer-Test

Toniebox und Co. getestet: Die besten Musik-Spieler für Kinder

Längst haben sie Einzug in die Kinderzimmer gehalten: Toniebox und Co. Stiftung Warentest hat 13 Musikspieler unter die Lupe genommen, hier sind die drei Testsieger.
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Maus, Toniebox, Musikspieler
Werden immer populärer: Musikboxen für Kinder. Foto: distelAPPArath/pixabay.com

Musik und Hörspiele gibt es in einer gigantischen Auswahl. Fast ebenso groß ist mittlerweile das Angebot an dazugehörigen Musikspielern. Ganz schön schwierig, da die richtige Auswahl zu treffen. Stiftung Warentest hat aktuelle Musikspieler mal genauer unter die Lupe genommen und kommt zu einem klaren Ergebnis, das Eltern aufhorchen lassen sollte.

Was wurde getestet? Im Test befanden sich insgesamt 13 Musikspieler jeglicher Couleur. Die Musikspieler sind sowohl mit, als auch ohne Mikrofon erhältlich. Geprüft wurde auf Handhabung, Ton, Lautstärke, Verarbeitung und Haltbarkeit, Batterie/Akku, elektrische Sicherheit und auf Schadstoffe. Das Besondere an diesem Test ist, dass die Boxen zudem von Kindern getestet wurden, die sie eingehend auf den Prüfstand stellten. 

Wie funktionieren die Musikspieler?

Grundsätzlich unterscheidet man die Musikspieler so:

  • die klassischen Musikspieler, die man mit Inhalten von einer CD füttert
  • diejenigen Musikspieler, in die Musik-Dateien per USB-Stick oder SD-Karte gespeist werden
  • Zudem kann man bei einigen Musikspielern Musik per Bluetooth direkt vom Handy übertragen
  • Eine Ausnahme ist die Toniebox: Hier gelangen die Dateien über einen Chip in den Musikspieler

Problematisch: Die Lautstärke

Elf der 13 getesteten Musikspieler sind generell eindeutig zu laut für Kinderohren, lediglich Hörbert und der CD-Spieler von Lexibook schneiden mit sehr gut bzw. gut ab. Acht der getesteten Spieler werden gefährlich für Kinderohren, wenn sie mit Kopfhören genutzt werden - von Kopfhörer-Nutzung ist generell abzuraten.

Die Lärm-Forscherin Brigitte Schulte-Fortkamp rät dazu, Kindern maximal einer Lautstärke von 75 Dezibel auszusetzen. Um die Lautstärke einzuschätzen, sollen sich die Eltern einfach zum Kind setzen und mithören - oft merkt man dann recht schnell, ob die Musik zu laut ist. Das ist sehr wichtig, denn: Sind Kinder über längere Zeit einer zu hohen Lärmbelastung ausgesetzt, drohen Hörschäden, die irreparabel sein können.

Musikspieler bei Stiftung Warentest: Das sind die Sieger

1. Der Gewinner: Hörbert von Winzki

Das Besondere am Hörbert ist, dass er in einem Familienbetrieb in Baden-Württemberg hergestellt wird und der Korpus zudem aus Holz besteht. Die Firma Winzki wirbt außerdem mit Nachhaltigkeit, was den Hörbert klar von den anderen getesteten Boxen unterscheidet. Er besticht durch einen guten Klang. Außerdem können es die Kleinen hier auch mit der Lautstärke nicht übertreiben: Im Inneren des Spielers befindet sich ein zusätzlicher Lautstärke-Regler, durch den die Eltern das Lautstärke-Niveau begrenzen können. Inhalte bezieht der Hörbert von einer Speicherkarte, auf die Musik-Dateien kopiert werden können. Der Hörbert geizt allerdings auch mit dem Preis nicht: im Vergleich zu den anderen Musikspielern ist er mit 239 Euro teuer.

Hörbert von Winzki

  • Gesamturteil "Gut" (1,8)
  • Handhabung "Gut" (1,9)
  • Tonqualität "Befriedigend" (2,6)
  • Lautstärke "Sehr gut" (0,5)
  • Verarbeitung und Haltbarkeit "Sehr gut" (1,4)
  • Batterie/Akku "Sehr gut" (0,9)
  • Elektrische Sicherheit "Sehr gut" (1,9)
  • Schadstoff "Befriedigend" (3,2)
  • Mittlerer Ladenpreis: 239 Euro
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2. Die Beliebte: Die Toniebox von Boxine

Auch die Toniebox ist eines der Geräte, das Stiftung Warentest für empfehlenswert hält. Das Lustige an diesem Musikspieler ist, dass Figuren auf die Box gestellt werden, die durch einen Chip Musik und Hörspiele wiedergeben können. Diesen Figuren ist eine eigene Geschichte zugewiesen, die man nicht löschen kann. Die bunten Figuren sind mitunter ein Grund, warum sich die Box so großer Beliebtheit bei Kindern erfreut. Problematisch ist allerdings die Lautstärke der Kopfhörer. Jedoch kann man diese individuell online in der Tonie-Cloud runterregeln, was ein Vorteil gegenüber den anderen Musikspielern mit Kopfhörer-Anschluss ist. Alles in allem also eine Empfehlung der Tester.

Toniebox von Boxine

  • Gesamturteil "Befriedigend" (3,0)
  • Handhabung "Gut" (2,0)
  • Tonqualität "Gut" (2,5)
  • Lautstärke "Befriedigend" (3,5)
  • Verarbeitung und Haltbarkeit "Sehr gut" (1,3)
  • Batterie/Akku "Befriedigend" (2,7)
  • Elektrische Sicherheit "Gut" (2,0)
  • Schadstoff "Gut" (2,3)
  • Mittlerer Ladenpreis: 79,50 Euro
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Den Erfahrungsbericht zur Toniebox aus unserer Redaktion können Sie hier nachlesen.

3. Der Klassiker unter den Musik-Wiedergabe-Geräten: Der CD-Spieler Avengers von Lexibook

Neben Hörbert und der Toniebox halten die Tester auch den traditionellen CD-Spieler von Lexibook für empfehlenswert. Einen Kopfhörer-Anschluss sucht man hier vergebens, weshalb auch die Gefahr eines Hörschadens für Kinder kaum besteht. Zudem ist er mit 50 Euro eines der preisgünstigsten getesteten Modelle.

CD-Spieler Avengers von Lexibook

  • Gesamturteil "Befriedigend" (2,8)
  • Handhabung "Gut" (2,2)
  • Tonqualität "Ausreichend" (3,9)
  • Lautstärke "Gut" (2,0)
  • Verarbeitung und Haltbarkeit "Befriedigend" (3,5)
  • Batterie/Akku "Sehr gut" (1,4)
  • Elektrische Sicherheit "Gut" (2,0)
  • Schadstoffe "Befriedigend" (2,8)
  • Mittlerer Ladenpreis: 50 Euro
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Fazit: Alles in allem fällt das Testergebnis eher nüchtern aus. Sechs der Musikspieler wurden mit "ausreichend" bewertet, vier erhalten lediglich ein "mangelhaft." An der Spitze steht mit weitem Abstand der Hörbert, gefolgt von der Toniebox und dem CD-Spieler von Lexibook. Die Lautstärke lässt sich für Kinderohren oft viel zu laut aufdrehen, was viele der getesteten Musikspieler stark abwertet. 

Den kompletten Musikspieler-Test finden Sie gebührenpflichtig auf der offiziellen Website von Stiftung Warentest.

Und was kann man so hören? Sehen Sie sich jetzt auch unser Ranking zu den besten Hörbüchern gegen Langeweile an.

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