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Sicherheitslücke bei WhatsApp: Fotos und Videos können gehackt werden - so schützen Sie sich

Beim Messengerdienst WhatsApp haben Mitarbeiter einer US-Softwarefirma eine große Sicherheitslücke aufgedeckt. Demnach können Hacker leicht Bilder, Videos und Sprachnachrichten abfangen. Betroffen sind alle Nutzer der Android-Version des Messengers.
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Mitarbeiter einer US-Softwarefirma haben eine neue Sicherheitslücke bei WhatsApp für Android-Nutzer entdeckt. Foto: Martin Gerten/dpa
Mitarbeiter einer US-Softwarefirma haben eine neue Sicherheitslücke bei WhatsApp für Android-Nutzer entdeckt. Foto: Martin Gerten/dpa

WhatsApp gehört weltweit zu den beliebtesten Messengerdiensten. Kinderleicht können darüber dem Partner, Freunden oder der Familie Textnachrichten, Sprachmemos, Bilder und Videos zugesendet werden. Auch einzelne GIFs und Sticker lassen sich so seit einiger Zeit versenden. Mitarbeiter einer US-Softwarefirma haben jetzt herausgefunden, dass diese gesendeten Dateien leicht gehackt werden können. Darüber berichten sie im Blog ihres Unternehmens. Dies gilt allerdings nur für Android-Nutzer.

WhatsApp: Sicherheitslücke macht Hackern Zugriff auf Bilder, Videos und Sprachnachrichten einfach

WhatsApp benutzt für seinen Messenger-Dienst die sogenannte "Ende-zu-Ende-Verschlüsselung". Das bedeutet, dass die gesendeten Nachrichten nur Sender und Empfänger entschlüsseln können. Unbefugte Personen, die darauf zugreifen wollen, haben keine Chance. Der Haken daran: Diese Funktion gilt einzig und alleine für Text-Nachrichten. Sprach-Nachrichten, Bilder und Videos sind von diesem Schutz ausgenommen.

Voraussetzung, dass Hacker dann darauf zugreifen können ist, dass noch andere Apps auf dem Handy installiert sind, die den Zugriff auf den externen Speicher erlauben. Viele WhatsApp-Benutzer mit einem Android-Smartphone lassen ihre ankommenden Mediendateien im externen Speicher einlaufen. So können die Hacker dann auf diese zugreifen, bevor sie der Empfänger überhaupt gesehen hat, und gegebenenfalls in Echtzeit verändern. Der Empfänger würde das Manöver also gar nicht merken.

Sicherheitslücke bei WhatsApp: So schützen sich Android-Nutzer

Um sich gegen einen möglichen Angriff zu schützen, können Android-Nutzer das Speichern von Mediendateien auf dem externen Speicher deaktivieren. Einfach über die WhatsApp-Applikation auf "Einstellungen" gehen und unter der Rubrik "Chats" den Schieber beim Punkt "Sichtbarkeit von Medien" nach links ziehen, sodass der Regler nicht mehr grün, sondern grau erscheint.

WhatsApp selbst hat sich auf seiner Homepage bisher noch nicht zu der Sicherheitslücke geäußert. Nutzer der iOS-Version auf dem Iphone sind davon nicht betroffen.

Revolution bei WhatsApp: Entscheidung gefallen - diese Änderungen kommen 2020

Nach fünf Jahren ohne Werbung steht es nun fest. Ab 2020 werden auf der Messenger-App Werbeanzeigen geschaltet. inFranken.de informiert über alle Neuerungen bei WhatsApp.

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