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OLED-Fernseher bei Stiftung Warentest: Günstigere Modelle überraschend gut - das sind die Testsieger

Stiftung Warentest hat die besten Fernseher des Jahres gekürt. OLED-Geräte liegen dabei in allen Größen vorn. Auch wenn du nicht so tief in die Tasche greifen willst, findest du gute Geräte.
Eine Frau und ein Mann wollen einen neuen Fernseher kaufen und betreten ein Geschäft.
Stiftung Warentest hat Fernseher getestet. Dabei schnitten auch günstigere OLED-Modelle gut ab. Foto: Image Source/Raygun (www.imagesource.com)/colourbox.de
  • Stiftung Warentest testet OLED-TV-Geräte: Welcher Fernseher ist der beste?
  • OLED ist der Maßstab bei den Fernsehern
  • Und das sind die Testsieger: Auch günstige Modelle schneiden gut ab
  • FAQ rund um Fernseher

Groß ist oft auch gut: Anbieter wie LG, Samsung, Sony, Panasonic, Philips und Grundig bringen ihre üppig ausgestatteten Premium-Modelle vornehmlich mit Bild­schirm­größen ab 48 Zoll auf den Markt. Verwunderlich ist es nicht: In dieser Kategorie fand die Stiftung Warentest die TV-Geräte mit sehr gutem Bild und Ton. Wer eine kleinere Flimmerkiste möchte, muss bei der Qualität deutliche Abstriche in Kauf nehmen. Dafür kommst du aber preiswerter weg.

OLED ist der Maßstab bei den Fernsehern

Im November 2022 hat die Stiftung Warentest ihre TV-Datenbank mit insgesamt 394 Fernsehgeräten, die seit 2020 im Test waren, aktualisiert. Die Preise reichen von rund 260 bis 3.000 Euro. Über den Preis entscheidet dabei die Größe: Von den kleinen 24- und 32-Zoll-Fernsehern über mittel­große (40 und 43 Zoll) bis zu den heute sehr beliebten 55-Zoll-Geräten ist alles dabei. Die Ultima Ratio sind die 65-Zoll-Riesen, oft mit allem Schnickschnack, die fast schon an ein Kino-Vergnügen herankommen.

Du suchst den derzeit besten Fernseher auf dem Markt? Dann landest du bei der Recherche nach der besten Bild­qualität automatisch bei Fernsehern mit organischen Leucht­dioden (OLED). Ihre Vorteile gegen­über der konventionellen LCD-Technik: sattes Schwarz, starke Kontraste und weiter Blick­winkel. Aber die Qualität kostet. Aktuelle OLED-Fernseher haben oft einen Preis von weit mehr als tausend Euro. Nur zwei der Geräte (LG 48A29LA OLED und Grundig 55 GOB 9099) liegen unter 1.000 Euro. Moderne OLED-Geräte haben eine Lebensdauer von ca. 20.000 Stunden.

Bei der Ton-Qualität haben die Tests große Unterschiede ergeben. Nur einige der flachen Fernseher liefern einen sehr guten Sound. Aber keine Sorge: Mit Zusatz­laut­sprechern lässt sich der Ton eines jeden Fernsehers verbessern. Die Kriterien für Bewertung sind: Bild (40 Prozent), Ton (20 Prozent), Handhabung (20 Prozent), Vielseitigkeit und Umwelteigenschaften (10 Prozent) und der Stromverbrauch (10 Prozent). Die Fernseher verbrauchen zwischen 62 Watt bis 247 Watt. Der Fernseher-Test ist in Ausgabe 1/2023, der komplette Test ist kostenpflichtig (4,95 Euro).

Und das sind die Testsieger

Zwei teure OLED-Testsieger mit dem größten Bildschirm (65 Zoll):

  • Bildschirmgröße: 65 Zoll
  • LG: 65C19LA OLED TV, 164 cm
  • Testnote: 1,6
  • Preis: ca. 1.750 Euro
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  • Bildschirmgröße: 65 Zoll
  • SAMSUNG: GQ65QN95AAT OLED TV
  • Testnote: 1,7
  • Preis: ca. 2.250 Euro

Drei teure OLED-Testsieger mit 55 Zoll - 48 Zoll: 

  • Bildschirmgröße: 55 Zoll
  • LG: 55C27LA OLED TV, 139 cm  
  • Testnote: 1,6
  • Preis: ca. 1.350 Euro
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  • Bildschirmgröße: 55 Zoll
  • SAMSUNG: GQ55S95BAT OLED TV, 140 cm
  • Testnote: 1,7
  • Preis: ca. 1.300 Euro
  • Bildschirmgröße: 48 Zoll
  • LG: 48C27LA OLED TV121 cm
  • Testnote: 1,7
  • Preis: ca. 1.100 Euro

Zwei preiswertere LG-Modelle mit 50 Zoll:

  • Bildschirmgröße: 50 Zoll
  • LG: 50NANO809PA, 127 cm
  • Testnote: 2,1
  • LCD-LED Fernseher
  • Preis: ca. 680 Euro
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  • Bildschirmgröße: 50 Zoll
  • LG: 50UP77009LB 127 cm
  • Testnote: 2,2
  • LCD-LED Technologie
  • Preis: ca. 569 Euro

FAQ rund um den Fernseher

  • Was bedeutet 4K?: Der Begriff 4K bezeichnet die Auflösung des Fernsehers und ist als Nachfolger von Full-HD zu betrachten. Die 4K-Auflösung beträgt 3840 × 2160 Pixel und damit doppelt so viel wie bei der Full-HD-Auflösung. 4K ist auch bekannt als UHD (Ultra-HD). Inzwischen gibt es Geräte mit 8K: Wirklich relevant sind 8K-Geräte für gewöhnliche Fernsehschauer*innen aber noch nicht.
  • Was sagt die Hertz-Angabe über die Bildqualität aus? Wichtig für die Bildqualität ist die Bildwiederholfrequenz. Diese Frequenz wird in Hertz (Abkürzung Hz) angegeben und gibt an, wie oft sich ein Vorgang pro Sekunde wiederholt. Ein 50-Hertz-Fernseher zeigt die Bilder beispielsweise fünfzigmal pro Sekunde und ein 100-Hertz-Gerät dementsprechend hundertmal. Tipp: 50 Hertz sollte der Fernseher schon haben, nahezu alle aktuellen Modelle bieten mindestens 60 Hertz. Für Gamer und Sportfans ist ein TV mit 120 Hertz, wie beim Testsieger von LG, zu empfehlen.
  • Was ist HDR? HDR bedeutet "High Dynamic Range" und bezeichnet eine Funktion für einen hohen Kontrastumfang. Der Fernseher zeigt dadurch brillantere Farben und größere Unterschiede zwischen sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen. Dadurch bekommt das Bild noch mehr Tiefe und wirkt natürlicher. Hersteller nutzen für HDR oft verschiedene Bezeichnungen. Etabliert haben sich HDR10 und Dolby Vision.
  • Wie groß ist der richtige Abstand zum Fernseher? Eine Bildschirmdiagonale von 55 Zoll entspricht etwas mehr als 139 Zentimetern. Früher gab es für den Sitzabstand die einfache Regel, die zweifache Bildschirmdiagonale zu messen. Mit der hohen 4K-Auflösung ist die Regel jedoch überholt. Tipp: Bei 4K Ultra HD kannst du einen Meter vor dem Bildschirm sitzen. Für einen angenehmen Abstand sind aber mindestens 1,50 Meter empfehlenswert. Bei noch größeren Modellen mit 65 Zoll Bildschirmdiagonale rät die Stiftung Warentest zu mindestens drei Metern Abstand bei 4K-Inhalten. Ist im Zimmer weniger Platz, empfiehlt sich ein TV mit geringerer Diagonale.

Fazit

LG hat mit seiner G1- und C2-Reihe die derzeit besten Fernseher auf dem Markt. In mehreren Größen ist das Modell Testsieger bei der Stiftung Warentest. Die Geräte überzeugen die Tester*innen mit dem tollen OLED-Bildschirm. Großer Nachteil: Die Geräte sind (noch) sehr teuer. In deutschen Haushalten wird täglich im Durchschnitt rund vier Stunden ferngesehen. Ob nun der Tatort am Sonntagabend oder die neue Serie beim Streaming-Anbieter: Ein gutes Bild sollte es schon sein.

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