Berlin

WhatsApp Konto gesperrt: In diesen Fällen droht der Rausschmiss - das sollten Sie vermeiden

Bei WhatsApp können Nutzer rausfliegen, wenn sie sich nicht an die entsprechenden Nutzungsbedingungen halten. Mögliche Gründe für einen Rauswurf und wie Sie diesen vermeiden können, haben wir hier zusammengefasst.
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Wer einen Rauswurf bei WhatsApp bisher für unmöglich gehalten hat, wird jetzt verwundert sein. Wer gegen die Richtlinien verstößt fliegt. Symbolbild: Silas Stein/dpa
Wer einen Rauswurf bei WhatsApp bisher für unmöglich gehalten hat, wird jetzt verwundert sein. Wer gegen die Richtlinien verstößt fliegt. Symbolbild: Silas Stein/dpa

WhatsApp kann die Konten der Nutzer ohne Vorwarnung sperren, wenn sich die Nutzer nicht an die Regeln des Messengerdienstes halten. Eine Welle an Sperrungen hatte im November für viel Diskussionen und Beschwerden im Netz gesorgt. Wir haben Gründe für Sie zusammengefasst, weshalb die App einige Nutzer ausschließt.

Verbotene WhatsApp-Gruppen führen zum Rauswurf

Laut Angaben von chip.de kann einer der Gründe für eine Konto-Sperrung eine falsche Gruppe sein, der der Nutzer angehört. Verbotene Gruppen sind solche, die auf rechtswidriges, rassistisches, beleidigendes oder anstößiges Verhalten hindeuten. Dafür reicht schon ein Name, der auf illegale Inhalte schließen lässt. Auch wenn es sich in den meisten Fällen um Spaß handelt, kann WhatsApp die geteilten Inhalte der Gruppe nicht eindeutig einordnen und geht im Zweifelsfall von einem Regelverstoß aus.

Eine Sperrung erfolgt dann automatisch, auch wenn die Inhalte legal sind. Witz oder Ernsthaftigkeit sind für WhatsApp irrelevant und Nutzer, die einer derartigen Gruppe angehören, werden ohne Vorwarnung gesperrt. Es wird daher geraten, solchen Gruppen direkt den Rücken zu kehren und gegebenenfalls auch weitere Mitglieder darauf aufmerksam zu machen.

Im Falle einer Konto-Sperrung bringt es nichts, sich an den WhatsApp-Support zu wenden: Eine Sperrung kann nicht mehr aufgehoben werden. Sollten gesperrte Nutzer WhatsApp wieder nutzen wollen, müssen sie ihre Handynummer ändern.

Die Nutzungsbedingungen von WhatsApp: Das Wichtigste auf einen Blick

Die Nutzungsbedingungen sind häufig lang und werden von den Nutzern in der Regel nicht gelesen - nicht nur bei WhatsApp ist das so. Die wichtigsten Punkte lassen sich aber schnell zusammenfassen.

In der Europäischen Union muss aufgrund der Datenschutzgrundverordnung der Nutzer ein Mindestalter von 16 Jahren mitbringen, um WhatsApp überhaupt nutzen zu dürfen. Bei jüngeren Kindern müssen die Eltern den Nutzungsbedingungen des Dienstes zustimmen.

WhatsApp besteht nicht auf Klarnamenpflicht, verbietet aber dem Nutzer, sich als komplett andere Person auszugeben.

WhatsApp besteht zudem auf eine bestimmte Netiquette unter den Nutzern. Alle Inhalte, welche in irgendeiner Weise rechtswidrig, obszön, beleidigend, bedrohend, einschüchternd, belästigend, hasserfüllt, rassistisch oder ethnisch anstößig sind, sind strengstens untersagt.

Im Kampf gegen Fake-News verbietet WhatsApp ebenfalls Inhalte mit Unwahrheiten, Falschdarstellungen oder irreführenden Aussagen.

Beim Versenden der Text-Nachrichten sind zudem Massennachrichten oder Spam-Mails verboten. Insbesondere das automatisierte Verschicken ("Auto-Messaging") oder Anrufen ("Auto-Dialing") zu einem bestimmten Zeitpunkt sind untersagt.

Eine kommerzielle Nutzung des Chats ist nur mit Zustimmung des Dienstes genehmigt. Anderen Nutzern darf nicht geschadet werden. Viren oder andere schädliche Computercodes dürfen nicht versendet oder gespeichert werden. Außerdem ist es nicht gestattet, unzulässige oder unberechtigte Informationen über andere Nutzer zu sammeln.

Wer WhatsApp selbst schadet wird ebenfalls von dem Messengerdienst gesperrt. Dazu zählen Aktionen wie den Code zu verändern, die Dienste von WhatsApp zu verkaufen oder die Leistung des Messengers zu stören. WhatsApp verbietet auch, die App in einem Land zu nutzen, in dem der Dienst gesperrt ist, oder ein VPN zu nutzen, um den eigenen Standort zu verschleiern.

Nutzer, die sich an diese Regeln halten und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Messengerdienst pflegen, haben im Regelfall nichts zu befürchten. Gesperrte User, die sich keiner Schuld bewusst sind, können sich zur Klärung an den WhatsApp-Support wenden.

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