Laden...
Brüssel
Streaming

Wegen Homeoffice: Netflix drosselt Datenmenge in Europa

Da wegen des Coronavirus zahlreiche Arbeitnehmer im Home Office arbeiten, droht der Datenverkehr im Netz zu verstopfen. Experten behaupten, den Nutzungsanstieg schultern zu können. Netflix reagiert indessen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Streaming-Dienst Netflix erfreut sich großer Beliebtheit. Besonders in Zeiten des Coronavirus greifen viele Verbraucher auf das Angebot an Filmen und Serien zurück. Symbolfoto: Alexander Heinl/dpa
Der Streaming-Dienst Netflix erfreut sich großer Beliebtheit. Besonders in Zeiten des Coronavirus greifen viele Verbraucher auf das Angebot an Filmen und Serien zurück. Symbolfoto: Alexander Heinl/dpa

Netflix wird die Datenmengen in seinem Video-Streamingdienst in Europa zunächst für 30 Tage drosseln, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Der Marktführer reagierte damit am Donnerstag auf einen Aufruf von EU-Kommissar Thierry Breton. Die Netflix-Nutzer sollten trotzdem einen Dienst mit "guter Qualität" bekommen, versicherte die US-Firma. Nach Einschätzung des Unternehmens wird Netflix durch den Schritt aber 25 Prozent weniger Datenverkehr verursachen. Breton begrüßte das Entgegenkommen.

Der EU-Kommissar hatte am Donnerstag den zweiten Tag in Folge mit Netflix-Chef Reed Hastings gesprochen. Am Vortag hatte Breton ihm unter anderem vorgeschlagen, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung runterzuschrauben.

Bei einer höheren Bildauflösung gibt es ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Dafür werden aber auch mehr Daten übertragen.

Coronavirus: Verstopfen Ausgangssperren das Netz?

Netflix empfiehlt für HD (High Definition) eine Internet-Geschwindigkeit von fünf Megabit pro Sekunde, während es bei Standard-Auflösung drei Megabit pro Sekunde sind. Einen richtig großen Sprung gibt es dann aber bei dem noch besseren Utra-HD-Format: Hier empfiehlt Netflix 25 Megabit pro Sekunde. Die Ultra-HD-Qualität gibt es dabei nur in den teureren Tarifmodellen von Netflix.

In Europa gibt es insgesamt die Sorge, dass die verstärkte Heimarbeit und Nutzung von Unterhaltungsangeboten die Netze verstopfen können. Internet-Anbieter versicherten bisher, dass sie den Anstieg schultern können.

Corona-Krise: Auch YouTube drosselt Bildqualität in Europa

Nach Netflix wird auch YouTube die Bildqualität in Europa etwas verschlechtern, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Alle Videos sollen zunächst in den kommenden 30 Tagen nur noch in Standard-Auflösung statt HD-Qualität übertragen werden, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Freitag ankündigte. EU-Kommissar Thierry Breton, der die Maßnahme angestoßen hatte, begrüßte den Schritt. Aktueller Stand zum Coronavirus - Jetzt für Newsletter anmelden

Bei einer höheren Bildauflösung gibt es ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Dafür werden aber auch mehr Daten übertragen. Netflix empfiehlt für HD (High Definition) eine Internet-Geschwindigkeit von fünf Megabit pro Sekunde, während es bei Standard-Auflösung drei Megabit pro Sekunde sind. Einen richtig großen Sprung gibt es dann aber bei dem noch besseren Ultra-HD-Format: Hier werden zum Beispiel bei Netflix 25 Megabit pro Sekunde benötigt. Auch auf Youtube gibt es Ultra-HD-Videos.

Netflix hatte nach Gesprächen mit Breton bereits am  Donnerstagabend angekündigt, den Datendurchsatz in Europa für zunächst 30 Tage zu drosseln. Die Netflix-Nutzer sollten trotzdem einen Dienst mit "guter Qualität" bekommen, versicherte die US-Firma. Nach Einschätzung des Unternehmens wird Netflix durch den Schritt aber 25 Prozent weniger Datenverkehr verursachen.

In Europa gibt es insgesamt die Sorge, dass die verstärkte Heimarbeit und Nutzung von Unterhaltungsangeboten die Netze verstopfen können. Internet-Anbieter versicherten bisher, dass sie den Anstieg schultern können.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren