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Potsdam
Datensicherheit

Passwort ändern: Wie ein sicheres Passwort aussieht - und wie nicht

Seit dem Wechsel vieler Mitarbeiter ins Homeoffice rückt das Thema Datensicherheit weiter in den Vordergrund. Ein Risikofaktor bleibt der viel zu unsichere Umgang mit Passwörtern. Wir haben Tipps gesammelt, wie Sie ein sicheres Passwort erstellen können.
 
Wer mehrere Nutzerkonten im Internet besitzt, sollte dafür eigentlich auch mehrere sichere Passwörter haben. Viele Nutzer benutzen jedoch das gleiche Passwort für all ihre Accounts.
Wer mehrere Nutzerkonten im Internet besitzt, sollte dafür eigentlich auch mehrere sichere Passwörter haben. Viele Nutzer benutzen jedoch das gleiche Passwort für all ihre Accounts. Foto: Gerd Altmann/Pixabay
  • Neue Herausforderung für Unternehmen: Datensicherheit im Home Office
  • Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam: Beliebteste Passwörter der Deutschen im Jahr 2020 immer noch einfache Zahlenfolgen
  • Neben unsicheren Passwörtern auch die Mehrfachnutzung problematisch

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind für Cyberkriminelle neue Angriffsmöglichkeiten entstanden, die vielen Unternehmen Sorgen bereiten. Die Wahl eines unsicheren Passworts bleibt weiterhin ein Risiko für die Datensicherheit. So sind Zahlenreihen wie "123456" auch im Jahr 2020 die beliebtesten Passwörter der Internetnutzer. Dabei ist es gar nicht so schwer, ein sicheres Passwort zu wählen, das die eigenen Daten nachhaltig schützt. Die folgenden Tipps vereinfachen Ihnen die Passwortwahl. 

Schwache Passwörter: "123456" immer noch der Spitzenreiter bei der Passwortwahl

"Die Corona-Pandemie hat die Angriffsfläche für Cyberangriffe in den letzten Monaten stark vergrößert und die IT-Abteilungen vieler Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt. Ein Risikofaktor, der angesichts des Homeoffice-Trends nochmals an Bedeutung gewinnt, ist die weit verbreitete Verwendung schwacher Passwörter", erklärt Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) der Universität Potsdam.

Dass die Deutschen trotz dessen zu einfachen und damit unsicheren Passwörtern greifen, zeigt die jährliche Veröffentlichung der meistgenutzten Passwörter des Hasso-Plattner-Instituts. Das HPI nutzt dabei den Datenbestand des "HPI Identity Leak Checkers" - im Jahr 2020 lagen dort ungefähr 3,1 Millionen Zugangsdaten vor, die auf E-Mail-Adressen mit .de-Domäne registriert waren und geleakt wurden. Ein Blick auf die Top 10 zeigt: schwache und unsichere Zahlenreihen bleiben 2020 weiterhin Spitzenreiter bei der Passwortwahl:

  • Platz 1: 123456
  • Platz 2: 123456789
  • Platz 3: passwort
  • Platz 4: hallo123
  • Platz 5: 12345678
  • Platz 6: ichliebedich
  • Platz 7: 1234567
  • Platz 8: 1234567890
  • Platz 9: lol123
  • Platz 10: 12345

Tipps zur Wahl eines sicheren Passworts

Viele Internetnutzer verwalten weit über zwanzig Online-Konten - ziemlich lästig, sich für jeden Dienst ein anderes Passwort auszudenken und zu merken. Das Resultat: Bei der Passworterstellung werden leicht zu merkende Passwörter gewählt, die jedoch auch leicht zu knacken sind. Die simplen Passwörter werden außerdem häufig für mehrere Konten genutzt. Cyberkriminelle haben es dann besonders einfach. Das Hasso-Plattner-Institut empfiehlt daher:

  • Wählen Sie ein langes Passwort mit mehr als 15 Zeichen.
  • Dabei sollten alle Zeichenklassen verwendet werden: Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
  • Nutzen Sie keine Wörter aus dem Wörterbuch.
  • Ähnliche oder gleiche Passwörter sollten außerdem nicht bei unterschiedlichen Diensten wiederverwendet werden.
  • Eine Verwendung von Passwortmanagern kann helfen.
  • Bei Sicherheitsvorfällen und Passwörtern, die den obigen Regeln nicht entsprechen, sollte ein Passwortwechsel erfolgen.
  • Wenn möglich, sollte auch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. 

Ob man selbst Opfer eines Datendiebstahls geworden ist, kann man übrigens mit dem "Identity Leak Checker" des Hasso-Plattner-Instituts überprüfen. Seit 2014 kann dort jeder Internetnutzer unter https://sec.hpi.de/ilc kostenlos durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse prüfen lassen, ob Identitätsdaten von ihm frei im Internet kursieren und missbraucht werden könnten.

Fazit

Die Grundregeln für sichere Passwörter sind eigentlich einprägsam und mit wenig Aufwand umzusetzen. Schließlich sollten einem die eigenen Daten so wichtig sein, dass man sie vor unbefugtem Zugriff schützen möchte. Passwörter sollten deshalb möglichst lang und mit vielen Zeichenklassen versehen sein. Wichtig ist außerdem, dass für jeden Online-Dienst ein anderes Kennwort verwendet wird - Passwortmanager können einem dabei helfen.

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