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Allerheiligen 2019: Wer heute frei hat - und worum es "stillen Feiertag" am 1. November geht

Am 1. November ist Allerheiligen. In einigen katholisch geprägten Bundesländern ist das ein Feiertag. Doch was wird eigentlich gefeiert und was hat es mit den sogenannten stillen Feiertagen auf sich?
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Allerheiligen 2019 ist in vielen deutschen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Wo genau und was Allerheiligen eigentlich ist, erklärt inFranken.de Symbilfoto: Hänseler
Allerheiligen 2019 ist in vielen deutschen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Wo genau und was Allerheiligen eigentlich ist, erklärt inFranken.de Symbilfoto: Hänseler

Wer hat am 1. November frei? Allerheiligen ist in katholisch geprägten deutschen Bundesländern ein Feiertag. Das heißt: In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland ist der 1. November 2019 ein gesetzlicher Feiertag und damit frei. Und da Allerheiligen in diesem Jahr auf einen Freitag fällt, ist für all diejenigen, die am Wochenende nicht arbeiten müssen, ein verlängertes Wochenende möglich.

Was ist eigentlich Allerheiligen?

Als Allerheiligen wird ein vor allem christliches Fest bezeichnet, zu dem "aller Heiligen" gedacht werden soll. Was es bedarf, um als "heilig" bezeichnet zu werden, erklärt der Theologe Ulrich Lüke gegenüber Katholisch.de. Demnach werden "die, welche dem Vorbild Christi besonders gefolgt sind und durch das Vergießen ihres Blutes (Märtyrer) oder durch heroische Tugendübung (Bekenner) ein hervorragendes Zeugnis für das Himmelreich abgelegt haben", als "Heilige" bezeichnet.

So wird Allerheiligen auch als das Fest "aller der in Christus vollendeten" bezeichnet und wurde zunächst am ersten Sonntag nach Pfingsten abgehalten. Papst Gregor IV verlegte den Feiertag erst im 8. Jahrhundert auf den 1. November.

Allerheiligen ist ein "Stiller Feiertag"

Allerheiligen gehört zu den sogenannten stillen Feiertagen. Das bedeutet, dass es an diesem Tag nicht möglich ist, zu lauter Musik zu tanzen. Es gilt ein Tanzverbot von 2 bis 24 Uhr. Der Grund dafür ist, dass solche Unterhaltungsveranstaltungen - wie eben das Tanzen - nicht mit dem Ernst des jeweiligen stillen Feiertages vereinbar sind. Deshalb sind von dieser Regelung vor allem Diskotheken, Clubs oder auch Gaststätten betroffen.

Nach einer Gesetzesänderung ist es nun aber in den meisten Fällen möglich, bis 2 Uhr in die stillen Feiertage "hineinzufeiern". Danach muss der Veranstalter aber die Musik leiser drehen und die Tanzfläche räumen lassen.

Tanzverbot zu Allerheiligen: Das können Sie trotzdem unternehmen

Konzerte und andere Musikevents bedürfen immer einer separaten Prüfung. Entsprechen sie dem Charakter eines stillen Feiertages, so können sie ohne Probleme abgehalten und besucht werden. Kabarett-, Zirkus oder andere Vorführungen sind gar nicht von der Regelung betroffen, da explizit von einem "Tanzverbot" die Rede ist. Doch auch hier gibt es zwei Ausnahmen: Den Buß- und Bettag sowie der Karfreitag.

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