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Sydney
Junk Food

Studie: Junk Food steigert Appetit auf ungesundes Essen - und schadet dem Gehirn

Forscher berichten, dass Junk Food nicht nur dem Körpergewicht, sondern auch der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns schadet. Andere Lebensmittel hingegen können Konzentrations- und Erinnerungsfähigkeiten fördern.
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Schlechtes Essen ist schlecht für die Gesundheit des Gehirns. Andere Lebensmittel hingegen können die Leistungsfähigkeit steigern. Symbolfoto: romaset/Adobe Stock
Schlechtes Essen ist schlecht für die Gesundheit des Gehirns. Andere Lebensmittel hingegen können die Leistungsfähigkeit steigern. Symbolfoto: romaset/Adobe Stock

Neuronale Appetiregulation bezeichnet die gesunde Steuerung unseres Gehirns auf den Appetit: Sind wir satt, reduziert ein bestimmter Teil unseres Gehirns - der Hippocampus - entsprechend unser Verlangen nach Essen und wir hören damit auf.

Allerdings scheint diese Regulation nicht bei Junk Food wie Pommes, Pizza oder Burger zu funktionieren. Zu diesem Schluss kommen zumindest Forscher um Richard Stevenson von der Macquarie Universität in Sydney (Australien) in einer Studie. Im Fachblatt "Royal Society Open Science" berichten sie, dass bereits eine Woche einer Junk-Food-reichen Ernährung die Funktion des Hippocampus beeinträchtigt.

Diese Studie ist nur eine von vielen, die nicht die Auswirkungen auf die Figur, sondern die Folgen einer ungesunden Ernährung für das Gehirn untersucht. Zucker fördert die Vergesslichkeit, zu viel ungesundes Essen steigert Aggressivität, Depressionen und Stress nehmen zu und bestimmte Hirnareale können schrumpfen. Wie das Team um Stevenson nun berichtet, beeinflusst eine ungesunde Ernährung den Hippocampus und lässt das Verlangen nach mehr steigen, obwohl man eigentlich schon satt ist.

Ungesundes Essen steigert das Verlangen danach nur noch mehr

Die Wissenschaftler der Macquarie Universität untersuchten 105 junge, gesunde Freiwillige, die sich normalerweise ausgewogen ernährten, und teilten sie in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe aß acht Tage lang Junk Food, also Lebensmittel, die viel Zucker und gesättigte Fette enthielten. So gab es zum Frühstück getoastete Sandwiches und Milchshakes oder belgische Waffeln, später eine Hauptmahlzeit von einer Fast-Food-Kette. Die Kontrollgruppe aß ihre üblichen Mahlzeiten.

Beide Gruppen konnten am ersten und am letzten Tag des Experiments vor und nach dem Frühstück ungesunde Snacks auswählen. Es sollte getestet werden, wie groß ihr Verlangen danach war und - im Anschluss nach dem Probieren - wie gut ihnen diese geschmeckt hatten.

Das Ergebnis: Der Appetit der Junk-Food- Gruppe auf ungesunde Snacks war wesentlich größer, auch dann noch, wenn sie schon genug gegessen hatten. Dabei war die Selbstkontrolle über den Appetit bei dieser Gruppe nach einer Woche geringer ausgeprägt als in der Vergleichsgruppe.

Auch andere Umwelteinflüssen beeinträchtigen den Hippocampus

Gerade Faktoren, die vor allem in der westlichen Welt auftreten - Schlaflosigkeit, Stress, Umweltgifte, Depressionen und Diabetes Typ II - beeinflussen den Hippocampus negativ. Kombiniert mit ungesunder Ernährung könnten diese sowohl akute, als auch langfristige Schäden für diese Gehirnregion bedeuten.

Fisch, Nüsse und Vollkornprodukte sind die bessere Wahl

Um die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis durch die Ernährung zu fördern, sollte zu langkettigen, komplexen Kohlenhydraten, wie sie in Vollkornprodukten enthalten sind, gegriffen werden. Omega-3-Fettsäuren aus fettreichem Fisch, Nüssen sowie Raps- und Walnussöl sollen sich günstig auf die Nervenzellen und ihr Zusammenspiel auswirken. Proteine aus Fisch, Meeresfrüchten, mageren Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide gelten ebenso als förderlich.

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