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Neujahr

Stressfreier Silvesterabend für Haustiere: Warum ein Mitternachtsbuffet tierisches Herzrasen verringert

Für viele gehört ein großes Feuerwerk einfach zu Silvester dazu. Haustiere mit besonders sensiblen Ohren leiden aber unter dem Neujahrs-Lärm. Der Deutsche Tierschutzbund hat einige Tipps parat, mit denen die Vierbeiner den 31.12. möglichst stressfrei überstehen. Nicht nur Melisse kann dabei helfen.
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Der Deutsche Tierschutzbund hat einige Tipps zusammengefasst, mit denen Haustierbesitzer den Neujahrsstress für ihre Lieblinge möglichst gering halten können. Symbolfoto: Pexels/Burst
Der Deutsche Tierschutzbund hat einige Tipps zusammengefasst, mit denen Haustierbesitzer den Neujahrsstress für ihre Lieblinge möglichst gering halten können. Symbolfoto: Pexels/Burst

Besonders für Kinder ist es an Silvester der größte Spaß überhaupt: Pünktlich um Mitternacht Böller und Raketen zünden. Doch alle, die auch vierbeinige Mitbewohner im Haus haben, dürften den Abend eher mit beruhigenden Streicheleinheiten verbringen. Der Deutsche Tierschutzbund hat einige Tipps zusammengefasst, mit denen Haustierbesitzer den Neujahrsstress für ihre Lieblinge möglichst gering halten können.

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"Wegen ihres sensiblen Gehörs leiden Tiere, vor allem Hunde und Katzen, besonders unter dem Feuerwerk", teilte der Verband am Dienstag mit. Tierhalter sollten deswegen schon einige Tage vor Silvester Vorkehrungen treffen. Am Silvesterabend selbst sollte die Wohnung ein ruhiger Rückzugsort sein, hieß es weiter: "Fenster, Türen und nach Möglichkeit auch die Rollos sollten geschlossen sein, damit der Lärm und die Lichtblitze möglichst gedämpft werden. Ein ruhiger Rückzugsort für Katzen und Hunde gibt den Tieren ein Gefühl von Sicherheit." Dieses Gefühl werde noch verstärkt, wenn die vertrauten Bezugspersonen den Jahreswechsel mit ihren Vierbeinern verbringen und mit diesen bewusst ruhig und entspannt umgehen.

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Halter von Kleintieren und Vögeln sollten Gehege und Volieren in einem möglichst ruhigen Raum und mit einiger Entfernung zum Fenster unterbringen und sie mit einem Tuch zu den Seiten hin abdecken, erklärte der Tierschutzbund. Außengehege sollten abgeschirmt und gegen einfallende Feuerwerkskörper gesichert sein. Durch den ungewohnten Lärm komme es zudem immer wieder vor, dass Katzen und Hunde in Panik weglaufen und nicht zurückfinden. Daher sollten Tierhalter unbedingt darauf achten, dass ihr Tier gekennzeichnet und registriert ist, zum Beispiel bei "Findefix", dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes.

Vorsicht beim Gassigehen am 31.12.

Hundebesitzer sollten ihre Tiere an den Tagen rund um Silvester beim Gassigehen sicherheitshalber angeleint lassen, erklärte der Verband weiter: "Katzen mit Freigang verbringen Silvester am besten im Haus." Der Tierschutzbund rief zudem dazu auf, das Böllern in der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung zu unterlassen. Scheue Wildtiere in Wald und Flur reagierten besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern auf der Weide bestehe die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.

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Aber nicht nur bei Hunden und Katzen können während des Silvesterfeuerwerks die Nerven blank liegen - auch bei Kaninchen, Meerschweinchen und Hamstern kann die Böllerei zu Herzrasen führen. Vorbeugen können Kleintierhalter mit einem Mitternachtsbuffet mit dem Lieblingsfutter, rät der Industrieverband Heimtierbedarf. Denn auf das Fressen folgt bei den Tieren eine ausgiebige Putz- und Ruhephase, in der sie entspannen. Das könnten Halter nutzen und den Nagern und Kaninchen gegen 22.00 Uhr ein kleines Festmahl anbieten. Fällt es zu üppig aus, sollte am Tag darauf aber das Frühstück reduziert werden.

Kleintiere in gewohntem Gehege lassen

Die Heimtier-Experten raten angesichts des Donnerns und Blitzens der Raketen zu geschlossenen Fenstern und Türen. Die Tiere sollten aber auf keinen Fall aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden. Das schaffe eher Unruhe - auch wenn das Gehege mit umzieht. So kämen zum Knallen noch ein neues Revier und damit neue Gerüche hinzu. Dies versetze die Tiere in Alarmbereitschaft. Bei Kaninchen habe sich außerdem die Gabe von Melisse als beruhigend bewährt.

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