Bamberg
Zeitumstellung 2018

Sommerzeit 2018: Diese Nachteile bringt die Zeitumstellung

Hat die Zeitumstellung negative Folgen für die Menschen? Es gibt auf jeden Fall gute Gründe, dass zu glauben. Wir haben fünf von ihnen gesammelt.
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Wir haben die Gründe zusammengestellt, die gegen die Zeitumstellung sprechen.  Symbolbild: pixabay.com
Wir haben die Gründe zusammengestellt, die gegen die Zeitumstellung sprechen. Symbolbild: pixabay.com
Am 25. März um 2.00 Uhr ist es wieder soweit: Die Uhren werden eine Stunde vor gestellt, die Sommerzeit 2018 beginnt. Dabei zeigen zu jeder Zeitumstellung Umfragen, dass eine breite Mehrheit in Deutschland gegen die Zeitumstellung ist - und diese Ablehnung in der Bevölkerung wächst. Doch warum ist das so, was sind die bemängelten Nachteile? Wir haben die Gründe zusammengestellt, die gegen die Zeitumstellung sprechen.


1. Keine Energieersparnis

Der Urvater der Zeitumstellung war Benjamin Franklin, der den hohen Verbrauch von Kerzen bemängelte und daher eine Zeitumstellung forderte. Außerdem sollte infolge dessen nicht mehr so lange geheizt und damit Energie gespart werden. Heute wissen wir, dass sogar das Gegenteil der Fall ist: Zwar knipsen wir im Sommer abends seltener das Licht an - im Frühjahr und Herbst jedoch wird in den Morgenstunden dafür mehr geheizt. Unterm Strich gibt es durch die Sommerzeit allein keine Ersparnis.


2. Gesundheitliche Probleme

Eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt, dass drei Viertel der Bevölkerung - 74 Prozent - die Zeitumstellung für überflüssig halten. Frauen sind demzufolge mit 80 Prozent eher gegen die Sommerzeit als Männer mit 68 Prozent. Am wenigsten Probleme haben die Menschen unter 30 mit der Zeitumstellung.


Vor allem Schlafprobleme beklagten die Befragten - sie würden sich müde und schlapp fühlen. Die meisten verkraften die Umstellung innerhalb von einigen Tagen, doch empfindlichere Menschen brauchen mehrere Wochen. Auch medizinische Gefahren birgt die Zeitumstellung, so steigt etwa das Herzinfarkt-Risiko. Mediziner warnen, dass empfindsamere Menschen Probleme mit der Anpassung haben können.


3. Erhöhte Unfallszahlen

Einige Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es am Montagmorgen nach der Umstellung auf die Sommerzeit mehr Unfälle als an anderen Montagen gebe. Für den Monat nach der Umstellung auf die Sommerzeit werden durchschnittlich 20 Prozent mehr Unfälle verzeichnet. Denn die Müdigkeit und die damit nachlassende Aufmerksamkeit, die die Zeitumstellung mit sich bringt, birgt einige Gefahren.
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Ein weiterer Grund für die erhöhten Unfallzahlen sind die Wildtiere, die in der morgendlichen Dämmerung auf die Suche nach Nahrung gehen. Da durch die Umstellung früh mehr Autos auf den Straßen unterwegs sind, gibt es mehr Wildunfälle.



4. Auch Kinder und Tiere leiden

Besonders Kinder, aber auch Tiere, sind von der Zeitumstellung betroffen. So werden Kinder wegen des Schlafmangels unkonzentrierter, wodurch die Leistung in der Schule sinken kann. Haustiere bemerken die Zeitumstellung deutlich, da sie oft zu festen Zeiten spazieren gehen oder Futter bekommen - sie verstehen den Wechsel nicht. Auch Nutztiere brauchen eine längere Zeit, um sich umzustellen. So geben beispielsweise Kühe rund eine Woche weniger Milch als üblich.



5. Uhrumstellung sorgt für Verwirrung

Nervig ist die Umstellung für alle, die keine Funkuhr haben. Gehen die Chronometer nicht automatisch mit der Zeit, muss die Anpassung manuell geschehen, an Küchengeräten oder im Auto zum Beispiel. Außerdem stellt manuelle Uhren laut einer Umfrage jeder Vierte falsch um, jeder Zehnte ist schon einmal zu spät zu einem Termin gekommen.

Doch es gibt natürlich nicht nur Nachteile - hier gibt es fünf Gründe, die für die Zeitumstellung sprechen.
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