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Stiftung Warentest

Smartwatches bei Stiftung Warentest: Nur zwei schneiden "gut" ab

Nachrichten versenden, den Puls checken, die Schritte zählen - all das kann man heutzutage mit einem Gerät: Der Smartwatch. Stiftung Warentest prüfte nun 13 Produkte auf ihre Genauigkeit, den Datenschutz, das Handling und Co. - die Ergebnisse haben wir für Sie zusammengefasst:
 
Stiftung Warentest prüfte 13 Smartwatches genau - nur zwei konnten mit "gut" überzeugen. Symbolfoto: Andrea Warnecke/dpa
Stiftung Warentest prüfte 13 Smartwatches genau - nur zwei konnten mit "gut" überzeugen. Symbolfoto: Andrea Warnecke/dpa

Insgesamt 13 Smartwatches wurden vom Verbrauchermagazin Stiftung Warentest auf verschiedenste Faktoren getestet.

Das Ergebnis lässt zu wünschen übrig: Nur zwei der 13 Produkte überzeugen mit der Bewertung "gut". Acht weitere Uhren landen mit "befriedigend" im Mittelfeld, die restlichen drei Produkte überzeugen mit "ausreichend" und "mangelhaft" nur wenig.

Smartwatches bei Stiftung Warentest - hierauf wurde geachtet:

Genauigkeit

Da die Uhren nicht nur die Zeit anzeigen, sondern auch genaue Auskunft über Puls, Schrittzahl und Kalorienverbrauch geben sollen, wurde spezifisch auf die Genauigkeit der Smartwatches geachtet.

Hierfür wurden fünf Hobbysportler, neben der Smartwatch, mit einem hochwertigen Herzfrequenz-Brustgurt ausgestattet. Ihre Aufgabe bestand darin, 400 Meter zu Gehen, vier Kilometer Rad zu fahren und 1,2 Kilometer zu Joggen. Beim Schwimmen wurden Puls- und Streckenangaben mit drei Hobbysportlern überprüft.

Handhabung und Stabilität

Hier wurde genaues Augenmerk auf die Bedienungsanleitung und die Bedienung des Geräts an sich geachtet. Verschiedene Helligkeiten, Ablesbarkeit der Texte und Akkulaufzeiten wurden von drei Experten genauer untersucht.

Weiterhin wurden alle Uhren auf ihre Stabilität getestet. Neben einem Tauchtest für die Wasserbeständigkeit wurde auch die Stoß- und Fallfestigkeit überprüft.

Kommunikation

Bei der Kommunikation standen primär Telefonate und Textnachrichten im Fokus. SMS wurden über Whatsapp und Telegram versendet und auch die Antwortfunktion wurde ausprobiert. Beim Telefonieren wurde auf die Anzeige des Anrufers geachtet und auf die Möglichkeiten, Anrufe direkt anzunehmen oder abzulehnen.

Neben der Kommunikationsmöglichkeiten wurden auch die Wiedergabe von Musik, Weck-Funktionen und die Navigation der Geräte getestet.

Datenschutz

Ein Thema, was man bei einer Uhr vielleicht eher nicht direkt im Kopf hat, ist der Datenschutz. Experten überprüften den Schutz von Nutzerkonten und der Datenübertragung sowie den Umfang der vom Anbieter erfassten Daten. Auch die Datenschutzerklärungen wurden von einem Juristen genau geprüft.

Das Ergebnis von Stiftung Warentest: Nur zwei Uhren schneiden mit "gut" ab

Im Test befanden sich Uhren im Wert von 69 Euro bis zu 480 Euro. Tatsächlich konnten nur die beiden teuersten Uhren in der Prüfung bestehen.

Die Appel Watch 5 für 480 Euro lieferte von allen Smartwatches die besten Ergebnisse. Vor allem in Bezug auf die Fitnessdaten konnte die Uhr überzeugen: Es wurden die genauesten Werte verzeichnet - vor allem im Wasser konnte nur Apple korrekte Werte liefern. Auch in der Telefon- und Nachrichtenprüfung glänzte die Smartwatch des bekannten Elektrogeräteherstellers. Abzüge gab es jedoch beim Thema Datenschutz: Apple erlaubt sich, personenbezogene Daten der Nutzer an Dritte weiterzugeben.

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Auch die Garmin Forerunner 245 Music für 335 Euro überzeugt im Test mit der Note "gut". Die Fitnessdaten werden in den meisten Fällen korrekt angezeigt und vor allem Musik kann mit dem Gerät sehr gut abgespielt werden. Telefon- und Nachrichtendienste funktionieren gut und das Handling des Produkts ist einfach und leicht zu verstehen. Ein Makel ist die Messung der Fitnesswerte im Wasser. Hier kommt es häufig zu falschen Daten.

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Negatives Ergebnis: Unnötige Datenerhebung, falsche Fitnesswerte und Mängel in Kommunikation

Durchgefallen ist im Test die Xlyne Joli XW Pro im Wert von 77 Euro. Die "mangelhaft" Bewertung lässt sich durch extrem ungenaue Fitnesswerte sowie lediglich ausreichende Ergebnisse im Bereich Kommunikation und Handhabung begründen.

Vor allem beim Thema Datenschutz versagt das Produkt: Neben unnötiger Datenerhebung kommt die Uhr mit einer unverständlichen Datenschutzerklärung. Auch lässt die Smartwatch sich mit fremden Smartphones verbinden und überträgt damit die E-Mail-Adresse des Nutzers unverschlüsselt.

Mit "ausreichend" bewertet wurde die Fitbit Versa Lite Edition für 160 Euro. Die Kommunikationsmöglichkeiten wiesen Mängel auf und auch bei diesem Exemplar wird der Datenschutz vom Hersteller vernachlässigt. Trotz einer sehr guten Stabilität wird die Handhabung des Geräts bemängelt, weiterhin überzeugen die gelieferten Fitnessdaten des Produkts nicht.

Gleiches lässt sich über die MyKronoz Ze Time für 104 Euro berichten. Fitnesswerte, Kommunikationsmöglichkeiten sowie Handhabung und Datenschutz überzeugen nicht. Es kommt nur zur Bewertung "ausreichend".

Der vollständige Test der Smartwatches ist kostenpflichtig für Sie auf der Stiftung Warentest Homepage erhältlich.

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