Druckartikel: Deshalb ist die Lust auf Sex an Weihnachten am größten

Deshalb ist die Lust auf Sex an Weihnachten am größten


Autor: Johannes Görz

Washington, Montag, 25. Dezember 2017

Eine internationale Studie hat gezeigt, dass Menschen zu Weihnachten besonders viel Sex haben und auch, warum das so ist.
Eine internationale Studie hat gezeigt, dass Menschen zu Weihnachten besonders viel Sex haben und auch, warum das so ist.
Eine internationale Studie hat gezeigt, dass Menschen zu Weihnachten besonders viel Sex haben und auch, warum das so ist.


Eine wissenschaftliche Studie hat erwiesen, dass Menschen an den Weihnachtstagen besonders viel Sex haben. Dies zeige sich nicht nur an der Geburtenrate in den Sommermonaten, sondern auch an den Internetsuchanfragen zum Thema Sex, so die Studie, die im Journal "Scientific Reports" erschienen ist.

Die Forscher werteten Zahlen aus 130 Ländern aus und haben dabei eben nicht nur die Geburtenraten, sondern auch die Suchanfragen und zum Beispiel Twitterposts in den Blick genommen.

Es ist schon seit längerem bekannt, dass die Geburtenraten im Sommer, vor allem im September, ansteigen. Häufig wurde dies in Verbindung gebracht mit der kalten Jahreszeit und der menschlichen Biologie. Die Wissenschaftler der Indiana University und des Instituto Gulbenkian de Ciência in Portugal führen gegen die These des kuscheligen Wintersex folgendes an:

Die Spitzenzeiten der Geburtenraten sind zum Einen auf der Südhalbkugel die gleichen - also haben die Menschen in Australien ebenso rund um Weihnachten den meisten Sex und auch dort steigen die Geburtenzahlen im Sommer stark an. Zum Anderen untersuchten die Forscher auch die Geburtenzahlen und Suchbegriffe in muslimischen Ländern. Hier ergab sich ein anderes Bild: Die Menschen dort haben am Ende des Ramadan, am Fest des Fastenbrechens, den meisten Sex.

Es ergibt sich laut der Studie also eher ein Zusammenhang mit gesellschaftlichen als mit biologischen Gegebenheiten. Das heißt konkret, dass es einen Zusammenhang zwischen dem sexuelen Verhalten der Menschen und Feiertagen gebe, so die Studie. Womöglich haben die Menschen an Feiertagen schlicht mehr Zeit für Intimität. Oder, so eine Vermutung der Forscher, die Menscen haben während religiös bedingter Ferien und Feiertage mehr Sinn für Familie und denken mehr darüber nach, ihre Familie zu vergrößern oder eine zu gründen. Zudem versetze womöglich Weihnachten mit seinen Geschichten rund um das Baby Jesus und die heilige Familie Menschen in familiäre Stimmung.

Das Ziel der Studie sei aber nicht die bloße Befriedigung von Neugier, sondern könnte auch dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt für Kampagnen für Safer Sex zu finden, vor allem in Ländern, in denen keine zuverlässigen Daten über Geburtenraten zu Verfügung stünden, so die Forscher. Aufgrund der Gewohnheiten der religiösen Mehrheit in den jeweiligen Ländern könnte man aufgrund dieser Erkenntnisse auch ohne die relevanten Daten auf Zeiten schließen, zu denen Menschen besonders viel Sex haben.

Auch eine Erkenntnis der Studie: Weihnachten ist wohl definitiv ein emotional wichtigeres Fest als Ostern oder Thanksgiving in den USA - an diesen Festtagen haben die Menschen nicht so viel Lust auf Sex wie zwischen den Jahren.