Weihnachtsglückwünsche Sanitär

Das Badezimmer wird zum Wohlfühlraum

Wellness- und Ruheraum: Das Bad ist heutzutage mehr als nur ein Zimmer für die Körperpflege.
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Während draußen der Schnee liegt, sorgt drinnen im Bad die eigene Sauna für Entspannung.  Foto: Fotolia
Während draußen der Schnee liegt, sorgt drinnen im Bad die eigene Sauna für Entspannung. Foto: Fotolia
Gut Ding will Weile haben - das gilt auch fürs Bad. Im Durchschnitt nehmen die Deutschen für ein neues Badezimmer nur alle 20 Jahre Geld in die Hand. Da verpasst man leicht den Fortschritt in der Branche: Vor allem Wellness-Angebote sind nun auch zuhause umsetzbar. "Die Leute überlegen: Was hat mir im Spa-Bereich im Hotel gefallen, was könnte ich davon auch daheim machen?", bestätigt Jens Wischmann von der Vereinigung der Deutschen Sanitärwirtschaft in Bonn.
Das Bad gilt nicht mehr als reiner Funktionsraum, vielmehr liegen Einrichtungskonzepte im Trend, welche die Grenzen zwischen Nass- und Wohnraum aufheben: Längst haben Tapeten, Teppiche und Stimmungslichter ihren Platz dort eingenommen. Denn das Bad kann viel mehr sein als nur ein Zimmer für die Körperpflege: ein Wellness- und Ruheraum. "Es ist in vielen Wohnungen der einzige Raum, in dem man sich mal zurückziehen kann", sagt Hans-Georg Zöllner, Geschäftsführer von Pelipal. Einfach wohltuend im stressigen Alltag.


Persönliche Ruheoase mit Wohlfühlfaktor

Auch die Grundeinrichtung soll weniger nach Badezimmer aussehen. So stören die klassisch verlegten Fliesen den Bad-Designer Torsten Müller. Alternativ sind größere Formate im Trend, aber auch Laminat und Tapeten sind heute tauglich für den Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit. "Badarchitektur war zum Großteil immer Wandgestaltung", erläutert Sabine Meissner von Burgbad. Ein weiterer Ansatz ist, sich davon loszulösen - so kann eine Wanne etwa frei im Raum stehen. Oder das Waschbecken kommt nicht an die Zimmerwand, sondern an einen Raumtrenner mitten im Zimmer. Immer häufiger werden Möbelkollektionen verwendet, die auch ins Schlafzimmer passen könnten, um die Raumgrenzen zu sprengen. Es soll kaum noch erkennbar sein, wo Schlaf- oder Badezimmer anfangen und aufhören. Das verdeutlicht den gewünschten Wandel: Die Installationen mit Alltagsfunktion verschwinden zugunsten des Wohlfühlens.
Heute sind Badezimmer vornehmlich noch nach altem Standard gebaut: "Ich würde sagen, 80 Prozent der Bäder sind von gestern", sagt Philipp Grohe, Chef der Marke Axor. Und selbst wer neu baue, müsse häufig mit etwa 20 Quadratmeter planen. Wie können diese Bewohner ihr Badezimmer wohnlicher machen? Philipp Grohes Ansatz sind die Armaturen - diese werden überarbeitet, bis die Komponenten gut verständlich und ansehnlich sind.


Beliebte Wellnesselemente

Mittlerweile haben viele Firmen den Fokus auf Wellness gelegt, ob Duschen mit vielen Einstellungen oder Lichttherapie. Vieles, was man eben auch im Spa findet, zum Beispiel die bewährte Whirlwanne: Noch immer erfreut sich das Sprudelbad großer Beliebtheit aufgrund der entspannenden Wirkung: Die massierenden Wasserdüsen lockern nicht nur lokale Muskelverspannungen, sondern können sogar Beschwerden bei Arthritis oder Rückenleiden lindern.
Die klassische Sauna ist ein häufiger Wunsch, welcher jedoch nicht selten auf ein Platzproblem trifft: Das deutsche Badezimmer ist im Durchschnitt 7,8 Quadratmeter groß - die Hersteller reagieren und fertigen Modelle, die kaum mehr Platz als ein Schrank beanspruchen. Eine gelungene Alternative ist das Dampfbad: Kleine Kabinen messen gerade einmal 80 mal 80 Zentimeter. "Sie verfügen über eine beheizbare Bank oder abklappbare Sitzgelegenheit", erklärt Wischmann. "Wer unter Kreislaufschwäche leidet, Gefäßerkrankungen oder ein schwaches Herz hat, sollte lieber Dampf baden statt saunieren." Diese Variante des Schwitzbades ist bei gerade einmal 45 Grad deutlich milder.


Auch bei wenig Platz kein Problem

"Bei einer Infrarot-Wärmekabine wird im Gegensatz dazu nicht der gesamte Raum, sondern nur der Körper durch Infrarotstrahler aufgeheizt", erklärt Axel Diedenhofen, Geschäftsführer der RAL Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad. Die Kabine muss kürzer vorheizen, was wiederum Energie spart. Ein weiterer Vorteil: "Die Montage ist recht einfach und der Anschluss über eine normale Steckdose möglich." Für kleine Bäder sind Modelle für eine Person erhältlich. Aber auch die Duschtrends begeistern: "Ein Schwallauslauf oder eine Regenwalddusche bewirken wahre Wunder. Im Kommen sind auch Erlebnisduschen, die über verschiedene Szenarien verfügen", verrät der Sanitärexperte. So können etwa die Wassertemperatur und der -druck nach Stimmung variiert werden, aber auch Lichtstimmungen oder gar Musik lassen sich zum Duschen auswählen. Gerade in der kalten Jahreszeit verspricht das breite Wellnessangebot doch wohltuende Wärme und ausreichend Entspannung, ganz ohne vor die Tür gehen zu müssen.
dpa-mag/Laura Krug
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