Bamberg
Karfreitag

Tanzverbot und Tradition an Karfreitag: Was am stillen Feiertag zu beachten ist

Karfreitag ist im Christentum einer der wichtigsten Feiertage, weil der Kreuzigung Jesu gedacht wird. Besondere Bräuche prägen den Tag der Trauer, der ein stiller Feiertag ist. Das bedeutet: Es herrscht Tanzverbot.
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Wegen des Todes Jesu ist der Karfreitag  einer der höchsten christlichen Feiertage. Das Kreuz ist speziell an diesem Tag ein wichtiges Symbol in den Gemeinden. Foto: Jim Hollander/epa
Wegen des Todes Jesu ist der Karfreitag einer der höchsten christlichen Feiertage. Das Kreuz ist speziell an diesem Tag ein wichtiges Symbol in den Gemeinden. Foto: Jim Hollander/epa

Was bedeutet Karfreitag und wann ist er? Karfreitag 2019 ist in diesem Jahr am Freitag, 19. April.

Ostern ist in allen christlichen Konfessionen das höchste Fest im Jahresablauf. Der Karfreitag ist der erste Tag der drei Feiertage zum Osterfest, das deswegen auch "Triduum Sacrum" genannt wird. Nach dem christlichen Glauben ist Jesus an diesem Tag am Kreuz gestorben und anschließend zu Grabe gelegt worden.

Karfreitag: Welche Bedeutung hat der Feiertag?

Der Begriff Karfreitag leitet sich vom althochdeutschen "kara" ab, was heute mit "Trauer", "Klage" oder "Kummer" übersetzt werden kann. Die Kirche gedenkt an diesem Tag dem Tod Jesu Christi am Kreuz. Durch den Tod soll Jesus die Sünde und Schuld der Menschheit auf sich genommen haben. Im Zuge der Auferstehung am Ostersonntag ermöglicht Jesus die Sündenvergebung und das ewige Leben für die Menschheit.

Karfreitag: Wieso starb Jesus am Kreuz?

Die Kreuzigung war in der Antike eine weit verbreitete Art der Hinrichtung, die sich aus dem Erhängen entwickelte. Der Tod am Kreuz sollte die Qualen bis zum Tod verlängern. Der Gekreuzigte wurde dazu an einen aufrechten Pfahl gefesselt oder genagelt.

Karfreitag: Wie brutal war der Tod am Kreuz?

Die Kreuzigung einer Person galt im römischen Kaiserreich als die grausamste Art der Hinrichtung, der Todeskampf konnte sich mehrere Tage lang hinziehen. Der Gekreuzigte verstarb in der Regel durch Verdursten, an Kreislaufversagen oder erstickte an seinem eigenen Körpergewicht. Vorausgesetzt, der Gekreuzigte überlebte das Auspeitschen und die Schläge im Vorfeld. Jesus von Nazareth soll der Überlieferung zufolge noch mit einer Lanze in die Seite gestochen worden sein.

Karfreitag: Wo gilt das Tanzverbot wie lange?

Das Tanzverbot ist inzwischen Ländersache. Jedes Bundesland kann über Dauer und Ausweitung des Tanzverbots an den sogenannten "stillen Tagen" selbst entscheiden. Davon betroffen sind nicht nur Tanz- sondern auch andere Veranstaltungen, die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen.

Bayern regelt dieses Gesetz deutschlandweit am strengsten: An Karfreitag gilt in unserem Bundesland nicht nur das Tanzverbot, sondern ein generelles Verbot von Musik in Räumen mit Schankbetrieb. Außerdem gilt das Tanzverbot ganztägig, also von 0 bis 24 Uhr. Berlin und Bremen sind hier am lockersten: dort gilt das Verbot nur von 4, beziehungsweise 6 bis 21 Uhr.

Karfreitag: Was essen wir traditionell an diesem Feiertag?

Traditionell verzichten viele Christen an Karfreitag auf den Verzehr von Fleisch. In Zusammenhang mit der Kreuzigung Jesu ist der Feiertag ein Tag der Trauer, der Abstinenz und der Buße. Populär sind dagegen Fischgerichte, auch weil der Fisch das wohl älteste christliche Symbol ist. Die griechische Bezeichnung für den Fisch lautet "ICHTHYS", was sich als Akronym für die Botschaft "Iesos CHristos Theou (H)Yios Soter" etablierte: Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter.

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