Berg Kirchweih

Das bietet die Bergkirchweih 2018

In Erlangen ist es wieder soweit: Die Bergkirchweih ist im vollen Gange. Was sie bietet, was es Neues gibt, und auf was Sie achten müssen, erfahren Sie hier
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Alles Neue bringt der Mai beim Erich-Keller: neue Treppen, Sandsteinwände und Geländer.
Alles Neue bringt der Mai beim Erich-Keller: neue Treppen, Sandsteinwände und Geländer.
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Für die Verantwortlichen der Stadt Erlangen trifft der Spruch "Nach dem Fest ist vor dem Fest!" zu - denn es wird stets am Konzept und an den Sicherheitsvorkehrungen gefeilt. Über 100 Mitarbeiter der verschiedensten Ämter tragen dazu bei, dass sich die Besucher unbeschwert auf den "Berg" freuen können. So das Tiefbauamt: im Herbst wurde der Erich-Keller umfangreich saniert. Ausgetretene Treppen wurden verstärkt, die Stützwände aus Sandstein und das Geländer erneuert. Die Abteilung "Stadtgrün" sorgt für gesunde und standfeste Bäume, während die Bauaufsicht jedes Jahr die Keller begeht.
Bei den Sicherheitsmaßnahmen heißt es: "Same procedure as last year!". Auch heuer wird es Taschen- und selektive Personenkontrollen an den Eingängen, einen Probealarm am ersten Abend und Betonpoller geben. Die Sirenenanlage wurde erweitert und die Sektoreneinteilung mit orangenen Schildern (wichtig beim Melden eines Notfalls) wurde verbessert. An den Wachen West und Ost, an der Bergwache und am Martin-Luther-Platz gibt es wieder "Rettungsinseln" zum Schutz vor sexueller Gewalt. Personen, die sich bedroht fühlen oder Opfer von Übergriffen wurden, erhalten hier Hilfe.
Gerne verweilen die Besucher bei der Kapelle am Erich-Keller, was bei großem Besucherandrang zu einer zu hohen Personendichte führt. Deshalb wird es an besucherstarken Tagen (17.-20. sowie 25.-26. Mai) erstmalig Musikpausen von 20.00 bis 20.45 und von 21.30 bis 22.15 Uhr geben. Es läuft dann nur noch Hintergrundmusik.
Ebenfalls neu ist das "Berchbarometer". Die Stadt Erlangen hat den Oktoberfest-Meteorologen für die Dauer der Bergkirchweih verpflichtet. Seine Aufgabe: das Erstellen einer punktgenauen Wettervorhersage für das Berggelände. Dies dient zum einen dem Schutz der Besucher, z. B. bei Unwetter. Aus ihr wird aber auch der Besucherandrang abgeleitet und als "Berchbarometer" täglich um 10.00 und 17.00 Uhr über Internet, Facebook und Twitter verbreitet.
Für Polizeibeamte ist Erlangens fünfte Jahreszeit gleichbedeutend mit Urlaubssperre. Die Bergwache wurde personell aufgestockt, um z. B. das Sicherheitspersonal bei Vorfällen bei den Zugangskontrollen zu unterstützen. Da nach 23.00 Uhr im Stadtgebiet kräftig bis in die Morgenstunden weitergefeiert wird, sind dann zahlreiche Beamte sowohl in Uniform als auch in Zivil unterwegs. Um Taschendieben das Handwerk zu erschweren, gibt es an der Bergstraße einen Präventionsstand der Polizei. Hier werden Besucher für die Problematik sensibilisiert.
Wie immer um diese Zeit wird es umfangreiche Verkehrskontrollen geben. Die Polizei betont, dass auch auf dem Fahrrad die Alkoholgrenzwerte gelten. Eine Anzeige kann zum Verlust des PKW-Führerscheins führen. Auch die Verkehrsbeschränkungen sollten beachtet werden. In diesem Jahr wird in der Haupt- und Bayreuther Straße zwischen dem Martin-Luther-Platz und der Essenbacher Straße beidseitig das Halten untersagt, ebenso in der westlichen Burgbergstraße (ab Hausnummer 97).
Bei den Fahrgeschäften gibt es heuer einige neue Attraktionen. Zum ersten Mal seit 19 Jahren ist wieder eine Achterbahn auf dem "Berg" präsent. Dort, wo bisher das "Frankendorf" stand, direkt an der Bergstraße, empfängt die "Wilde Maus" ihre Gäste mit rasanten Richtungswechseln. Auch eine Etagen-Geisterbahn mit hängenden, drehenden, vibrierenden und kippenden Gondeln, die "Haunted Mansion", ist neu und lehrt ihre Besucher das Gruseln. Beim Hochfahrgeschäft "Apollo 13" ist Weltraumtauglichkeit gefordert: mit bis zu 5 G und 120 km/h geht es 55 Meter in die Höhe. Und am Ostende des Berggeländes wartet eine weitere Attraktion: der "Jules Verne Tower", mit 80 Metern der höchste mobile Riesenkettenflieger der Welt. Bei gutem Wetter könnte der Blick bis in die Rhön gehen.
Wer es ruhiger angehen möchte, findet viele Geschicklichkeitsspiele zum Zeitvertreib: sei es beim Bogenschießen, bei der XXL-Schleuder oder im "Play House - Fang den Spongebob". Zu einem zünftigen Kirmesbesuch gehört auch Süßes und Salziges - davon gibt es auf der Kerwa genug. Wenn nach Pommes, Churros oder Flammkuchen der große Durst kommt - die Maß kostet heuer zwischen 8,50 und 9,50 Euro, je nach Keller.
Eine Großveranstaltung wie der "Berg" wäre ohne ehrenamtliche Helfer nicht möglich. ASB, BRK und die Feuerwehr sind wieder im Einsatz und über die 112 erreichbar (Sektoreneinteilung auf orangenen Schildern beachten). ASB und BRK weisen darauf hin, dass die meisten Hilfeleistungen am "Berg" wegen Fußverletzungen erbracht werden. Stöckelschuhe, Ballerinas und Flipflops sind nicht geeignet. Auch nicht eingelaufenes Schuhwerk sorgt oft für versorgungsbedürftige Blasen.


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