Laden...
Franken
Prognose

Sahara-Luft bringt Hitze: Retter warnen vor Gefahren für Gesundheit

Am Wochenende steht der August mit Höchsttemperaturen jenseits der 30 Grad vor der Tür. Die Temperaturen können auch gefährlich werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Saharaluft bringt bis zu 36 Grad am Samstag. Am heißesten Wochenende des Jahres drohen auch Unwetter und die Hitze bringt Gefahren für Gesundheit und Wälder mit sich.
Saharaluft bringt bis zu 36 Grad am Samstag. Am heißesten Wochenende des Jahres drohen auch Unwetter und die Hitze bringt Gefahren für Gesundheit und Wälder mit sich. Symbolbild: unsplash.com

Das Wochenende in Franken wird heiß - sehr heiß. Laut Angaben von Stefan Ochs,  Wetter-Experte aus Herzogenaurach, erwarten Franken Höchsttemperaturen von bis zu 36 Grad. Aber nicht nur das: Wärmegewitter und starke Niederschläge sind ebenfalls nicht auszuschließen.Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starker Wärmebelastung, heftigen Regengüssen, Hagel und schweren Sturmböen.

Die Temperaturen klettern auf weit über 30 Grad. Damit ist das erste August-Wochenende das wohl heißeste Wochenende des Jahres. Das klingt erst einmal nach tollem Freibad- und Badeseen-Wetter, aber Experten und Rettungskräfte warnen auch vor der Hitze.  Gesundheitsprobleme drohen - und die Waldbrandgefahr ist auf einem Höchststand. 

Hitze zum Juli-Ende und August-Anfang

Vor allem am Rhein und seinen Nebenflüssen erwarten die Meteorologen bis zu 38 Grad. Damit würde der bisherige Rekord von 34,9 Grad locker geknackt. Dieser wurde am Dienstag (28. Juli) bei Passau in Ostbayern aufgestellt. Wo der Tagesrekord tatsächlich erreicht wird, steht erst gegen 20.00 Uhr fest. Dann veröffentlicht der DWD die offiziellen Tageshöchstwerte. Auch für den Samstag erwarten die Meteorologen schwülheiße 31 bis 36 Grad. Ganz so heiß wie am Freitag werde es aber voraussichtlich nicht mehr, sagte der Wetter-Experte.

Der Samstag (1. August 2020) startet mit besonders heißer und trockener Luft. "Bis zum frühen Nachmittag scheint die Sonne und die Temperaturen steigen auf 34-36 Grad", sagt Stefan Ochs. Bereits ab dem frühen Abend werden teils starke Unwetter erwartet. Auch in der Nacht auf Sonntag kann es gewittern. 

Insbesondere am zweiten August-Tag ist mit heftigen Regenschauern und Sommergewittern zu rechnen. Mehrere Meteorologen geben an, dass das Risiko dafür sehr hoch ist. Der "DWD" rechnet zudem mit starken Windböen in der Region. Dennoch werden bis zu 28 Grad erreicht. Auch wenn die Temperaturen kommende Woche fallen werden, heißt das nicht, dass die heißen Tage schon vorüber sind. Die sogenannten "Hundstage" warten erst noch und werden auch dieses Jahr wieder heiß und trocken. 

Leitstelle warnt: Hitze problematisch für Menschen 

Die integrierte Leitstelle Bamberg-Forchheim warnt auf ihrer Facebook-Seite vor möglichen Problemen für Mensch und Tier und für die Wälder. Die Waldbrandgefahr ist auf der höchsten Stufe (5 von 5). Äußerste Vorsicht ist geboten, wenn man in den Wald geht. Offenes Feuer und Rauchen sind höchst gefährlich. Aber auch Glasscherben von weggeworfenen Flaschen können zum Brennglas und damit zu einer Brandgefahr werden. 

Für Menschen und Tiere sind Wärme und UV-Strahlung ein Problem. Der UV-Index liegt bei 8 von 11 und zeigt damit: Es besteht hohe gesundheitliche Gefährdung. Die Rettungskräfte der Leitstelle warnen: Bitte vermeiden Sie unnötige Aufenthalte in der Sonne, nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich und sorgen Sie für Sonnenschutz. Achten Sie auf Kinder und ältere Mitbürger.
Bitte lassen Sie keine Kinder oder Haustiere im Fahrzeug zurück.

In der Nacht auf Sonntag kühlt es zwar etwas ab, aber die Unwettergefahr steigt dann an.