Lichtenfels
Natur

Ruhe und Geborgenheit: Die Relevanz des Baumes im Alltag

Viele Mitbürger sehen leider den Laubfall als eine Plage an. Sehr oft werden Bäume aus diesem Grund gefällt. Im Sommer beklagen sich die gleichen Personen aber über zu wenig Schatten.
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Foto: Dalia Villegas Moreno/dpa
Foto: Dalia Villegas Moreno/dpa

Bäume sind hochkomplexe Lebewesen. Sie schenken der Seele Ruhe und dem Körper Geborgenheit. Nur, weil die Bäume schweigen, sind sie deshalb nicht stumm. Fast in allen Religionen haben Bäume eine tiefe Symbolkraft, die uns viel zu sagen hat. Zwischen Mensch und Baum bestand seit jeher eine enge Verbindung. Diese scheint in einer hektischen Welt bei vielen Mitbürgern verloren gegangen zu sein. Nur so kann man die zunehmende Baumfeindlichkeit begreifen. Wie heißt es doch: "Zu fällen einen Baum, bedarf es kaum 5 Minuten. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, ein Jahrhundert". Bäume geben jedem Garten und auch Siedlungen eine wohltuende Atmosphäre. Das Grün beruhigt zudem unsere Augen und entspannt die Nerven. Bäume reinigen weiter unsere Atemluft, welche die Grundlage des Lebens ist. Sie lassen Gärten zu grünen Oasen werden. Die kühlende Wirkung der Bäume war besonders heuer im ungewöhnlich heißen Sommer wohltuend zu spüren.

Englischer Rasen ist keine sinnvolle und biologische Lösung

Viele Hobbygärtner haben jetzt sorge um ihren Rasen, der nach der langen Trockenzeit ganz braun geworden ist. Wenn jetzt der angekündigte Regen kommt, wird er von selber wieder grün. Aber einen englischen Zierrasen anzustreben, benötigt einen hohen Aufwand an Pflege so wie ausreichend Nährstoffe, Licht und Wasser. Sogar Herbstdüngungen werden jetzt oft empfohlen. Die biologische sinnvollere Lösung ist aber ein Rasen, in dem auch Gänseblumen und Ehrenpreis wachsen können. Mit der Zeit entwickelt sich eine dynamische Pflanzengesellschaft, die trittfest ist und darüber hinaus noch schön blüht. Eine mineralische Düngung ist dann nicht erforderlich und eher kontraproduktiv. Durch zunehmende Abmagerung wird der Rasen immer interessanter und artenreicher. Somit wird auch dazu beigetragen, dass den vielen nützlichen Insekten schon im Frühling eine entsprechende Nahrungsbasis geboten wird. Dann entsteht ein biologisches Gleichgewicht im Garten. Der meist aus einer Pflanzenart bestehende englische Zierrasen bewirkt aber das genaue Gegenteil.

Die Rauhblattastern

Zu den beliebtesten Stauden im Herbst gehören die Rauhblattastern. Von September bis Ende Oktober erfreuen sie uns in leuchtenden Farben von violett, rosa und weiß. Die Blätter der Rauhblattastern sind fein behaart. Der Name Aster nova-angliae bedeutet Neuengland und bezieht sich auf die nordamerikanische Herkunft. Die Pflanzen lassen sich leicht teilen und verpflanzen. Dies sollte am besten im Frühjahr erfolgen. Für ausreichende Feuchtigkeit sind die Rauhblattastern dankbar. Die Blüten sind jetzt eine sehr beliebte Nahrungsquelle für Bienen und Co. Rauhblattastern sind auch beliebte Schnittblume, die besonders lange in der Vase frisch bleiben.

Kübelpflanzen im Winter

Mit dem Einräumen der Kübelpflanzen, die einige Frostgrade vertragen können, sollte man so lange warten, wie es möglich ist. Dazu gehören z. B. Oleander, Rosmarin, Lorbeer, Hanfpalme und der chilenische Flammenbusch. Bei Außentreppen zu Kellern ist ein vorübergehender Schutz mit einer Noppenfolie zu erreichen. Auch ist dieser in Garagen und verglasten kühlen Eingangsbereichen möglich. Als Immergrüne wollen sie später in einem hellen und kühlen Raum, wie in ungenutzten Zimmern, Treppenhäusern, helle Kellerräume, Dachböden und Wintergarten überwintern. Ebenfalls Minusgrade vertragen laubabwerfende Kübelpflanzen wie Granatapfel, echte Feige und Lorbeerschneeball. Der leichte Frost fördert dabei sogar die Holzausreife. Die Kübelpflanzen ohne Laub kommen im Winter mit weniger Licht aus.

Vitamine im Winter

Um auch im Winter Vitamine zu haben, kann man Schnittlauch antreiben. Dazu ist ein Durchfrieren des Wurzelballens notwendig. Jetzt sollte man die Pflanze ausgraben und mit Ballen dem Forst aussetzen. Nach dem Durchfrieren, kann der Schnittlauch reingeholt und eingetopft werden. Dann ist es möglich, ihn bei circa 18° Celsius auf der Fensterbank oder im Gewächshaus anzutreiben. Das sollte portionsweise erfolgen. Hat sich eine Schnittlauchpflanze erschöpft, kommt die nächste dran. Ohne diesen Frostreiz funktioniert das aber nicht. Das ist wie mit dem Blühen der Barbarazweige zu Weihnachten.



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