Lichtenfels
Pflanzen

Robuste und sensible Pflanzen: So bekommen Sie jede Art durch den Winter

Es ist wichtig auf die verschiedenen Bedürfnisse jeder einzelnen Pflanze einzugehen. Kleine Fehler können den Tod für Pflanzen bedeuten, deshalb sollte man sich an gewissen Punkte halten.
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Die Falterorchidee ist auf den Fensterbrett besonders schön. Beim Lüften sollte man jedoch vorsichtig sein, da die Pflanze leicht erfriert.Foto:Josef Schröder
Die Falterorchidee ist auf den Fensterbrett besonders schön. Beim Lüften sollte man jedoch vorsichtig sein, da die Pflanze leicht erfriert.Foto:Josef Schröder

Amaryllen werden jetzt zur Herbst- und Winterzeit auch gern als Schnittblumen angeboten. Mit ihren hohlen Stängeln sollten sie nicht zu tief ins Wasser gestellt werden. Es reicht ein circa 5 cm Wasserstand aus. Sonst bildet sich in dem nassen Bereich am Stängel leicht Fäulnis. Dadurch wird die Aufnahme der Feuchtigkeit behindert. Deshalb ist ein mehrmaliges schräges Anschneiden am Stängelgrund erforderlich. So wird auch die übermäßige Länge des Stieles reduziert, die kleine Vasen oft zum Umkippen bringen. Wenn man einen Teelöffel voll Zucker mit in das Vasenwasser gibt, wird ebenfalls die Haltbarkeit der Schnittblumen erhöht. Durch einen Kupferpfennig(Cent) bleibt das Wasser sauber. Die geringen Mengen von Kupfer, die von dieser Münze freigesetzt werden, können Fäulnisbakterien bekämpfen.

Den richtigen Weihnachtsstern kaufen

Aus den Gärtnereien bekommt man von den sehr sensiblen Weihnachtssternen die beste Qualität. Pflanzen, die im Freien verkauft werden, oder Sonderangebote, die bei kühlen Temperaturen in Hallen stehen, haben keine hohe Lebenserwartung. Auch die Fertigverpackung in Folien über einen längeren Zeitraum tut den Weihnachtssternen nicht gut. Sehr wichtig ist, darauf zu achten, dass die eigentlichen Blüten in der Mitte der Hochblätter, noch geschlossen oder nur wenig geöffnet sind. So ist ein längeres Blühen garantiert.

Kalte Luft ist gefährlich für tropische Pflanzen

Für tropische Pflanzen ist es gefährlich, das Fenster im Spätherbst und Winter zu kippen. Eine halbe Stunde kann schon ausreichen, um empfindliche Gewächse bei kalter Luft zu schädigen oder bei Frost sogar erfrieren zu lassen. Besonders heikel sind die Orchideen. Sie zeigen Ihre Blüten im Herbst und im Winter in schillernden Farben. Mit viel Geduld und ein wenig Glück kann die Pflanze nach der Hauptblüte im Frühjahr zu Weihnachten ein zweites Mal blühen. Die bekanntesten Orchideen gehören zur Gattung Phalaenopsis mit rund 60 Arten. Orchideen wollen zwar sehr hell stehen, aber pralle Sonne ist ihnen auch nicht recht. Daher ist eine Fensterbank im Norden oder Osten besser geeignet, als im Süden.

Position von Pflanzen nicht verändern

Viele Zimmerpflanzen nehmen es übel, wenn sie gedreht werden. Besonders empfindlich sind Kamelien, Clivien und Birkenfeige (Ficus benjamina). Auch ein Umstellen der Pflanzen im Raum hat oft schlimme Folgen. Um sich beim Drehen oder Verstellen des Topfes vergewissern zu können, ob man die alte Richtung beibehalten hat, dient ein Markierungsstab in Form eines Zahnstochers, den man zur Lichtquelle hin, in die Erde steckt. Wenn aber eine Zimmerpflanze wegen einer schiefen Lage doch gedreht werden soll, so sollte das immer in kleinen Etappen erfolgen. Das heißt, jede Woche ein paar Zentimetern weiter drehen. Somit kann man durch gefühlvolle Umgewöhnung einen einseitigen Wuchs mildern.

Wunderpflanze Petersilie

Immer noch steht im Garten die Petersilie recht üppig im Beet. Es ist schade, wenn sie nicht verwendet wird. Bei jedem Gang im Garten, kann man einige Blätter naschen. Petersilie hat pflanzliche Hormonstoffe, die für den Körper auf vielen Gebieten Wunder bewirken. Wenn man einen Teil der Petersilie im Spätsommer ausgesät hat, so wächst das Kraut gleich im Frühjahr durch und bildet, wie bei zweijährigen Pflanzen sonst üblich, keine Blüten im darauf folgenden Jahr. Mit diesem Trick kann man den üblichen Zyklus bei der Petersilie aushebeln.

Weiß-, Rot- und Hagedorn sind extrem Gesund

Die Früchte von Weiß-, Rot- und Hagedorn finden viel zu wenig Beachtung. Sie sind ein hervorragendes Heilmittel. Sie stärken das Herz und geben spürbar mehr Lebenskraft. Durch den ersten Frost haben sie einen besseren Geschmack bekommen. Kaum bekannt ist, dass man aus den Früchten eine wohlschmeckende und sehr gesunde Marmelade machen kann.

Freilandpflanzen nicht in den Keller stellen

Freilandpflanzen in Gefäßen, wie z.B. ein Zwergpfirsich- oder Apfelbaum auf dem Balkon oder Terrasse, sollte nicht im Winter, so wie es oft geschieht, in den Keller gestellt werden. Das führt zu einem zu frühen Austrieb und kann den Tod der Pflanze bedeutet. Freilandpflanzen müssen den natürlichen Rhythmus erleben und dürfen nicht mit Kübelpflanzen verglichen werden, die aus wärmeren Gebieten kommen. Der Topf gehört aber draußen auf dem Balkon oder Terrasse im Winter warm eingepackt. Man kann diese Pflanzen auch, wenn es möglich ist, vorübergehend in den Boden versenken, damit die Erde im Topf nicht zu sehr und zu lange durchfriert.

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