Laden...
Franken
Falschparken

Falschparken: Diese Strafen drohen

Wer ein Knöllchen unter dem Scheibenwischer liegen sieht, der hat eine Vorahnung: Wahrscheinlich ist der Wagen falsch geparkt oder die Parkdauer wurde überschritten. Wie teuer kann ein Strafzettel werden?
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Strafzettel (Knöllchen) steckt im Scheibenwischer eines geparkten Autos. Falschparken soll nach dem Willen des Grünen-Fraktionschefs von NRW Arndt Klocke deutlich teurer werden.   Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Wer beim Falschparken erwischt wird, muss mit einem Strafzettel rechnen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Täglich gibt es viele Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Gerne wird die zugelassene Höchstgeschwindigkeit um einige km/h überschritten - teils mit schwerwiegenden Folgen.  

Auch das  Falschparken ist eine häufige Verkehrssünde. Der Bußgeldkatalog gibt dabei verschiedene Vergehen an, die unterschiedliche Konsequenzen mit sich ziehen. Zudem wird zwischen einem höherem Buß- und einem niedrigeren Verwarnungsgeld unterschieden. 

Falschparken: "Knöllchen" als Verwarnungsgeld

Wer beim Falschparken erwischt wird, der muss mit einem Strafzettel rechnen. Die unbeliebten Knöllchen werden oft von Politessen ausgestellt und unter den Scheibenwischer des Wagens geklemmt. 

Die Höhe des Verwarnungsgeldes ist dabei abhängig von der Art des Vergehens. Welche Sanktionen anfallen, ist im Bußgeldkatalog sichtbar. Dieser wurde erst Ende April 2020 aktualisiert - somit gelten auch neue Bußgelder. 

  • Überschrittene Parkdauer: 20 bis 40 Euro 
  • Parken im Halteverbot: 35 Euro
  • Unzulässiges Parken auf einem Behindertenparkplatz: 55 Euro

Wer ein Knöllchen an seinem Wagen entdeckt, sollte es sich zunächst durchlesen. Darauf befinden sich Angaben zum Vergehen und zur Bezahlungsfrist. Diese "liegt normalerweise bei einer Woche", schreibt bußgeldkatalog.orgWer sein Knöllchen verloren hat und den Betrag nicht zeitgerecht überweist, erhält eine schriftliche Verwarnung per Post, womit meist ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird. Hier können weitere Kosten anfallen. 

Bußgeldverfahren: Bei schweren Verstößen droht ein Punkt

Ein Bußgeldverfahren wird zudem eingeleitet, wenn der Tatbestandskatalog eine höhere Geldbuße vorsieht. Dabei unterscheiden sich die Bußgelder von der Art des Vergehens. So macht es einen Unterschied, ob die Parkdauer überschritten wird, oder ob auf einem Gehweg geparkt wurde. Das zeigt sich eindeutig bei den Beträgen, wo bis zu 110 Euro fällig werden. Auch ein Punkt in Flensburg wird bei einigen Vergehen angerechnet.

Wie teuer ein Strafzettel für Falschparken werden kann, erklärt der Bußgeldkatalog in einer ausführlichen Tabelle.

Hier finden Sie einige Beispiele:

  • Unzulässiges Parken in verkehrsberuhigten Zonen: 10 Euro
  • Parken im Halteverbot: 35 Euro
  • Überschrittene Parkdauer: je nach Parkdauer 20 bis 40 Euro
  • Auf dem Geh- oder Radweg: 55 Euro
  • Behinderung von Einsatzfahrzeugen: 100 Euro und ein Punkt in Flensburg
  • Unzulässiges Parken mit Sachbeschädigung: 110 Euro und ein Punkt in Flensburg

Im Gegensatz zu einem Verwarnungsgeld kann gegen einen Bußgeldbescheid sofort Einspruch erhoben werden. Auch hier gibt es eine Frist: "Das Einspruchsschreiben muss nämlich spätestens 14 Tage nach Zustellung des Bußgeldbescheids bei der zuständigen Behörde zugegangen sein", so bußgeldkatalog.org.

Verwandte Artikel