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Covid-19-Maßnahmen

Corona-Regeln: Geburtstag, Hochzeit, Taufe - was gilt jetzt bei Privatfeiern?

Mit der 3G-Regel sind die Corona-Beschränkungen in Bayern noch strikter geworden. Was gilt nun für private Feiern? Wir erklären euch, was ihr bei Familienfeiern und Geburtstagen beachten müsst.
 
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Welche Corona-Regeln gelten aktuell bei privaten Feiern, wie Hochzeiten oder Geburtstagen? Symbolfoto: StockSnap/Pixabay
  • Corona-Regeln in Bayern: Was gilt für private Feiern und Veranstaltungen?
  • Was gilt für Hochzeiten
  • Feiern unter freiem Himmel, im Zelt oder in Innenräumen: unterschiedliche Regeln

Lange Zeit hat es sehr einschränkende Corona-Regelungen für private Feiern und vor allem Hochzeiten gegeben. Je nachdem, ob die Feier drin oder unter freiem Himmel stattgefunden hat, durften mehr oder weniger Gäste eingeladen werden - entscheidend war zudem die 7-Tage-Inzidenz. Seit 02. September 2021 weicht diese der 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz in Bayern. 

Private Feiern und Hochzeiten wieder möglich: Diese Freiheiten hast du nun

Diese richtet sich danach, wie viele Menschen aufgrund einer Coronainfektion im Krankenhaus behandelt werden müssen. Dennoch greifen ab einer Inzidenz von 35 die 3G-Regeln - also geimpft, getestet oder genesen. Doch, was ist nun bei privaten Feiern zu beachten?

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Mit der neuen 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung haben Menschen, die vollständig geimpft, getestet oder genesen sind, wieder mehr Freiheiten - vor allem draußen. Die 3G-Regeln greifen ab einer Inzidenz von 35 nämlich in Innenräumen. Dabei gilt 3G nicht in Privaträumen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Privaträume sind allerdings keine Räumlichkeiten in Gastwirtschaften oder dergleichen, sondern zum Beispiel dein Zuhause. 

Wird eine Location für eine private Feier, wie eine Hochzeit, angemietet, gilt dies nicht als Privatraum. Der Besitzer der Location ist verantwortlich dafür, von den Gästen einen entsprechenden Nachweis einzufordern, um nicht gegen die 3G-Regeln zu verstoßen. Erst ab einer Personenanzahl von 1000 Menschen müssen vom Veranstalter die Kontaktdaten erfasst werden. Zusammen mit der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung fallen die Personenobergrenzen für private Feiern, was beispielsweise eine Hochzeit mit mehr als 100 Personen wieder möglich macht. Erst, wenn die 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz ansteigt und das damit verbundene Ampelsystem auf "Gelb" springt, gibt es wieder Beschränkungen. Selbes gilt auch für private Feiern, die keine Hochzeitsfeier sind. Zudem gibt es aktuell auch keine Sperrstunden beim Feiern mehr. 

Private oder öffentliche Feier? Das macht einen entscheidenden Unterschied

Wichtig ist außerdem zu wissen, was den Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Feiern ausmacht. Das bayerische Gesundheitsministerium spricht bei Privatveranstaltungen von "Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an begrenzten und geladenen Personenkreis wie Geburtstags-, Hochzeits-, Tauffeiern, Beerdigungen, Vereinssitzungen."

Sobald die Feier keinen begrenzten Teilnehmerkreis mehr hat, sondern theoretisch für jeden zugänglich wären, zählt sie als öffentlich. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn man per öffentlicher Facebook-Veranstaltung einlädt. Wieso ist das wichtig? Bei privaten Feiern werden Geimpfte und Genesene nicht zur Gesamtzahl der Gäste dazugezählt, bei öffentlichen aber schon.

Unterschiedliche Corona-Regeln für Hotels, Partyzelte und Freiluftpavillons

Wer in einer Gastwirtschaft, einem Hotel oder ähnlichem feiert, muss sich zusätzlich nach dem dortigen Hygienekonzept richten. Dabei kann in je nach Örtlichkeit auch eine Maskenpflicht für die Gäste gelten. Ist jedoch ein separater Raum für die Feierlichkeiten angemietet, kann laut dem bayerischen Innenministerium auf einen Mundschutz verzichtet werden.

Auch der besondere Anlass ist ausschlaggebend. Eine einfache Grillparty oder ein Spieleabend zählen damit zum Beispiel nicht als Veranstaltungen. Damit richtete sich die Teilnehmerzahl nach den Kontaktbeschränkungen. 

Die Frage "drinnen oder draußen?" ist ebenfalls nicht so einfach zu beantworten. Wer in einem Pavillon oder Zelt feiert, könnte bereits von der 3G-Regel betroffen sein. Das bayerische Innenministerium erklärt, dass entscheidend sei, ob eine dauerhafte Frischluftzufuhr gewährleistet ist. Feiert man also unter einer Überdachung, die in alle Richtungen offen ist, zählt es als Veranstaltung unter freiem Himmel. Sind die Seitenwände geschlossen, wäre das nicht mehr der Fall. Da es aber so viele verschiedene Überdachungen gibt, ließe sich laut Ministerium keine allgemeingültige Aussage treffen. Im Zweifel könnt ihr euch an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde wenden.

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