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3G am Arbeitsplatz: Das droht Ungeimpften bei verweigertem Corona-Test

An den meisten Arbeitsplätzen gilt mittlerweile die 3G-Regel. Wer ungeimpft ist und trotzdem einen Corona-Test ablehnt, muss mit Konsequenzen rechnen. Ein Anwalt berichtet von seinen Erfahrungen.
Ungeimpften Arbeitenden droht beim Verweigern des Corona-Tests die Kündigung.
Ungeimpften Arbeitenden droht beim Verweigern des Corona-Tests die Kündigung. Foto: Kay Nietfeld/dpa
  • Die 3G-Regelung am Arbeitsplatz dient der Eindämmung des Coronavirus
  • Ungeimpfte Arbeitnehmende brauchen demnach einen negativen Testnachweis
  • Bei Verweigerung des Tests droht die Kündigung

Die Corona-Pandemie hat Deutschland nach wie vor im Griff. Im Januar soll die neue Omikron-Variante vorherrschend werden und die Infektionszahlen in die Höhe schnellen lassen. Um die Infektionsdynamik zu entschleunigen, müssen effektive Maßnahmen her – darunter auch die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Ungeimpfte benötigen also einen negativen Testnachweis. Doch was geschieht, wenn die Arbeitnehmenden einen Corona-Test verweigern? Ein Rechtsanwalt aus Hannover berichtet von zahlreichen Kündigungsfällen.

3G am Arbeitsplatz: Ungeimpfte müssen mit Kündigung rechnen

Laut der im November eingeführten 3G-Regelung am Arbeitsplatz müssen sich alle ungeimpften Arbeitnehmenden mehrmals die Woche testen lassen. Wer das nicht möchte, muss ins Homeoffice. Wem die Arbeit von zu Hause aus ebenfalls nicht passt, der muss anderweitig beschäftigt werden oder mit einer Kündigung rechnen.

Der Rechtsanwalt Michael Timpf aus Hannover hat mit der Neuen Presse über die derzeitige juristische Lage gesprochen. Laut eigener Aussage würden ihn derzeit zahlreiche Kündigungsfälle erreichen, bei denen um Rechtsbeistand gebeten wird. Denn einige Arbeitende gehen scheinbar davon aus, dass es möglich sei, die Testpflicht ohne größere Folgen verweigern zu können.

Doch laut Timpf hätten Klagende bei einem Kündigungsfall schlechte Karten. In den meisten Fällen seien die Kündigungen auch rechtens. Wer sich nicht an die 3G-Maßnahme halte, müsse sich wohl einen neuen Arbeitgeber suchen. Sollte es hingegen die Möglichkeit geben, im Homeoffice zu arbeiten und diese auch vom Arbeitenden wahrgenommen werden, sei eine Kündigung „nicht verhältnismäßig“, so Timpf. Für diejenigen, die hingegen auch die Arbeit vom Schreibtisch aus ablehnen, hat der Rechtsanwalt kein Verständnis: „Manche werden offenbar lieber arbeitslos, als sich testen zu lassen.“

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