Eltern sind zwar nicht verpflichtet, ihren Kindern Taschengeld zu geben, dennoch ist es aus pädagogischer Sicht unbedingt zu empfehlen. Wir haben deshalb wertvolle Tipps rund um das Thema Taschengeld zusammengestellt und sagen Ihnen, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Warum sollten Kinder Taschengeld bekommen? 

Es ist wichtig, dass Kinder frühzeitig erste Erfahrungen mit Geld sammeln. Durch ein regelmäßiges Taschengeld können Ihre Kinder den eigenständigen Umgang mit Geld erlernen und stellen schnell fest, dass sich größere Wünsche nur durch gezieltes Sparen verwirklichen lassen. Folgende Regeln sollten in Sachen Taschengeld beachtet werden:

  1. Kinder sollten frei über ihr Taschengeld verfügen dürfen.
  2. Das Taschengeld sollte wöchentlich oder monatlich in gleicher Höhe gezahlt werden.
  3. Taschengeld sollte nie als Erziehungsmaßnahme, also zum Belohnen oder Bestrafen, genutzt werden.
  4. Mithilfe im Haushalt gehört zum Familienleben dazu – kleine Bonuszahlungen für besondere Hilfe sind in Ordnung.
  5. Getrenntlebende Eltern sollten sich gemeinsam auf die Höhe des Taschengelds einigen.
  6. Das Taschengeld darf und soll sich an der eigenen wirtschaftlichen Situation bemessen.
  7. Erhalten Kinder größere Geldgeschenke, sollten gemeinsam mit den Kindern Sparziele festgelegt werden. 
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Ab wann und wie oft sollte mein Kind Taschengeld erhalten? 

Empfehlenswert ist ein regelmäßiges Taschengeld ab der Einschulung bzw. spätestens ab 6 Jahren. Da es Kindern bis zum 10. Lebensjahr in der Regel schwerfällt, ihr Taschengeld über einen größeren Zeitraum einzuplanen, ist es ratsam, mit einer wöchentlichen Zahlung zu beginnen. Später kann dann zu einem monatlichen Taschengeld gewechselt werden. Für Kinder ab 12 Jahren eignet sich die Einführung eines Girokontos. Auf diese Weise kann Ihr Kind eigenverantwortlich über sein Geld verfügen und den Umgang mit Konto und Karte erlernen. 

Wie viel Taschengeld ist angemessen? 

Wie viel Taschengeld gezahlt werden kann, hängt natürlich auch vom Familieneinkommen ab. Ob kleineres oder größeres Budget – wichtig ist in erster Linie eine regelmäßige und verlässliche Auszahlung in gleicher Höhe. Erklären Sie Ihrem Kind finanzielle Möglichkeiten, damit es Unterschiede im Vergleich zu Schulkameraden besser verstehen kann. Um die richtige Höhe des Taschengelds zu bestimmen, können Sie sich an offiziellen Taschengeldtabellen orientieren:

Alter Taschengeldempfehlungen
Unter 6 Jahren 0,50-1,00 Euro pro Woche
6 Jahre 1,00-1,50 Euro pro Woche
7 Jahre 1,50-2,00 Euro pro Woche
8 Jahre 2,00-2,50 Euro pro Woche
9 Jahre 2,50-3,00 Euro pro Woche
10 Jahre 15,50-18,00 Euro pro Monat
11 Jahre 18,00-20,50 Euro pro Monat
12 Jahre 20,50-23,00 Euro pro Monat
13 Jahre 23,00-25,50 Euro pro Monat
14 Jahre 25,50-30,50 Euro pro Monat
15 Jahre 30,50-38,00 Euro pro Monat
16 Jahre* 38,00-45,50 Euro pro Monat
17 Jahre* 45,50-61,00 Euro pro Monat
Ab 18 Jahren* 61,00-76,00 Euro pro Monat

Quelle: Aktualisierte Zahlen 2018 von Geld und Haushalt – Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. auf Basis der Expertise "Taschengeld und Gelderziehung", 2014.
*Für Jugendliche, die wirtschaftlich ganz von den Eltern abhängig sind (z.B. Schüler).

Budgetgeld für Jugendliche – so funktioniert es

Für Jugendliche ab 14 Jahren kann zusätzlich zum Taschengeld auch ein monatliches Budgetgeld eingeführt werden. Mit diesem Mehrbetrag für notwendige Ausgaben entwickelt Ihr Kind eine höhere Selbstständigkeit und lernt durch eine getrennte Auszahlung von Budget- und Taschengeld, zwischen nötigen Ausgaben und Geld zur freien Verfügung zu differenzieren.

Was, wenn das Taschengeld nicht ausreicht? 

Kann sich Ihr Kind mit seinem Taschengeld nicht alle Wünsche erfüllen, kommt schnell die Frage nach einer Taschengelderhöhung oder einem Zuschuss auf. Hier sollte jedoch nicht immer nachgegeben werden. Helfen Sie Ihrem Kind lieber, sich das Taschengeld besser einzuteilen oder entwerfen Sie gemeinsam mit Ihm Sparziele und Lösungen. 

Wie sollten Geldgeschenke von Verwandten verwendet werden?

Kleine Geldgeschenke von Verwandten gehören natürlich in die Spardose. Diese sollte regelmäßig geleert werden – zum Beispiel in der Weltsparwoche Ende Oktober. Zwischen dem 26. und 30. Oktober gibt es zum Beispiel bei der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach zahlreiche Aktionen, kleine Geschenke und ein exklusives Kombiangebot mit attraktivem Zins zur Anlage von Geldgeschenken oder Taschengeld. Aber woher kommen Weltsparwoche und Weltspartag eigentlich?

Mehr Infos rund um Weltsparwoche & Finanzen

Woher kommt die Idee für den Weltspartag?

Der Weltspartag ist 1924 auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress in Mailand entstanden. Seitdem soll er den Spargedanken erhalten und jedes Jahr am 30. Oktober daran erinnern, dass auch mit geringeren Summen nach und nach ein kleines Vermögen aufgebaut werden kann. Im Vordergrund steht hierbei der pädagogische Gedanke: Kinder sollen entdecken, welche Rolle das Sparen spielt und wie hierdurch nicht nur kurzfristigere Wünsche erfüllt werden können, sondern auch für die Zukunft vorgesorgt werden kann.


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