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Hamburg/Mannheim
Partnersuche und Liebe

Partnersuche in der Krise: Gewinner und Verlierer

Singles haben derzeit keine Chance. Oder doch? Wie sich die Corona-Krise auf die Partnersuche auswirkt und wie man trotz der Kontaktsperre neue Menschen trifft.
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Partnersuche während Corona ist wie Essen von leeren Tellern. Oder nicht? Wer die Gewinner und Verlierer der Krise sind und wo sich Singles derzeit kennenlernen.
Partnersuche während Corona ist wie Essen von leeren Tellern. Oder nicht? Wer die Gewinner und Verlierer der Krise sind und wo sich Singles derzeit kennenlernen. Foto: cottonbro (Pexels)

Es gibt eine Branche, die so unmittelbar von der Kontaktsperre betroffen ist, dass eigentlich deren Geschäftsmodell selbst entzogen wurde: Begegnungen zwischen Menschen zu schaffen. Singlebörsen haben es in Zeiten der Ausgangssperre so schwer, als gäbe es plötzlich keine Menschen mehr. Oder nur noch reine Einzelgänger, die grundsätzlich kein Interesse am Kennenlernen anderer Personen haben. Allerdings werden Menschen in Umbruchsphasen stets erfinderisch und experimentierfreudig. Darum gibt es auch Gewinner der Krise.

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Geschäftsausfall bei klassischen Instituten

Bei der Partnervermittlung der alten Schule habe es massive Einbrüche gegeben. Deren Geschäft, Begegnungen zu arrangieren, sei im Moment schlicht nicht möglich. Außerdem setze die Branche stark auf Werbung in Printmedien, die nun trotz Geschäftsausfalls bezahlt werden müssen. „Uns steht das Wasser bis zum Hals“, sagt Simone Janssen, Pressesprecherin des Gesamtverbands der Ehe- und Partnervermittlungen, der bundesweit zehn Unternehmen mitsamt Filialen vertritt. „Der ein oder andere wird insolvent gehen.“

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Schwer haben es zumindest teilweise auch Partnerbörsen, die sich speziell an Corona-Risikogruppen wenden. Der hessische Anbieter Lebensfreude50.de etwa spricht Senioren an und muss nun mit einem deutlichen Umsatzrückgang kämpfen. Der sei auf weniger Anfragen bei Suchmaschinen zurückzuführen. „Die Zahl der Neuanmeldungen ist damit um circa 30 Prozent gesunken“, gibt Inhaber Uwe Janotta an.

Allerdings gibt es hier auch Einzelfälle, die gerade jetzt einen hohen Zulauf verzeichnen. Das Portal für Menschen in der zweiten Blüte des Lebens Partnersuche-ab-60.de registrierte seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen deutliche Anstiege der Registrierungen. Gerade Menschen in dieser Altersgruppe haben mit der Kontaktsperre womöglich besonders schwer zu kämpfen, weswegen neue Wege ausprobiert werden. Bei den Anbietern von Singlereisen sei der hundertprozentige Einbruch dagegen kaum auszugleichen.

Online-Angebote nicht pauschal Gewinner

Das Beispiel zeigt, dass die weit verbreitete Annahme, Online-Anbieter würden pauschal profitieren nicht korrekt ist. Auch hier gilt es, genau hinzusehen und die einzelnen Anbieter differenziert zu betrachten. Die Dating-App Tinder verzeichnet eine intensivere Nutzung ihres Angebots: Um zehn bis 30 Prozent habe sich die durchschnittliche Gesprächsdauer im März im Vergleich zum Vormonat verlängert. Auch die Zahl der täglichen Nachrichten stieg nach Unternehmensangaben Ende März europaweit um bis zu 25 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Gewinner ist außerdem die regional führende Singlebörse single.inFranken.de. Die Betreiber beobachten stetig steigende Zuwachsraten. Der Reiz, gerade jetzt einen möglichen Partner aus der Region online kennenzulernen, scheint groß zu sein, da hier die Chance größer eingestuft wird, nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ein baldiges Treffen vereinbaren zu können. Einen Gesamtüberblick über die Entwicklung der Branche im Onlinebereich gibt es derzeit allerdings noch nicht, heißt es beim Digitalverband Bitkom und beim Bundesverband Digitale Wirtschaft.

Hilfreiche Tipps zu Dating und Liebe gibt es außerdem hier: